Archiv der Kategorie: Rezensionen P

Rezension | Pi­ñeiro, Claudia: Der Privatsekretär

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Mit dem Werk „Der Privatsekretär“ von Claudia Piñeiro taucht man in die Welt der argentinischen Politik ein. Nicht immer geht es da gemütlich zu und genau das versucht die Autorin, in ihrem Buch darzustellen. Dazu nimmt sie einen Protagonisten, den sie Román Sabaté nennt, eine Journalistin mit Spitznamen China und den machthungrigen, aber charismatischen Politiker Fernando Rovira. 

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Rezension | Prammer, Theresa: Die unbekannte Schwester

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Den dritten Teil der Reihe um Carlotta Fiore und Konrad Fürst habe ich schon vor der Premierenlesung am 13.4.2017 in der Thalia-Filiale Landstraße beendet und – es war nicht anders zu erwarten – für sehr gut befunden. Die Autorin Theresa Prammer hat die Lesung so lustig und einzigartig gestaltet, dass es spätestens da Anlass dazu gegeben hätte, alle Bücher von ihr zu kaufen.

Auf Buchwelt.co.at findet ihr die Rezensionen zu den ersten beiden Kriminalromanen dieser Serie – Wiener Totenlieder und Mörderische Wahrheiten (mit Klick auf den Titel gelangt ihr zur jeweiligen Rezension), allerdings kann man auch getrost mit „Die unbekannte Schwester“ beginnen, denn Theresa Prammer verwebt die Vorgeschichte von Carlotta und Konrad gut in die aktuelle Erzählzeit.

Carlotta Fiore, die mit dem Kriminalbeamten Hannes einen gemeinsamen Sohn hat, wird endlich selbst in den Kriminaldienst einberufen und bildet mit ihrem ebenfalls neu zugelassenen Kollegen Konrad Fürst ein Team. Gleich zu Beginn gilt es, an einen Tatort zu fahren, um einen Selbstmord zu begutachten. Oder war es doch Mord? Der Einstieg ist spannend und man befindet sich sofort am Schauplatz und fühlt mit Carlotta mit, selbst als sie sich vor ihren garstigen Kolleginnen auf der Toilette versteckt. Die Tatsache, dass eine junge Frau ohne jegliche Qualifikation zur Kriminalpolizei gehören soll, ist sehr weit hergeholt, allerdings sieht das die Protagonistin auch so. Dennoch ist Carlotta unverzichtbar, zumindest für Konrad Fürst, der leider unter Gedächtnisverlust leidet. Und dann ist da noch Henriette, die auf Lottas Sohn Konny aufpassen soll, dann aber doch mitsamt Baby am Kommissariat auftaucht und die junge Mama in Verlegenheit bringt.

Ein Buch, welches von krimibegeisterten LeserInnen unbedingt in die Hand genommen werden sollte, denn es überzeugt durch Handlung, Spannung und Romantik (ja, auch die kommt nicht zu kurz), auch wenn es manchmal an Plausibilität fehlt – aber hey, es ist ein Roman!

Buchinfos

Autorin: Theresa Prammer
Titel: Die unbekannte Schwester
Verlag: List Verlag
erschienen: 7.4.2017
ISBN: 978-3-47135-139-0
Seitenanzahl: 384 Seiten
Genre: Kriminalroman | Serie

Rezension | Peters, Katharina: Leuchtturmmord

leuchtturmmordDer am 14.3.2016 erschienene Krimi kam als E-Book zu mir und weilte zwei ungenutzte Akkuperioden auf meinem Gerät, bis ich ihn endlich fertig gelesen hatte. Ich werde leider mit den elektronischen Büchern nicht wirklich warm und hab mir sehr schwer getan, dem Handlungsverlauf folgen zu können, was meines Erachtens eben auch daran liegt, dass ich keine greifbare Ausgabe in Händen hielt. Oder vielleicht auch, weil mir der Handlungsstrang ‚Boxen‘ nicht so gut gefiel. Ich erwartete mir aufgrund des Titels und Untertitels wohl eher einen gemütlichen Urlaubskrimi mit einer kleinen Romanze – okay, die gibt es eh – aber die harte Szene war mir dann doch zu viel.

Die Sprache des Krimis ist einfach gewählt, gut strukturiert und flüssig lesbar. Durch die verschiedenen Schauplätze und die Masse an Personen und Namen verloren sich meine Gedanken jedoch des öfteren und ich musste leider einige Seiten doppelt lesen. Alles in allem würde ich den Krimi gerne weiterempfehlen, aber eher als Taschenbuchausgabe.

Dieses Buch ist übrigens Teil einer Reihe, die man nicht zwingend kennen muss, um ins Geschehen hineinzufinden. Ich kannte auch die Vorgänger (Hafen-, Dünen-, Klippen- und Bernsteinmord) nicht.

