Archiv der Kategorie: Rezensionen L

Rezension Hörbuch | Lundberg, Sofia: Das rote Adressbuch

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Das Leben von Doris Alm könnte aufregender und abwechslungsreicher nicht sein. Wir erfahren von ihrer Kindheit, ihren Arbeitseinsätzen (zuerst bei einer noblen Dame in ihrer Heimat Stockholm, dann als Model in Paris) und auch von ihrer großen Liebe Allan. Diesen verliert die junge Doris aber auch gleich wieder. Erst als ihre Schwester auch nach Paris kommt, erreicht Doris ein alter Brief von Allan. Sofort beschließen die beiden Mädchen, nach Amerika zu reisen. Leider erleben sie dort nicht unbedingt die besten Erfahrungen. Schlussendlich landet Doris im Altersheim in Stockholm, nachdem sie lange Zeit alleine mit Unterstützung von Pflegerinnen in ihrer Wohnung gelebt hatte.

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Rezension | Libaire, Jardine: Uns gehört die Nacht

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Schon der Klappentext ist sehr spannend und vielversprechend:

Als Elise Perez an einem trostlosen Winternachmittag in New Haven den Yale-Studenten Jamey Hyde kennenlernt, ahnt keiner, dass hier und jetzt ihrer beider Schicksal besiegelt wird. Was als obsessive Affäre beginnt, wird zu einer alles verändernden Liebe. Doch Elise ist halb Puerto-Ricanerin, ohne Vater und Schulabschluss aufgewachsen, und Jamey der Erbe einer sagenhaft reichen Familie von Investmentbankern. Wie weit sind sie bereit zu gehen?

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Der Beginn ist phänomenal, denn Elise hat die Hand am Abzug eines Gewehres und will Jamey erschießen. Danach kommt ein Zeitsprung und führt den Leser / die Leserin eineinhalb Jahre in die Vergangenheit. Dorthin, wo alles begann.

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Rezension | Lucas, Charlotte: Dein perfektes Jahr

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Auf dem Bild sieht man leider die Seitenrändereinfärbung (blasslila, fast schon rosa) sowie das Lesebändchen nicht, auch die hervorgehobenen Buchstaben lassen sich durch diesen Blogbeitrag nicht erfühlen. Trotzdem kann ich das Buch, welches ich dankenswerter- und überraschenderweise letztes Jahr vom Lübbe-Verlag in einer Bloggeraktion zugesandt bekommen habe, empfehlen. Vielleicht nicht jenen, die lieber epochale Wälzer oder poetische Epen als ihre favorisierte Lektüre bezeichnen – auch Krimifans werden hier weniger Freude haben , aber wenn ihr Fans von romantischen und dramatischen Büchern seid, dann bitte zugreifen.

Es geht um zwei Personen, denen fast immer abwechselnd Kapitel gewidmet sind und die sich – man ahnt es kaum – am Ende treffen. Jonathan N. Grief, ein Verleger mit eigener Buchhandlung lebt ganz gut, aber alleine. Und Hannah Marx macht sich mit einer Kindergruppe selbstständig, dabei wird sie von ihrer besten Freundin Lisa (die BFs heißen oft Lisa, oder irre ich mich?) unterstützt – und natürlich von ihrem pessimistischen Freund Simon. Die Idee hinter „Dein perfektes Jahr“ ist super. Ich hätte auch gerne jemanden, der für mich einen ganzen Zukunftskalender mit schönen Aktivitäten füllt. Obwohl irgendwie ist es ja schon bevormundend 😉

Ein leichter und vor allem sehr flüssig lesbarer Roman (2 lange Abende), der zwar auch eine traurige Geschichte erzählt, aber überwiegend lebensbejahende Episoden enthält.

