Rezension | Brown, Eleanor: Die Lichter von Paris

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Die ersten Seiten des Buches sind wie im Flug vergangen. Ich konnte „Die Lichter von Paris“ nicht mehr aus der Hand legen. Ein fulminanter Einstieg, der leider an Intensität und Tiefe verloren hat, mit dem Ende aber wieder einiges wett machen konnte. 

Kapitelmäßig hat sich die Geschichte um Madeleine (1999) und Margie (1924) abgewechselt, wobei die Szenen um Madeleines Leben in der Ich-Form präsentiert werden und Margies Passagen von einer Erzählstimme geschildert werden.

Zuerst habe ich mit Madeleine wirklich mitgefühlt, da sie mit ihrer Ehe zum eher kühlen und geschäftstüchtigen Phillip überhaupt nicht glücklich ist. Es war auch nicht ihre Idee, ihn zu heiraten und doch ist sie jahrelang bei ihm geblieben. Nach der ersten Andeutung in Richtung Scheidung hin geht Madeleine zu ihrer Mutter nach Magnolia , wo sie dann auch noch auf eine alte Schulkollegin im Haus, in dem sie selbst aufgewachsen ist, trifft. Sharon und sie haben sich nicht gut verstanden und jetzt soll die Dame ihrer Mutter beim Auszug aus dem Elternhaus helfen. Madeleine versteht die Welt nicht mehr, findet beim Entrümpeln aber die Notizen ihrer Großmutter Margie – und nebenbei lernt sie noch den Eigentümer (Henry) des Restaurants kennen, das nun am Nachbargrundstück aufgemacht hat.

In der zweiten Geschichte geht es um Madeleines Großmutter Margie, die es als Aufpasserin für ihre Cousine nach Paris geschafft hat. Sie findet einen Job in einer amerikanischen Bibliothek, verliebt sich in den Künstler Sébastien, muss aber dann doch abreisen, da sie durch den Verlust ihrer Stelle kein Geld mehr für die Miete aufbringen kann. Gut, dass Robert sie übers Meer begleitet.

Für mich fing der Roman wirklich sehr spannend an und ich konnte mit Madeleine und ihrer misslungenen Ehe mitfühlen. Auch die Geschichte rund um Margie fand ich sehr nett und auch gut erzählt, allerdings fehlte mir im Verlauf der Geschichte das gewisse Etwas. Kitschig war es nicht wirklich, aber auch nicht ganz so glaubwürdig, denn die Passagen, in denen es ernst wurden, waren in einen so leichten und luftigen Text gehüllt, dass es doch irgendwie dahinplätscherte. Der Schluss war dafür wieder gut und versöhnte mich!

Buchinfos

Autorin: Eleanor Brown
Titel: Die Lichter von Paris
OT: The Light of Paris
Verlag: Insel Verlag
erschienen: 23.10.2017
ISBN: 978-3-458-36304-0
Seitenanzahl: 387 Seiten
Genre: Roman | Frauenliteratur
Preis: € 14,95 (Klappenbroschur)

2 Gedanken zu „Rezension | Brown, Eleanor: Die Lichter von Paris“

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