Buchinfos

Autorin: Katharina Peters
Titel: Leuchtturmmord. Ein Rügen-Krimi
Verlag: Aufbau
erschienen: März 2016
ISBN: 978-3-7466-3206-3
Seitenanzahl: 323 Seiten
Genre: Krimi | Kriminalroman | Regionalkrimi
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Rezension | Prammer, Theresa: Mörderische Wahrheiten

moerderische_wahrheitenBand Eins der neuen Krimireihe rund um Kaufhausdetektivin Carlotta Fiore habe ich wie nichts verschlungen (hier geht’s zur Rezension von ‚Wiener Totenlieder‘) und genauso ging es mir auch bei ‚Mörderische Wahrheiten‘. Dieser Band spielt ebenfalls in Wien. Altbekannte Charaktere wie Konrad, der aus dem Koma mit Amnesie aufwacht und Hannes, mit dem (Car)Lotta in der Zwischenzeit ein Kind namens Konny hat, kommen vor. Auch Jungstar Fanny darf nicht fehlen, genauso wenig wie Anna, die noch immer in Konrad verliebt ist. Zu Beginn gibt’s gleich mal zwei jugendliche Leichen, die ident gekleidet und hergerichtet worden sind. Der 21er Mörder hat zugeschlagen, da er seine Opfer mit exakt 21 Messerstichen ermordet.  Rezension | Prammer, Theresa: Mörderische Wahrheiten weiterlesen

Rezension | Patchett, Ann: Aus Liebe zum Buch

aus_liebe_zum_buchDieses Büchlein ist ein wahrer Hingucker, obwohl es so klein ist. Das Cover kommt im Stil der 70er-Jahre daher und „Aus Liebe zum Buch“ ist so handlich, dass man es eigentlich immer überallhin mitnehmen kann. Am besten in seine Lieblingsbuchhandlung – und da spreche ich von einer realen, greifbaren, nicht von einem Megakonzern, dessen Name mit dem Buchstaben A beginnt. Auch die erfolgreiche Autorin Ann Patchett hat mit ihrem Parnassus Bookstore in ihrer Heimatstadt Nashville eine Buchhandlung eröffnet, obwohl erst zwei geschlossen haben. Sie gibt nicht auf und stellt sich dem Kampf mit den Buchhändlerriesen. Ihr Buchladen ist auch im Internet vertreten und hier kann man ihn besuchen (bitte klicken). Das Buch selbst handelt eigentlich von der Eröffnung genau dieser Buchhandlung, ist aber ein  generelles Plädoyer für den unabhängigen Buchhandel.  Rezension | Patchett, Ann: Aus Liebe zum Buch weiterlesen

Rezension | Popović, Edo: Anleitung zum Gehen

Anleitung_zum_GehenGleich ins Auge gesprungen ist mir das Cover sowie der Titel. Nach Jakobsweg-Erfahrungsberichten und anderen Erzählungen von Wander- und Pilgerreisen freute ich mich schon auf eine andere Art von Geherlebnissen. Bereits 2009 ist das kroatische Original erschienen und seit Juni 2015 auch auf dem deutschsprachigen Buchmarkt erhältlich. Auf 176 Seiten begegnen wir nicht nur Orten oder Wandererzählungen, sondern philosophischen Reden über Zeit, Wasser und Gipfelstürmerinnen.  Diese poetischen Darstellungen werden von Bildern, genauer gesagt von Photos, und Zitaten verschiedenster Menschen untermalt. Edo Popović schafft es, zum Nachdenken anzuregen, allerdings würde eine Umsetzung der Anregungen, die dieses Buch enthält, für mich fast unmöglich sein. Wer kann sich schon von Arbeitgebern fernhalten und das tun, wozu er/sie wirklich Lust hat, wenn man nicht nur für sich selbst verantwortlich ist? Mit anderen Gedanken kann ich mich dafür recht gut anfreunden, zum Beispiel ist die Rede von der Zeit, die man hat und was man damit anfängt.

Sehr gut gefallen hat mir das Kapitel ‚Literatur für Wanderer‘, welche in Leichtere Bücher (für den Rucksack) und Schwere Bücher (für das Regal) unterteilt ist. Dort findet sich eine zufällige Auswahl an Büchern, etwa von Lao Tse, T.S. Eliot oder Aldous Huxley und Stephen Hawking.

Buchinfos
Autor: Edo Popović
Titel: Anleitung zum Gehen
Verlag: Luchterhand
erschienen: 15.6.2015
ISBN: 978-3-630-87356-5
Seitenanzahl: 176 Seiten
Genre: Ratgeber / poetischer Ratgeber
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Rezension | Prammer, Theresa: Wiener Totenlieder

wiener totenliederMorde in der wirtschaftlich schlecht dastehenden Wiener Oper stellen das Ermittlerduo Lotta und Clown Foxi vor ein großes Rätsel. Wer ist der Mörder und warum um Himmels Willen lässt  die Direktorin Susu die das Musikhaus nicht schließen? Steckt sie etwa dahinter? Abwegig ist es nicht, da auf einmal die Besucherzahlen in die Höhe schnellen …

Carlotta, die nur mehr Lotta genannt werden möchte, ist die Tochter der großartigen Opernsängerin Maria Fiore und da sie es selbst nicht zum Star geschafft hat, fristet sie ihr Dasein mit einem überaus wichtigen Job: Sie ist Kaufhausdetektivin und ihre beste „Kundin“ ist die etwas verrückte Henrietta, die in einer Nervenheilanstalt wohnt. Lottas Kompagnon, der Clown Foxi, der in Wirklichkeit Konrad heißt, war schon mal bei der Polizei, wurde aber entlassen und könnte Lottas Vater sein, zumindest, was das Alter betrifft.

