Archiv der Kategorie: Rezensionen S

Rezensionen mit Autorennamen S

Rezension | Theils, Lone: Das Meer löscht alle Spuren

mit Klick aufs Cover direkt zur Buchseite

Wieder durfte ich in den Genuss eines Kriminalromans kommen. Nora Sand, die dänische Journalistin, die vor allem in London ermittelt, kennt man schon aus dem Krimi „Die Mädchen von der Englandfähre“ (zur Rezension bitte hier klicken). Nun beschäftigt sich die toughe Frau nicht mehr mit dem Frauenmörder Bill Hix, obwohl er ihr immer noch in Träumen unterkommt, sondern gerät über Umwege in einen tödlichen Medikamentenfall.  Rezension | Theils, Lone: Das Meer löscht alle Spuren weiterlesen

Rezension | Sager, Riley: Final Girls

mit Klick aufs Cover direkt zur Buchseite

Nach einigen Kinder- und Sachbüchern kommt nun endlich wieder ein Thriller auf die Startseite von Buchwelt.co.at. Vor mehr als zehn Jahren las ich dieses Genre eigentlich am liebsten und verschlang Bücher, in denen die Spannung so hoch war, dass man nicht mehr aufhören will zu lesen. Nun kam ich endlich wieder in den Genuss dieses Gefühls. Schon alleine das Cover und der komplett in Schwarz gehaltene Buchschnitt sowie die das rote Vorsatzpapier versprechen Hochspannung pur.  Rezension | Sager, Riley: Final Girls weiterlesen

Rezension | Simon, Cordula: Der Neubauer

mit Klick aufs Cover direkt zur Buchseite

Während der Lektüre des sehr schnellen Hochstaplerromans, der ja typischerweise nur in Wien spielen kann – oder auch in einer anderen Stadt, obgleich die Absurdität von manchen Personen nur der Bundeshauptstadt Österreichs zugeschrieben werden muss – fragt man sich des Öfteren:  „Wer ist dieser Neubauer?“ Es ist wie Warten auf Godot, doch schlussendlich auch wieder nicht, denn es tut sich doch einiges in dem Werk von Cordula Simon. Dabei ist auch nicht immer klar, wer denn der eigentliche Hochstapler ist und wer wem die Lügen erzählt und sie dann umgekehrt auch glaubt. Rezension | Simon, Cordula: Der Neubauer weiterlesen

Rezension | Slimani, Leïla: Dann schlaf auch du

mit Klick aufs Cover direkt zur Buchseite

Ich frage mich, warum ich in letzter Zeit immer zu solch melodramatischen Romanen greifen muss, in denen ich auf Teile meiner Realität treffe. Vermutlich wäre ich glimpflicher davon gekommen, hätte ich nur die ersten zweieinhalb Seiten gelesen – besser noch: ich hätte sie nicht gelesen. Und dennoch wird sich dieser Roman als einer der besten im Jahr 2017 in mein Bücherregal reihen, denn wer mit so viel Gefühl und gleichzeitig extremer Klarheit schreibt, dem gebührt aller Ruhm.  Rezension | Slimani, Leïla: Dann schlaf auch du weiterlesen

Rezension | Spielman, Lori Nelson: Und nebenan warten die Sterne

Ich habe von Lori Nelson Spielman schon einen Roman gelesen, nämlich „Morgen kommt ein neuer Himmel„. Von diesem war ich relativ begeistert, sodass ich mich auch auf den neuen Band stürzte, in der Hoffnung, er könne genauso gut werden. Ich wurde nicht enttäuscht, doch streckenweise war mir auch diese Geschichte einfach zu kitschig und manchmal auch zu traurig. Dass in Spielmans Büchern auch immer jemand sterben muss, und das gleich zu Beginn. In diesem Fall ist es Kristen, die bei einem Zugunglück ums Leben kommt. Zum Glück ist ihre Schwester Annie nicht dabei, obwohl sie eigentlich auch in diesem Zug sitzen sollte. Wie das Schicksal es so will, begibt sich Annie dann auf die Suche nach ihrer toten Schwester, da sie es nicht schafft, deren Tod zu akzeptieren, genauso wenig wie Erika, die Mutter der beiden.