Buchinfos

Autorin: Charlotte Lucas 
Titel: Dein perfektes Jahr
Verlag: Lübbe
erschienen: 09.09.2016
ISBN: 978-3-431-03961-0
Seitenanzahl: 576 sehr dünne Seiten
Genre: Liebesroman | Frauenroman

Rezension | Lindgren, Minna: Rotwein für drei alte Damen

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Als ich den Titel und das Buchcover das erste Mal gesehen habe, wusste ich, dass ich den Roman von Minna Lindgren lesen wollte. Jetzt bin ich damit fertig (also schon vor zwei Wochen), aber immer noch am Überlegen, ob ich Teil zwei und bald auch den letzten Band lesen soll oder nicht. Das Buch war gut und ich fand es stellenweise richtig lustig, allerdings fand ich einige Seiten doch sehr langatmig und mühsam zu lesen. Über ältere Menschen mit ihren (Demenz)Problemen zu lesen, kann einen wahrlich entschleunigen. Vielleicht ist es genau das, was mich an diesem Buch etwas stört, da ich mir beim Lesen des Titels eine Verfolgungsjagd sondergleichen vorgestellt habe. Dennoch ist die Geschichte rund um die über 90-jährigen Damen Sirii, Irma und Anna-Lisa eine Bereicherung für Bibliotheken, denn nicht nur das Cover ist schön, sondern auch der Fortgang der Geschichte, die sich in einer Seniorenresidenz in Finnland ereignet. Die Schilderungen genau dieser machen das Buch spannend und interessant, denn genauso stellt man sich Altersheime wie das „Abendhain“ vor.

Hach, was sollˋs, ich glaub, ich werde die Folgebände auch noch lesen! Rezensionen folgen dann natürlich!

Buchinfos

Autorin: Minna Lindgren
Titel: Rotwein für drei alte Damen (Teil 1 von 3)
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
erschienen: 2016
ISNB: 978-3-462-04724-0
Seitenanzahl: 288
Genre: Roman | Serie

Gast-Rezension | Lispector, Clarice: Der Lüster

der_luesterLeider bin ich im Moment zu müde, um anspruchsvolle Literatur, wie die von Clarice Lispector beispielsweise, zu lesen. Daher bin ich sehr froh und stolz, eine Leserin und Rezensentin in meiner Schwester gefunden zu haben, die einen Bericht über das Buch liefert, der an sich schon wie Literatur klingt. Ich kriege auf jeden Fall Lust, diesen scheinbar großartigen Roman zu lesen, auch wenn ich dafür wahrscheinlich Monate brauchen werde. Hier die wundervolle Beschreibung meiner Schwester:  Gast-Rezension | Lispector, Clarice: Der Lüster weiterlesen

Rezension | Leo, Maxim: Auentod

auentod
Mit Auentod hat Maxim Leo den zweiten Fall für Kommissar Voss herausgebracht. Meine Mama war schon vom ersten Teil (Waidmannstod) so angetan, dass ich ihr unbedingt den zweiten Band zum Lesen geben wollte, obwohl ich selbst auch recht gespannt wäre. Vielleicht borgt sie mir die beiden Bücher ja mal 😉
Hier ihre Rezension! Vielen Dank, liebe Mama!

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Rezension | Layaz, Michel: Die fröhliche Moritat von der Bleibe

die fröhliche moritat von der bleibe
Das vorliegende Buch erschien in der deutschen Übersetzung von Yla M. von Dach in einem Verlag mit dem Namen ‚die brotsuppe‘, welcher im schweizerischen Biel (Bienne) angesiedelt ist. In Österreich gibt es meines Wissens nach (noch) keine Verlagsvertretung, was ich persönlich schade finde, denn die Bücher, die ich bis jetzt in Händen gehalten haben, haben durchaus Potenzial und sind schön gemacht: Umschlag, Einband, Lesebändchen. Da passt einfach alles.

