Archiv der Kategorie: Rezensionen M

Gastrezension | Mähr, Christian: Der Jüngste Tag des Peter Gottlieb

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Heute darf ich wieder eine neue Gastrezensentin auf Buchwelt.co.at begrüßen. Mizzi B. hat sich „Der Jüngste Tag des Peter Gottlieb“ von Christian Mähr, welches ich dankenswerterweise vom Braumüller Verlag als Rezensionsexemplar erhalten habe, zu Gemüte geführt und schreibt nun ihre Meinung dazu! Viel Spaß bei der Lektüre der Rezension: 

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Rezension | Meyer, Kai: Die Krone der Sterne

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Der Beginn einer neuen Fantasy-Reihe könnte „Die Krone der Sterne“ von Kai Meyer sein, denn noch ist nicht klar, ob es eine Fortsetzung geben wird. Meyer erschafft ein großes Universum mit vielen Parteien, die sich eine spannende Hetzjagd durch das All liefern. Die Entwicklung der Charaktere geht nur langsam voran und ist auch am Ende des Buches noch nicht abgeschlossen, da jeder noch immer irgendein Geheimnis in petto hat. Stellenweise hatte ich das Gefühl, dass ich einiges schon von anderen Fantasy-Reihen her kenne, aber das ist natürlich bei der großen Menge an Literatur in diesem Genre nicht verwunderlich. Ich finde, Kai Meyer zeichnet hier ein sehr spannendes und interessantes Universum, das auf jeden Fall noch Luft nach oben hat beziehungsweise hoffe ich, dass die Geschichte noch mehr in die Tiefe geht, sollte sie fortgesetzt werden.

Wer Fantasy mit großen Raumschiffen, obskuren Wesen und einem rasanten Plot mag, wird hier sicherlich nicht enttäuscht werden – es sei denn, es wird eine in sich abgeschlossene Geschichte erwartet.

Buchinfos

Autor: Kai Meyer
Titel: Die Krone der Sterne
Verlag: Fischer TOR
erschienen: 2017
ISBN: 978-3-596-03585-4
Seitenanzahl: 464 Seiten
Genre: Fantasy

Rezension | Milchman, Jenny: Night Falls. Du kannst dich nicht verstecken

night_fallsDiesen Thriller habe ich bei vorablesen.de gewonnen und muss sagen, dass er meine Erwartungen erfüllt hat. Nach der Leseprobe, die mich schon überzeugt hatte, warteten noch viele Seiten auf mich, die aber sehr schnell verschlungen waren. Ein Thriller, welcher typischer nicht sein kann, denn es geht um eine Familie, die ganz einsam und verlassen in einem Luxushaus in den Bergen wohnt – Vater, Mutter, Kind. Alles eitle Wonne. Und dann gibt’s noch die Gefängnisinsassen, die ausreißen und einen SUV schnappen. Natürlich müssen die Ex-Häftlinge zu diesem einsamen Haus kommen, doch wer sind diese Männer? Was verheimlicht Sandy, die Mutter von Ivy? Irgendein Geheimnis muss sie haben, denkt Ivy. Neben dem gegenwärtigen Erzählstrang, der auch andere Blickwinkel beleuchtet und sogar zweimal auf die Sicht und Geschichte des Familienhundes lenkt, gibt es noch die Kindheit und Jugend von Nick, dem Knacki, der mit seinem ‚Freund‘ Harlan (der ein Riese ist) die Gegend unsicher macht.

Auf 480 Seiten kamen mir kaum Textpassagen unter, die ich komisch fand. Die Übersetzung aus dem Englischen kam eigentlich nie gekünstelt rüber, außer auf der vorletzten Seite. Da musste ich so lachen, weil ich nicht glaube, dass solch einen Satz jemand auf Deutsch sagt: „[Du bist] So stark, so unglaublich stark und so gutherzig und integer. […]“ Irre ich mich oder gibt es wirklich Menschen, die sagen: „Du bist integer.“? Falls jemand eine Antwort drauf hat, es ähnlich sieht oder ganz differenziert, dann bitte einen Kommentar hinterlassen! Vielleicht gewinnst du dann ja das Buch 😉

Ein Thriller, wie er im Buche steht, vielleicht ein bisschen zu durchsichtig, aber das hat mich in diesem Fall nicht sehr genervt, da ich an keiner Stelle den Eindruck hatte, dass das Werk langatmig werden könnte. Das Ende war ein wenig skurril, aber nicht wie andere Thriller nochmal so angsteinflößend, dass man sich wünschte, es käme noch eine Seite, die das aufklärt. Wirklich gut gelungen!