Der Roman ist von Sprichwörtern geprägt, die immer wieder im Text vorkommen und zum Nachdenken anregen. Außerdem werden die Wurzeln der Personen ergründet und Heimatorte bereist. Es wird getrauert und gemeinsam gehofft, geliebt und gestritten, rebelliert und versöhnt. Und das ganze auf 384 Seiten, die sich wie zehn anfühlen, da die Lektüre sehr schnell von statten geht.

Ein Buch, welches ich jeder Frau ans Herz legen kann, die am Abend erschöpft und müde vom Tag einfach ein paar Sätze lesen will, ohne viel nachdenken zu müssen. Auch wenn’s vom Anspruch her eher seicht ist, die Geschichte ist nachvollziehbar, unterhaltsam und auch der Schreibstil passt. Ein Kitsch-Frauenroman, wie er im Buche steht.

Vielen Dank auch an LovelyBooks für das Rezensionsexemplar!

Buchinfos

Autorin: Lori Nelson Spielman
Titel: Und nebenan warten die Sterne
Verlag: Fischer
erschienen: 2016
Seitenanzahl: 384
ISBN: 978-3-8105-2471-3
Genre: Frauenroman | ChickLit
direkt zur Buchseite: bitte hier klicken

Gastrezension | Stibbe, Nina: Ein Mann fürs Haus

ein_mann_fuers_hausMir hat das Cover gut gefallen, denn es erinnerte mich an „Etta and Otto and Russel and James“ (zur Rezension bitte klicken). Der Klappentext war auch sehr ansprechend, und als meine Mama den Roman sah, wollte sie ihn gleich lesen und rezensieren. Hier ihre Eindrücke:

Gastrezension | Stibbe, Nina: Ein Mann fürs Haus weiterlesen

Rezension | Shipman, Viola: Für immer in deinem Herzen

fuer_immer_in_deinem_herzenAuf LovelyBooks habe ich wieder einmal bei einer Monatschallenge im Rahmen des Fischer Leseclubs teilgenommen. Dieses Mal gehörte ich auch zu den glücklichen Gewinnerinnen, die sich über das Buch freuen konnten. Beim letzten Mal habe ich mir den Roman selbst besorgt (hier geht’s zu „Nur ein Tag“) und an den Aufgabenstellungen teilgenommen. Ich habe während des Zeitraumes 9 Buchlose gesammelt, was bedeutet, dass man ein Buch aus mehreren aus dem Fischerverlag wählen durfte. Ich habe den Jonas-Komplex bekommen, den ich sehr bald in Angriff nehmen werde, nachdem ich endlich John Irvings „Straße der Wunder“ gelesen habe. Nun aber zum Buch, welches in der Überschrift schon so schön angekündigt wurde:

Es geht um das Leben dreier Frauen unterschiedlicher Generation. Lolly ist die Mutter von Arden und die Großmutter von Lauren. Bei der ältesten von den Frauen stellt sich langsam aber sicher eine Vorstufe von Demenz ein und sie vergisst immer wieder Kleinigkeiten. Das nehmen sich Arden und Lauren zum Anlass, um ihre (Groß)Mutter am Lost Land Lake in Scoops zu besuchen. Dabei erzählt Lolly aus ihrem Leben und hat dabei eine große Hilfe: Die Anhänger an ihrem Bettelarmband, denn jeder steht für einen Lebensabschnitt oder einen bestimmten Wunsch. In 11 Kapiteln und zusätzlichem Prolog und Epilog werden also Geschichten erzählt, es wird in die Vergangenheit gesprungen, Geheimnisse werden gelüftet und ziemlich viele Lebensweisheiten ausgetauscht, die man schon irgendwo gehört hat. Mit der Zeit hat es dann schon ein wenig genervt, solche Dinge wie: „Wenn du liebst, was du tust, wirst du niemals arbeiten müssen“ zu hören. Oder „Du kannst alles sein, was du nur willst„. Herzschmerz kommt auch dazu, indem sich Laurens Mutter Arden, die eher ein pragmatischer und nicht so gefühlsbetonter Mensch war, in Lollys Pfleger verguckt. Kitschig war dann die Wandlung von der kühlen Arden in eine Frau mit sehr viel Herz. Auch Lauren macht eine Wandlung durch, denn diese hat ihre eigenen Wünsche und ihren Lebensentwurf an die finanzielle Situation ihrer Mutter angepasst, was sie aber nicht glücklich machte. Mit Lollys Hilfe kommt sie auf so einiges drauf.

Das Cover ist wunderbar, denn die Farben Rosa und Orange passen hier sehr gut zusammen, der Baum mit den vielen in Gold anmutenden Anhängern steht wunderbar im Lost Land Lake. Das Cover im amerikanischen Original finde ich nicht so gut – was mal eine Novität bei mir ist. Normalerweise ist es umgekehrt 🙂

Für alle jungen und junggebliebenen Frauen, die sich gerne eine gefühlvolle – für mich war’s ein Hauch zu viel des Guten – Geschichte für heiße Sommertage an den Strand mitnehmen oder vor dem Einschlafen noch schnell ein paar Seiten lesen wollen, denn die Sprache ist klar und einfach gehalten, sodass man in wenigen Minuten ein Kapitel abgeschlossen hat.

Buchinfos

Autorin: Viola Shipman
Titel: Für immer in deinem Herzen
Verlag: Fischer Krüger
erschienen: 25.05.2016
ISBN: 978-3-8105-2425-6
Seitenanzahl: 384 Seiten
Genre: Roman
direkt zur Buchseite: bitte hier klicken
zur LovelyBooks Lesechallenge: bitte hier weiter

Rezension | Scharner, Helmut: Mostviertler

mostviertlerIch durfte wieder mal einen Krimi aus dem Gmeiner Verlag lesen, der auf LovelyBooks als Leserundenexemplar an 20 TeilnehmerInnen verlost wurde. Diesmal war ich überhaupt sehr neugierig auf das Buch, da es sich erstens um einen Krimi handelt (und ich mache auch bei einer Krimi vs. Thriller-Challenge mit) und zweitens in Waidhofen/Ybbs beziehungsweise in der Umgebung davon spielt. Ich selbst war auch einige Male in dieser niederösterreichischen Stadt und bin im Mostviertel jahrelang in die Schule gegangen. Der Titel dreht sich aber auch um das Thema des Buches und so ist ‚Mostviertler‘ sicher auch eine kleine Anspielung auf die ‚Waldviertler‘-Schuhe, denn Scharners Krimi spielt im Wirtschaftsmilieu, genauer gesagt in der Sportschuhproduktion.  Rezension | Scharner, Helmut: Mostviertler weiterlesen

Rezension | Schweizer, Stefan: Goldener Schuss

goldener schussDer erste große Fall von Privatermittler E. Denz, der seinen Vornamen Enzo nicht so gerne in Verbindung mit seiner Berufsbezeichnung angibt, da er denkt, dass dies mögliche Kundschaft abschrecken könnte, war gar nicht geplant. Herr Gül, der sich Sorgen um seine verschwundene Tochter Canan machte, gab ihm den Auftrag, die junge Frau zu finden. Denz fand sie auch, sprach  mit ihr und verabredete sich in einem dubiosen Lokal zum weiterführenden Gespräch. Als er dort ankommt, ist Canan allerdings tot. So wie es aussieht, hat sie sich den Goldenen Schuss verpasst, doch Enzo Denz traut der ganzen Sache nicht und nimmt die Fäden selbst in Hand. Dabei deckt er nicht nur den wahren Tathergang (ja, es war tatsächlich Mord!) auf, sondern kommt einem mit Heroin schmuggelnden Team auf die Schliche, das aus ranghohen Politikern, Polizisiten und Bundeswehrleuten besteht.

