Rezension | Bronsky, Alina: Baba Dunjas letzte Liebe

baba_dunjas_letzte_liebeDas Buch ist bereits im Sommer 2015 auf Deutsch erschienen, doch gerade jetzt in der Winterzeit eignet es sich besonders für die Lektüre, denn die Sätze und Wörter arrangieren sich perfekt mit der Geschichte der Baba Dunja, die als Tschernobyl-Rückkehrerin Aufsehen erregt und doch selbst so ruhig und gelassen lebt, dass man am liebsten für einen Tag in ihre Haut schlüpfen möchte.

Baba Dunja ist zwar schon jenseits der 80, doch immer noch selbständig und mehr oder weniger für die Belange des Dorfes zuständig, in das eine Handvoll Leute gezogen ist. Als eines Tages ein Mann mit einem Kind ins verseuchte Gebiet kommt, um dort zu leben, verstehen das die Dorfbewohner nicht und es kommt fast zu einer Auflösung der Gemeinschaft. 

Das Buch ist im KiWi-Verlag erschienen, mit einem Lesebändchen versehen und hat einen Schutzumschlag. Wer sich für Schicksale interessiert, für Lebenskünstler und Überlebende, die ihre Heimat so lieben, dass sie selbst in ein verseuchtes Gebiet zurückkehren, der ist hier richtig. Noch dazu glänzt der Roman mit einer fesselnden Sprache und einer fast märchenhaften Erzählung. Einzig die Geschichten über Baba Dunjas Tochter Irina und ihr Enkelkind Laura stimmen traurig und wehmütig.

Buchinfos
Autorin: Alina Bronsky
Titel: Baba Dunjas letzte Liebe
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
erschienen: 17. August 2015
ISBN: 978-3-462-04802-5
Seitenanzahl: 160 Seiten
Gerne: Roman
bestellbar zum Beispiel hier: direkt zum Online-Shop von "Buchkontor"

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

AlphaOmega Captcha Classica  –  Enter Security Code