Über die Autorin schreibe ich jetzt einfach mal den Klappentext ab: Jenny Milchman lebt mit ihrer Familie im Staat New York. Wenn sie nicht selbst schreibt, vermittelt sie anderen Autoren die Kunst des Thrillerschreibens.

Buchinfos

Autorin: Jenny Milchman
Titel: Night Falls. Du kannst dich nicht verstecken
Verlag: Ullstein
erscheint: 15.07.2016
ISBN: 9783548287553
Seitenanzahl: 480 Seiten
Genre: Thriller
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Rezension | Mayer-Zach, Ilona: Eine Leiche für Helene | Krimi

eine_leiche_fuer_heleneIch durfte wieder einmal einen Regionalkrimi lesen, und zwar einen, der in (der österreichischen Stadt) Graz spielt. Helene ist, wie der Titel schon vermuten lässt, die ermittelnde Protagonistin in einem Mordfall. Und eigentlich hat sie dafür gar keine Zeit, denn nach ihrem Rauswurf aus der Firma kümmert sie sich darum, eine Wohnung, die sie vererbt bekam, auf Vordermann zu bringen. Zum Glück kommt ihre beste Freundin Karin von Wien nach Graz zu Besuch, um den 50. Geburtstag von Helene mit ihr zu feieren. Die beiden Damen checken im Wellness-Hotel ein und lassen es sich gut gehen, bis dann schon der Mordfall eintritt. Rezension | Mayer-Zach, Ilona: Eine Leiche für Helene | Krimi weiterlesen

Rezension | Meyer, Deon: Icarus

330000xxx_Burnett_Lord_FIN.inddDieser in Süfafrika spielende Thriller ist für mich eher ein Kriminalroman und das war ich bis jetzt von Deon Meyer nicht gewohnt. Betrachtet man das Genre, so würde ich bei ‚Icarus‘ eine Themenverfehlung sehen, da die Spannung für mich so gut wie nie vorhanden war. Blickt man etwas mehr in Richtung Krimi, dann sieht die ganze Geschichte schon etwas anders aus.

Was zu den Vorgängern der Reihe gleich bleibt, ist Ermittler Bennie Griessel, um den sich die Geschichte bewegt. War bei ‚Cobra‘ (hier geht’s zur Rezension) noch die Ermittlungsarbeit im Vordergrund, schließt ‚Icarus‘ dort an, wo ‚Cobra‘ geendet hat, nämlich beim Tod eines Freundes, der auch seine Familie umbringt. Das bringt Griessel aus dem Konzept und der trockene Alkoholiker beginnt wieder zu trinken. Das missfällt nicht nur Alexa, seiner Freundin, sondern auch seinem treuen Kollegen Vaughn Cupido, der ‚Benna‘ immer wieder in Schutz nimmt.  Rezension | Meyer, Deon: Icarus weiterlesen

Rezension | Moyes, Jojo: After You

after_youEndlich wieder mal ein Buch auf Englisch, welches ich in wenigen Tagen verschlungen habe. Auf Deutsch lautet der Titel „Ein ganz neues Leben“ und stellt den Nachfolgeroman von „Me Before You“ beziehungsweise „Ein ganzes halbes Jahr“. Zugegeben, ich habe den Vorgänger nicht gelesen und somit konnte ich in die Geschichte ohne Vorkenntnisse eintauchen, was mir, wenn ich die Rezensionen der anderen durchlese, Vorteile eingebracht hat. Ich hatte nämlich keinen Vergleich, sondern konnte mich ganz und gar auf das Leben von Louisa, dem verstorbenen Will, ‚Ambulance Sam‘ und Lily sowie die anderen Figuren rund um die Hauptpersonen einlassen. Ich kam gut mit und auch die Stellen, an denen das Buch an ‚Me Before You‘ anzuknüpfen scheint, wurden gut eingeführt und erklärt.