Das Buch ist durchwegs spannend geschrieben, sodass man gegen Ende hin nicht mehr aufhören kann und will. Die Auflösung des Kriminalfalles ist nachvollziehbar, wenn auch nicht ganz so spektakulär, dafür sind die Charaktere mit all ihren Stärken und Schwächen gut gezeichnet. Lotta ist Alkoholikerin und muss während des Romans nicht nur einmal durch die Hölle gehen – da kann man richtig mitgehen und -fühlen. Auch Konrad ist vom Schicksal gebeutelt und immer noch auf der Suche nach seiner vor über 20 Jahren verschwundenen Tochter Julia. Und dann ist da noch Hannes, der Lotta und Foxi den gut dotierten Job verschafft hat und der ernsthaft in die junge Frau verliebt ist.

Ein Kriminalroman für Wien- und OpernliebhaberInnen, die schnell lesen wollen und Spannung von der ersten bis zur letzten Seite schätzen. Außerdem wird es noch Fortsetzungen geben – man darf also gespannt sein! Ich bin es schon 🙂

Buchdetails
Autorin: Theresa Prammer
Titel: Wiener Totenlieder
Verlag: Marion von Schröder bei Ullstein Buchverlage
erschienen: 27.02.2015
Seitenanzahl: 384 Seiten
ISBN: 9783547712094
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Genre: Kriminalroman

Rezension | Patterson, James: Unlucky 13 (auf Englisch gelesen)

unlucky 13Ich hatte mich sehr darauf gefreut, endlich wieder mal einen Thriller beziehungsweise hier eher Krimi auf Englisch zu lesen. Dass es der dreizehnte Band einer Reihe ist, hat mich auch nicht weiter gestört, denn die Charaktere (v.a. Protagonistin Lindsay Boxer) sind gut vorgestellt. Wie es auf dem Cover auch zu lesen ist, handelt es sich um einen Women’s Morder Club Thriller, als müssen da noch ein paar weitere Damen im Spiel sein und neben Lindsay werden Claire, Yuki und Cindy zu tragenden Rollen im Krimi.

Gleich zu Beginn erfährt man als LeserIn, dass Menschen aufgrund Explosionen im Bauch getötet wurden. Dabei handelt es sich um eine weibliche und einen männlichen Studenten, doch nach und nach werden es mehr Opfer. Wer ist der mysteriöse Mörder? Warum benutzt er so abartige Sachen wie „Belly Bombs“?

Neben diesem Handlungsstrang gibt es noch zwei weitere: Yukis Hochzeit(sreise) mit Lindsays Boss und Cindys Interviewreise, wobei letztere nicht ganz so ausführlich geschildert ist.
Was mich ein wenig gestört hat, war, dass die Kapitel so extrem kurz sind und die Handlungen dadurch schnell wechseln. Besser hätte ich es andersrum gefunden, denn richtig in die Geschichte hinein gekommen bin ich leider nicht.

Außerdem hat es mich gestört, dass Lindsay ihren Mann einfach so zu Hause bei Hund und Kind lässt und richtig in der Karriere aufgeht. Ich könnte mir das nicht so vorstellen – aber gut, das ist jetzt Ansichtssache und hat mit dem Roman an sich ja nichts zu tun.

Alles in allem war er sehr leicht zu lesen und doch ein wenig anspruchsvoll, wenn man schon länger kein englisches Original mehr gelesen hat. Die Sprache war wirklich einfach und strukturiert und so konnte ich vor dem Einschlafen meine Gehirnzellen trainieren, aber nicht überstrapazieren.

Vielen Dank an vorablesen.de und Randomhouse für dieses Leseexemplar!

Bisher erschienen im Women’s Murder Club (die Titel erinnern mich irgendwie an die Serie von Janet Evanovich rund um Stephanie Plum: One for the Money, Two For the Dough,…):
1st to Die
2nd Chance
3rd Degree
4th of July
The 5th Horseman
The 6th Target
7th Heaven
8th Confession
9th Judgement
10th Anniversary
11th Hour
12th of Never

Buchdetails
Autor: James Patterson (mit Maxine Paetro)
Titel: Unlucky 13
Verlag: Randomhouse
erschienen: 2014
Seitenanzahl: 416
ISBN: 9781780890319