Archiv der Kategorie: Rezensionen F

Rezension | Fabiaschi, Abby: Für immer ist die längste Zeit

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Ihr habt euch auch sicher schon mal überlegt, wie es so im Himmel aussehen muss beziehungsweise ob man noch Einfluss auf das Leben hat, wenn man selbst gestorben ist.

Diese Fragen werden in „Für immer ist die längste Zeit“ zwar nicht komplett beantwortet, doch spielt ein Drittel des Romans in einer Art Zwischenraum, der irgendwo über der Erde und unter dem „Himmel“ sein muss.  Die Tote (Madeline) schleicht sich mittels ihrer Gedanken in die Köpfe ihrer Tochter und ihres Mannes und kann sogar andere Leute in ihren Worten und Taten beeinflussen.  Rezension | Fabiaschi, Abby: Für immer ist die längste Zeit weiterlesen

Rezension | Fleming, Jacky: Das Problem mit den Frauen

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Ich bekam das Buch wieder als Rezensionsexemplar und wusste zu Beginn nicht recht viel damit anzufangen, da es doch sehr kurz ist und die Seiten auch noch mit Zeichnungen aufgefüllt wurden. Aber es ist soooo lustig, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte und in einem Aufwischen zu Ende las. Der weiße Einband und das weinrote Lesebändchen machen einiges her und auch der Klappentext kann sich lesen lassen:

Können Frauen Genies sein? Oder sind ihre Arme zu kurz und ihre Köpfe zu klein? Warum haben wir im Geschichtsunterricht nur über zwei drei Frauen etwas gelernt? Was haben eigentlich all die anderen früher gemacht?

Für wen es geeignet ist, kann ich leider nicht so genau definieren, aber vermutlich für alle, die humorvoll sind und gerne lesen. Wohl auch für Menschen, die nicht so gerne lesen, da es 128 cartoonartige Seiten hat. Super lustig und sehr witzig. Das hat mir gefallen.

Buchinfos

Autorin: Jacky Fleming
Titel: Das Problem mit den Frauen
Verlag: Kiepenheuer&Witsch
erschienen: 16.2.2017
ISBN: 978-3-462-05024-0
Seitenanzahl: 128
Genre: Cartoon | Geschenkbuch | Satire

 

 

 

Rezension | Fitzek, Sebastian: Das Joshua-Profil

das_joshua_profilMein Partner Martin hat diesen Thriller für Buchwelt.co.at gelesen und rezensiert, was ich euch nicht allzu lange vorenthalten will:

Nach „Noah“ ist das der zweite Roman von Fitzek, den ich gelesen habe und auch hier wurde ich nicht enttäuscht. Fitzek wagt sich bei dem Roman möglicherweise an ein uns alle in der Zukunft betreffendes Thema heran und versteht es, während des gesamten Romans einen Spannungsbogen aufrecht zu erhalten. Beim Buchtitel beziehungsweise beim Lesen der ersten Seiten dachte ich beim Namen ‚Joshua‘ zuerst an eine reelle Person, die sich jedoch im weiteren Verlauf als gefinkeltes Computerprogramm herausstellte. Sehr gut hat mir die Erzählweise aus der Ich-Perspektive mit wechselnden Charakteren gefallen und der Ansatz, dass es in einer stark überwachten digitalen Welt jeden treffen kann …

Gegen Ende des Buches kristallisiert sich doch teilweise Vorhersehbares heraus, ohne jedoch an Spannung zu verlieren, wobei ich einige Verbindungen zum Film ‚Minority Report‘ erkennen konnte. Auch nach diesem Thriller kann ich den Autor nur jedem weiterempfehlen, der sich gerne mit spannenden Thrillern mit aktuellen Themen beziehungsweise möglichen Zukunftsvisionen befasst.

Normalerweise lese ich alle Werke, die ich zur Rezension bekomme, selbst. Aber wenn dann jemand kommt und sagt: „Das ist so toll, das möchte ich gerne lesen“ und sich bereit erklärt, selbst eine Rezension zu verfassen, dann mache ich hier auch mal Ausnahmen 🙂 Ich hoffe, dass euch die Rezension gefallen hat – mir hat sie viel Spaß gemacht!