Lou (oder Louisa Clark, wie sie eigentlich heißt) schafft es nach dem Tod ihres Freundes Will nicht ganz, wieder Fuß zu fassen und zieht nach einer Auszeit in der französischen Hauptstadt nach London, um dort in einem eher nuttig anmutenden Outfit in einem Flughafen-Pub zu arbeiten, sich öfter mal einen Drink zu gönnen und in Selbstmitleid zu zerfließen. Bis eines Tages Lily, die Tochter des verstorbenen Will, auftaucht und ihr Leben ganz schön durcheinander bringt. Glücklicherweise trifft sie auf ‚Ambulance Sam‘ und ihre Eltern sowie ihre Schwester Treena stehen ihr auch bei und helfen ihr, manche Entscheidungen zu treffen. Doch für die wirklich wichtigen Änderungen in ihrem Leben scheint sie noch nicht bereit zu sein …

Eigentlich ist die Geschichte eine kleine Tragödie, man leidet mit der Protagonistin mit, die sich auch in der Selbsthilfegruppe irgendwie nicht sehr wohl beziehungsweise fehl am Platz fühlt. Auch die Wendungen, die immer wieder Einzug halten, kommen oft unvorbereitet und fallen teilweise ein wenig zu heftig aus, sodass man am Schluss froh ist, dass doch alles irgendwie gut gegangen ist.

Zu empfehlen allen Jojo Moyes-Fans, RomantikerInnen mit Hang zu Tragödien und Chick-Lit-Fans, die Bücher auch gerne vor dem Einschlafen lesen.

Buchinfos
Titel: After You (dt.: "Ein ganz neues Leben")
Autorin: Jojo Moyes
Verlag: Penguin Books
ISBN: 978-0718177010
erschienen: 24.09.2015
Seitenanzahl: 416
Genre: Frauenroman | Liebesroman | Belletristik
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Rezension | Maxian, Beate: Tod in der Hofburg

tod in der hofburgSarah Pauli, die mutige, neugierige und vor allem abergläubische Journalistin des Wiener Boten, ist zurück! Und mit ihr ein neuer Fall, der nicht ganz so nervenaufreibend ist wie der Vorgänger „Der Tote vom Zentralfriedhof“ (hier geht’s zur Rezension auf Buchwelt), aber trotzdem schnell und rasant lesbar ist. Mit diesem mittlerweile fünften Band der Wien-Krimi-Reihe tauchen wir immer mehr in die Welt der sympathischen Journalistin Sarah ein, die in ihrem Chef beim Wiener Boten, David, ihren Herzensmenschen gefunden zu haben scheint. Trotzdem ist sie manchmal etwas eifersüchtig, was aber als Erzählstrang nicht Überhand nimmt. Der Titel „Tod in der Hofburg“ lenkt auch ein wenig vom Hauptfall ab, nämlich dem Anschlag auf drei Menschen direkt auf dem Platz vor dem Musikverein, bei dem alljährlich das Neujahrskonzert statt findet. Natürlich ist Sarah Pauli mitten im Geschehen und nimmt sich sofort des Falles an. Wer ist der geheime Heckenschütze? Wieso sitzt da eine Frau, die auf einem Luftchello spielt und gibt es doch eine Verbindung zum Tod in der Hofburg?

In diesem Teil habe ich wieder einiges über Wien und seine Sehenswürdigkeiten erfahren und beschlossen, sehr bald zu den Steinhof-Gründen zu fahren. Außerdem wird der Afternoon-Tea im Grand Hotel genannt und ich musste mich auch gleich mal davon überzeugen, dass es den gibt, denn als England-Fans ist das fast ein Muss 🙂 Also nicht nur ein Krimi, sondern auch ein kleiner Wien-Reiseführer!

Spannend wie der letzte Teil, überraschende Wendungen und skurrile Persönlichkeiten – so macht Krimi-Lesen Spaß! Und der Spaß muss nicht aufhören, denn bald (also im September 2016) erscheint Sarah Paulis sechster Wien-Krimi mit dem Titel „Mord in Schönbrunn“ (ebenfalls bei Goldmann).

