Rezension | Nowak, Silke: Schneekind

Cover Schneekind Krimi
© Silke Nowak | Buchcover

Gerade rechtzeitig vor Weihnachten erschien der Krimi Schneekind von Neo-Autorin Silke Nowak. Davor, im Sommer 2013, kam der erste Krimi der Germanistin und Philosophin mit dem Titel Auserwählt auf den Markt, dessen Fortsetzung im Juni 2014 (Ein neues Leben) geplant ist.

Schneekind liest sich flüssig und vor allem auch schnell, denn die 172 Seiten des Printexemplares sind nicht gerade viel für einen Krimi – möchte man meinen. Doch bekanntlich liegt ja in der Kürze die Würze und genau das hat Silke Nowak mit ihrem Buch geschafft.

Anne, Ende 30, lebt in Berlin, hat eine Weihnachtspsychose und möchte sie mit Hilfe ihres Therapeuten loswerden. Alexander Marquard, ihr Verlobter, soll ihr dabei helfen, indem er sie zur Familienweihnachtsfeier mitnimmt. Doch bei Tisch kommt keine rechte Stimmung auf und der Tod von Dani(ela) Wächter, einer Hebamme, wird Gesprächsthema. Als dann noch Siegfried, der Vater von Alex, Sylvia und Hendrik plötzlich stirbt, wird es so richtig spannend. Die Geschwister (mit Ausnahme Hendriks) versuchen, die Indizien zu vernichten, die sie eventuell belasten könnten und der Kommissar hat keine Ahnung, wer den Mord – soviel steht fest – an Siegfried begangen haben könnte. Die Autorin lenkt die LeserInnen bewusst auf eine falsche Fährte und am Ende ist gar nichts mehr so, wie es scheint.

Aufgrund der Spannung des Buches kann man es locker in einem Satz (oder verteilt auf zwei Tage) durchlesen und ist stets bei der Sache. Die Ereignisse treten schnell hintereinander ein, ja überschlagen sich förmlich und der Wechsel der Erzählperspektive von einer Ich-Erzählung von Anne hin zu einem Briefprotokoll von Daniela Wächter ist gut gelungen. Leider gibt es ein paar Ungereimtheiten mit gewissen Dialogen (Sylvia und ihre Mutter Christa Marquard) und die falsche Fährte, auf die man als Lesende geführt wird, ist zu offensichtlich eine Sackgasse und lässt sich im Nachhinein nur schwer plausibel nachvollziehen.

Alles in allem ein gut lesbarer Kurzkrimi voller Spannung und Unterhaltung für einen netten Vorweihnachtsabend. Die Lektüre eignet sich aber auch noch für einen kalten Wintertag im Jänner. Die Autorin Silke Nowak, die mir dieses Buch dankenswerterweise über die Plattform LovelyBooks zukommen ließ, sollte man sich merken! Hier geht’s übrigens zu ihrer Homepage (–> bitte klicken!).

Käuflich erwerben lässt sich das Buch als E-Book und Printversion bei Amazon.

Buchdetails

Autorin: Silke Nowak
Buchtitel: Schneekind
Verlag: Silke Nowak
Erscheinungsjahr: 2013
Seitenanzahl: 172
ISBN: 9781494240738
Preis:Printversion (Amazon) € 5,99 | E-Book (Kindle) € 0,99

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