Buchinfos
Autor: Sebastian Fitzek
Titel: Das Joshua-Profil
Verlag: Bastei-Lübbe
erschienen: 26.10.2015
Seitenanzahl: 430 Seiten
ISBN: 978-3-7857-2545-0
Genre: Thriller
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Rezension | Friedmann, John: Das Blaue vom Himmel

das blaue vom himmelEgal ob in Deutschland oder in den Vereinigten Staaten von Amerika – Joshua Spencer und Sophie Marquard sind da und dort Nachbarn. In München bewohnt der US-Außenpolitiker Spencer mit seiner jungen, hübschen Frau April das Anwesen gegenüber des Gebäudes, in dem Sophie eine über 120 m²-große Wohnung ihr eigen nennt. Als sie eines Tages von ihm beim Joggen wortwörtlich über den Haufen gerannt wird, kommt es Sophie grade recht, dass sie zufälligerweise Einblick in den gesamten E-Mail-Verkehr des nicht ganz so treuen Politikers hat. Dies nutzt sie, aus Unverständnis und Wut gegenüber der Reaktion beim Laufen – nämlich null – unverschämt aus und bringt dadurch selbst den Sicherheitschef Pete Delray ins Trudeln. Und das, obwohl Sophie noch immer tieftraurig über den Verlust ihres Mannes ist. Wenn da nicht ihr bester Freund und Helfer Egon Tegern wäre, der eigentlich selbst auch Hilfe bitter nötig hätte, da er grade seine künstlerische Schaffenspause mit Alkohol ertränkt.

Was ist dieses Werk nun? Roman? Thriller? Krimi?

Als reinen Roman würde ich ‚Das blaue vom Himmel‘ nicht abtun, denn er enthält dafür zu viele Crime-Elemente. Und wo, wenn nicht in Miami (Beach), regiert das Millionengeschäft, zu dem Al Berg ein klein wenig beitragen kann. Lügen, Intrigen, Drogenmissbrauch, Beschattung, Untreue und dekadente Parties unter Botox-Behandelten gehören genauso dazu wie eine sanfte Liebesgeschichte.

Der Lesefluss ist schnell, um nicht zu sagen rasant, umso trauriger wurde ich, als ich, trotz des hohen Lesetempos, immer noch auf einige Grammatikschnitzer aufmerksam wurde (dass – das wurde da nicht einmal verwechselt …). Finde ich immer ein wenig schade, wenn’s sonst gut zu lesen war.

Alles in allem kann ich das Buch weiterempfehlen und denke, dass eine Fortsetzung kommen kann / wird.

Vielen Dank an den Autor, an Lovelybooks und den Knaur-Verlag für dieses Leseexemplar!

Buchinfos
Autor: John Friedmann
Titel: Das Blaue vom Himmel
Verlag: Knaur TB
erschienen: Februar 2015
ISBN: 978-3-426-51621-8
Seitenanzahl: 400 Seiten
Genre: Roman (mit Thrillerelementen)
Preis: € 14,99
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Buchvorstellung | Fliegen mit Baby und Kleinkind

fliegen mit bab
Über einen Reise-Ratgeber eine Rezension zu schreiben, fällt mir etwas schwer, da ich eher selten mit diesem Genre zu tun habe. Aber dafür gibt es eine Buchvorstellung 🙂

Ich selbst habe ja einen kleinen Sohn, mit dem ich noch nie geflogen bin (er wird im Juli 2014 zehn Monate alt) – eher aus praktischen Gründen als aus Angst oder Panik. Unser Kinderwagen ist nämlich schwerer als 10 kg und dann darf man den schon nicht mehr im Handgepäck mitnehmen, dann braucht man am Bestimmungsort wieder einen Kinderwagen beziehungsweise einen Autositz und das ganze mitzuschleppen ist für mich irgendwie mit Stress verbunden.

Allerdings habe ich durch den Ratgeber auch erfahren, dass man den Kindersitz auch mit ins Flugzeug nehmen kann und die Kinder dann auch in der Maschine angurten darf.  Außerdem gibt es im Kapitel „Landung und Einreise“ den Hinweis, dass aufgegebene Kinderwägen (Buggys) nach der Landung direkt an der Flugzeugtür auf einen warten.

Insgesamt beschäftigt sich der Reiseratgeber mit einer Vielzahl an nützlichen Infos, die ich nicht missen möchte, sollte ich mit meiner Familie demnächst mal ins Flugzeug steigen. Von der Gesundheit (Erkältung, Flugangst) über die Flugbuchung (gar nicht so einfach, wenn man ein Kleinkind hat) bis hin zum Check-in wird alles abgedeckt und darüber hinaus gibt’s auch noch zwei Bonus-Kapitel: ‚Schwanger fliegen‘ und ‚Kinderreisepass beantragen‘ (im TB auf Deutschland ausgerichtet).

Herausgegeben wird der Reiseführer der anderen Art übrigens von Kerstin Führer vom Portal www.kidsaway.de, wo man sich auch mit anderen Eltern austauschen kann oder aktuelle Infos zum Thema Reisen mit Kindern erhält.