Buchinfos
Autorin: Beate Maxian
Titel: Tod in der Hofburg. Ein Wien-Krimi
Verlag: Goldmann (Randomhouse)
erschienen: 17.08.2015
ISBN: 978-3-442-48285-6
Seitenanzahl: 384 Seiten
Genre: Krimi 
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Rezension | McEwan, Ian: Der Tagträumer

der TagträumerIan McEwans „Kindeswohl“ beziehungsweise im englischen Original „The Children Act“ (mit einem Klick geht’s zur Rezension) hat es mir angetan. Und deshalb wollte ich unbedingt wissen, wie sich eine Geschichte, die in acht Kapitel aufgeteilt ist und 20 Jahre früher erschien, anfühlt. Der Tagträumer behandelt die Vorstellungskraft des jungen Peters, die so ausgeprägt ist, dass man mit dem Charakter mitfühlt und nicht mehr sicher ist, ob er wirklich noch Mensch oder schon Katze ist. Rezension | McEwan, Ian: Der Tagträumer weiterlesen

Rezension | Morton, Mira: Ich will kein Autogramm

ich will kein autogrammUiuiui, da lese ich doch glatt mal einen Liebesroman der Extraklasse, obwohl ich mich normalerweise in diesem Genre nicht so wahnsinnig oft bewege und schon muss ich mir Teil 2 und 3 auch noch auf meinen E-Book-Reader laden. Aber nur das zu schreiben, wäre ein bisschen zu knapp, obwohl es schon alles über das Buch aussagt: Suchtfaktor! Schnell zu lesen! Witzig und flott geschrieben, mit Wiener Schmäh und Charme, einer gehörigen Portion Kitsch und Romantik (so, wie man sie wohl nie im echten Leben finden wird). Rezension | Morton, Mira: Ich will kein Autogramm weiterlesen

Rezension | McPartlin, Anna: Die letzten Tage von Rabbit Hayes

Die letzten Tage von Rabbit HayesGleich vorweg: Für zarte Gemüter, die nicht gerne weinen, ist das nichts. Definitiv. Aber wenn man so richtig mit einem Roman und den Protagonisten mitgehen möchte, dann ist dieser genau richtig. Eine kleine Anmerkung am Rande: Auf dem von mir fotografierten Buchcover steht „Unverkläufliches Leseexemplar“ drauf, da ich es vom Rowohlt-Verlag zugeschickt bekommen habe. Und nun meine Rezension:

Rabbit Hayes‘ Brustkrebs ist wieder da und streut nun auch in die Knochen. Sie wird von ihrer Mutter ins Hospiz gebracht und dort hat sie nur noch einige Tage zu leben. Die gesamte Familie bekommt Platz zu sprechen und die einzelnen Kapitel sind immer aus verschiedenen Perspektiven geschrieben. Besonders schlimm wird es, wenn von Rabbits Tochter Juliet berichtet wird, denn die 12-jährige will und kann es verständlicherweise nicht begreifen, dass ihre Mama unheilbar krank ist und bald nicht mehr bei ihr sein wird. Streitigkeiten unter der Familie, wer sich dann um Juliet kümmern soll, sind total plausibel und gehen nahe. Ein weiterer wichtiger Erzählstrang betrifft die Kindheit und Jugend von Rabbit, die eigentlich Mia heißt, die die ganze Zeit über von Johnny begleitet wird. Auch er musste früh gehen, da er an Multipler Sklerose erkrankt war.  Rabbit denkt noch viel an ihre große Liebe und in ihren Träumen begegnen sie sich oft.

Wenn die Tagik im Buch nicht vorherrschen würde, könnte man es ungefähr so einstufen: Wunderbar leichtes Buch mit gut ausgearbeiteten Charakteren und nachvollziehbarem Verlauf. Bezieht man das eigentliche Thema, nämlich das baldige Sterben einer 42-jährigen Frau, mit ein, dann wird es traurig, unendlich traurig, regt zum Nachdenken an und lässt neue Tränenflüssigkeit in den vielleicht schon eingetrockneten Tränensäcken entstehen.

Buchinfo:
Autorin: Anna McPartlin
Buchtitel: Die letzten Tage von Rabbit Hayes
Verlag: Rowohlt TB
erschienen: März 2015
ISBN: 978-3-499-26922-6
Seitenanzahl: 464 Seiten
Genre: Roman