„Die fröhliche Moritat von der Bleibe“ heißt im französischsprachigen Original ‚La joyeuse complainte de l‘idiot‘, was auch ein wenig bezeichnender für den Roman ist als das deutsche Pendant. Allerdings lässt die Übersetzung mehr Spielraum für die eigenen Gedanken und Impressionen, die einen durch das Lesen unwillkürlich und unvermeidlich aufsuchen. So kann man in der ‚Bleibe‘ – wie sie vom Protagonisten genannt wird – ein Jungeninternat, ein Irrenhaus oder gar ein Altersheim sehen. Ganz klar wird die Sache nie, aber das ist auch nicht das erklärte Ziel des Romans.

Nicht nur der Protagonist, der sich in den ersten Seiten schon dermaßen über das ‚Doppel-n‘ der Bleibe-Chefin Vivianne aufregt, sondern auch alle anderen TeilnehmerInnen des Werkes sind – auf gut Deutsch – nicht ganz dicht. Oder halt doch, auf ihre eigene Art und Weise. Der Hauswart-Gärtner oder Gärtner-Hauswart Hadrien; der nicht recht glücklich wirkende Arzt, obschon er auf den Namen Felix hört; Empfangsdame Mademoiselle Joisette – alle haben ihre Bestimmung in der Bleibe gefunden und werden auch nacheinander in einzelnen Kapiteln charakterisiert.

Ein Werk, bei dem es mich etwas wundert, dass es zehn Jahre gedauert hat, bis es in einer deutschen Version auf den Markt gekommen ist, denn die Lektüre bereitet einem einzig und allein Vergnügen und einige Stunden an philosophischem Denken über die ‚Normalität‘.

Buchdetails

Autor: Michel Layaz
Übersetzer: Yla M. von Dach
Buchtitel: Die fröhliche Moritat von der Bleibe
Verlag: verlag die brotsuppe
Erscheinungsjahr: 2014, Biel/Bienne
Seitenanzahl: 128 Seiten
ISBN: 978-3-905689-51-8
Genre: Roman
Preis:  (D) € 21,00 | (CH) CHF 25,00

Rezension | Lehane, Dennis: The Drop – Bargeld

the drop bargeldEndlich wieder kam ich in den Genuss, einen Roman von Dennis Lehane zu lesen.  Mein erster war ‚In der Nacht‘ (hier geht’s zur Rezension), welcher mir schon außerordentlich gut gefallen hat, vor allem der Stil des amerikanischen Autors, der unter anderem ‚Shutter Island‚ und ‚Mystic River‚ geschrieben hat. Diese beiden Filme wurden, eben auch wie jünstens  ‚The Drop‚ (Kinostart in Deutschland Dezember 2014) verfilmt.

Worum es geht, ist schnell erklärt: Die Bar von Cousin Marv und seinem Mitarbeiter Bob Saginowski wird überfallen, naja, eigentlich ist es ja gar nicht Cousin Marvs Bar, sondern die von viel mächtigeren Kriminellen. In dieser sogenannten Drop Bar arbeitet Bob, der auf den ersten Blick ganz nett und ruhig scheint. Auch, als er einem Hund das Leben rettet, indem er das verletzte Tier aus der Mülltonne befreit und mit zu sich nimmt, sympathisiert man sich mit ihm. Und Nadia ist auch nicht abgeneigt von Bob. Doch als eines Tages Eric, ein sehr gefährlicher Gangster, der schon öfters für länger im Gefängnis saß, seinen Hund zurückhaben will und Geld von Bob fordert, beginnt die Fassade zu bröckeln.

Wer einmal etwas von Dennis Lehane gelesen hat, wird so schnell nicht mehr von diesem Autor loskommen. Mein nächster Roman von ihm – Mystic River – liegt schon bereit …

Buchdetails

Autor: Dennis Lehane
Buchtitel: The Drop – Bargeld
Verlag: Diogenes Verlag
Erscheinungsjahr: 2014, Zürich
Seitenanzahl: 224
ISBN: 978-3-257-06915-0
Preis:  (D) € 19.90 / (A)  € 20.50 / sFr28.90*