Buchdetails
Titel: Fliegen mit Baby und Kleinkind
Autorin: Kerstin Führer
Verlag: KidsAway
erschienen: 2014
Seitenanzahl: 245
ISBN: 978-3000434334

Rezension | Farquharson, Vanessa: Nackt schlafen ist bio

Vorgeplänkel

Als ich von dem Buch das erste Mal hörte, war ich nicht sonderlich begeistert, es mir zuzulegen, denn was wollte mir die Autorin aus Kanada beibringen, was ich nicht eh schon über ökologischen Lifestyle wusste? Also beließ ich es dabei, um ein paar Jahre später, genauer gesagt dieses Jahr im Februar, nach dem Buch Ausschau zu halten. Klar hätte ich es mir auch einfach über’s Internet bestellen können, doch meine Vorliebe für angreifbare Buchgeschäfte hat mich nach einem vormittäglichen Kinobesuch in eine Filiale der größten Buchhandelskette in Österreich gelotst. Dort angekommen, begab ich mich fälschlicherweise in die Belletristikabteilung, da ich mir beim besten Willen nicht vorstellen konnte, dass dieses Buch als Sachbuch gehandelt werden würde. Der Mitarbeiter, den ich wegen des Buches befragte, meinte nur, dass er noch nie davon gehört hätte und tippte den Titel in den Computer ein. „Ah, wir haben anscheinend doch sehr viele von den Büchern lagernd. Sie müssen in den ersten Stock“, war sein Kommentar auf den Auswurf in seinem Programm. Rezension | Farquharson, Vanessa: Nackt schlafen ist bio weiterlesen

Rezension | Fitzgerald, F. Scott: Der große Gatsby

Wie bereits in einer Woche für Woche-Glosse angekündigt (–> hier klicken), gibt es nun endlich eine Rezension von F. Scott Fitzgeralds Werk The great Gatsby. Gelesen habe ich das Buch auf Deutsch in einer Übersetzung von Reinhard Kaiser und erschienen ist dieses Exemplar im Insel Verlag 2012.

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© Insel Verlag | Buchcover

Inhalt und Aufbau

Erzählt wird die Geschichte von einem gewissen Nick Carraway, der sein finanzielles als auch privates Glück in der Nähe von New York City zu suchen scheint. Die Zeit des Jazz und Glamour war in den 1920er Jahren angerückt und so kommt dieser Aspekt auch in der Erzählung nicht zu kurz. Der eigentliche Titelheld, Jay Gatsby, taucht erst später als elementarer Teil in der Story auf und die Liebesgeschichte zwischen ihm und Carraways Cousine Daisy Buchanan entfacht erneut. Alles scheint perfekt, außer die Ehe von Daisy und Tom, der wiederum ein großer Frauenheld ist und mit einer gewissen Myrtle ein Verhältnis pflegt – bis diese tragisch ums Leben kommt.

Diese Ausgabe gliedert sich in neun Kapitel und umfasst 212 Seiten, was für einen Roman dieser Art nicht sehr viel ist, da doch einiges passiert. Umso spannender ist es, Seite für Seite durchzulesen, denn der Stil fesselt einen beim Lesen einfach. Eintauchend in das Leben der 20er Jahre erlebt man Parties von Gatsby, erfährt, wie sehr sich Daisy in ihrer Glanz&Glamour-Welt wohlzufühlen scheint und der Erzähler Nick irgendwie merkt, dass er nicht so ganz in diese Welt hineinpasst…

Fazit und Eigene Meinung

Dieses Buch hat es in sich. Vorher sah ich den Film, der mir persönlich in keinster Weise die Welt von damals näher bringen konnte, doch die literarische Form des Werkes hat mich überzeugt. Viele Unterschiede von Film und Buch anhand der Story lassen sich nicht festmachen, doch die Stimmung ist eine komplett andere. Empfehlenswert ist das Buch allemal, der Film nur für eingefleischte Leonardo DiCaprio-Fans, der seine Rolle als Jay Gatsby wirklich überzeugend spielt.

Langeweile kommt beim Lesen absolut keine auf, was wohl an der Kompaktheit der Erzählung und der Ereignisse liegen dürfte. Nicht umsonst zählt Der große Gatsby als das erfolgreichste Werk Fitzgeralds und sollte nicht ungelesen im Schrank landen.

Buchdetails

Autor: F. Scott Fitzgerald
Titel: Der große Gatsby (Original: The great Gatsby)
erschienen erstmals: 1925 | in meiner Ausgabe: 2012
Verlag: Insel Verlag Berlin
ISBN: 978-3-458-35891-6
Preis: € 8,99 [D], € 9,30 [A]