Rezension | Leo, Maxim: Waidmannstod

waidmannstod
Dieses Mal hat meine Mama für mich die Lese- und Rezensionsarbeit übernommen, aber ich denke, dass es ihr ganz gut gefallen hat, denn sonst wäre sie nicht so schnell mit diesem Buch aus dem Kiwi-Verlag durch gewesen.
Hier ihre Eindrücke:
Ich habe gestern Morgen mit dem (288 seitigen) Buch begonnen und mich hat dieser Krimi so gefesselt, dass ich gar nicht aufhören konnte zu lesen und um 22:00 Uhr mit diesem sehr gut geschriebenen, sehr spannenden Kriminalroman fertig war:
Der Kommissar Voss läßt sich wegen der kranken Mutter wieder in seine alte Heimat zurück versetzen (schon aufgrund der Beschreibung der brandenburgischen Heimat des Voss lässt in mir den Wunsch aufkeimen, das Bundesland Brandenburg mal zu sehen -ich muss unbedingt dorthin – dies nur am Rande) und schon wurde ein Mensch umgebracht; viele Verdächtige, viele verschiedene Motive wie Windräder, für die, die schönen Wäldern weichen müssten; korrupter Notar, vergangene Liebschaften; bis die 2. Leiche gefunden wird, da wird es nun noch verwirrender und bis zum Schluss, der total anders ist, als man denkt, sehr spannend!  In diesem Krimi wird auch sehr gut beschrieben, wie sich ein Team „zusammenraufen“ kann, dank Voss!
Bei ‚Waidmannstod‘ handelt es sich um den ersten Fall für Kommissar Voss und man darf gespannt sein, ob / wann ein nächster herauskommen wird.
An dieser Stelle geht mein Dank an meine Mama, die so schön über ihre Eindrücke geschrieben hat, an den KiWi-Verlag und dessen österreichischen Verlagsvertreter Buchkontor, welches mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
Buchdetails
Autor: Maxim Leo
Titel: Waidmannstod
Genre: Krimi
Verlag: Kiepenheuer und Witsch 
erschienen: 9/2014
Seitenanzahl: 288 Seiten
ISBN: 978-3-462-30824-2
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bestellbar hier: Buchkontor-Shop

Rezension | Laredo, Sonia: Das Glück der Worte

Das Glueck der Worte von Sonia LaredoIch hatte diesmal kein Glück, denn die Lektüre des Buches hat mich leider gelangweilt. Alles plätschert irgendwie dahin, die Handlung ist so was von vorhersehbar und wenn nicht, dann zu abstrus.

Aber mal zum Klappentext:

Von einem Tag auf den anderen steht Brianda ohne Job da. Sie bricht ihre Zelte in Madrid ab und begibt sich auf eine Reise ins Nirgendwo – bis sie in einem verwunschenen Bergdörfchen landet, wo sie ihr wahres Talent entdeckt: anderen genau die Lektüre zu empfehlen, die ihrem Leben die entscheidende Wendung verpasst. Und auch auf sie selbst warten einige Überraschungen …

Was hinten am Buch abgedruckt ist, mag verlockend klingen, doch im Grunde genommen ist es bereits das ganze Buch, erweitert um zwei bis drei Ereignisse, die sich von Anfang bis Ende ziehen.

Der Schreibstil der Autorin ist langsam. Für mich so langsam, dass es beim Lesen Langeweile erzeugt und ich sehr froh war, als ich es endlich durch hatte.

Es gibt aber meines Erachtens aus Leserinnen, die das Buch lieben werden, und zwar solche, die sich in romantischen Märchen mit einem eher seichten Unterhaltungsfaden wiederfinden und abends vor dem Einschlafen nur mehr fünf Seiten lesen.

Es tut mir leid, dem Buch keine bessere Kritik zu geben, zumal der Einband schön gemacht wurde und der Titel ‚Das Glück der Worte‘ poetisch klingt und zum Fantasieren anregen kann.

Buchdetails
Autorin: Sonia Laredo
Titel: Das Glück der Worte
Verlag: DVA
erschienen: 27.10.2014
Seitenanzahl: 384 Seiten
ISBN: 978-3-421-04634-5
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