Zu Beginn hatte ich Probleme, in den Schreibstil reinzukommen. Die Sätze waren kurz gehalten und zu viele Abkürzungen, die dann wiederum als Langfassung erklärt wurden. (Ein Beispiel, nicht aus dem Buch: ZB                 Zum Beispiel). Doch nach ein paar Seiten kam ich gut rein und es wurde richtig spannend. Die Spannung hielt auch bis zum Schluss, der neue negative Überraschungen beinhaltete. Der Privatermittler Enzo Denz ist auch kein Held im klassischen Sinn, sondern eher ein Bier trinkender, ab und zu Joints rauchender, einfach gestrickter Mann, der seine Aufträge nicht allzu ernst zu nehmen scheint, bis auf den neuen Fall mit Canan.

Für Krimi-Fans gut zu lesen, da der Spannungsbogen weit oben angesiedelt ist. Für mich war der Privatermittler allerdings ein wenig zu „Anti“ und sein Einsatz in diesem Fall für seine Verhältnisse übertrieben. Hätte ihn mir etwas lascher vorgestellt, den Herrn Denz 😉 Aber durchaus empfehlens- und lesenswert!

Buchinfos
Autor: Stefan Schweizer
Titel: Goldener Schuss
erschienen: im Gmeiner Verlag, Februar 2015
Seitenanzahl: 312 Seiten
ISBN: 978-3-8392-1688-0
Genre: Kriminalroman
direkt zur Buchseite: bitte hier klicken

Rezension | Stefánsson, Jón Kalman: Das Herz des Menschen

dsa herz des menschen
Endlich wieder ein Roman aus dem Isländischen von Jón Kalman Stefánsson. Bei diesem handelt es sich um den letzten Teil einer Trilogie mit den Vorgängern ‚Himmel und Hölle‚ sowie ‚Der Schmerz der Engel‚.

Das sagt übrigens der Klappentext:

Das menschliche Herz hat zwei Kammern: Die eine heißt Glück, die andere Verzweiflung. – Während in einem verheerenden Sommerunwetter ein Handelsschiff vor den Augen der kleinen isländischen Fischergemeinde in den Fluten versinkt, steht der junge Held des Romans vor der alten Frage: Wählt er die Liebe oder die kurze Leidenschaft? Und wie lässt sich beides voneinander trennen?

Der erste Satz kommt im Roman auch öfter mal vor und ich persönlich finde ihn wunderschön, wenn auch für mich persönlich nicht immer nachvollziehbar (glücklicherweise). In eben dieser poetischen Weise erzählt Stefánsson die Geschichte des ‚Jungen‘, der mit Jens und Hjalti gemeinsam losgezogen ist, um Ástas Leichnam zu ihrem Bestimmungsort zu bringen. Dort lernt er ein Mädchen kennen und diese begleitet ihn die ganzen 416 Seiten des Romans – wenn auch oft nur in Gedanken.

Die Kapitel werden nach einem kurzen Zitat mit römischen Ziffern betitelt und sind stellenweise nur zwei Seiten kurz. Der epische Romanstil des Autors trägt dazu bei, dass man richtig in das Buch eintauchen kann und mit dem Protagonisten mitgeht. Ab und zu gibt es allerdings auch Passagen, die für mich etwas langatmig zu lesen waren, da zuviel der Poesie und zu wenig Handlung in das Werk Einzug gehalten hat, aber darüber kann ich im großen und ganzen hinwegsehen.

Wer gerne tiefsinnige Romane liest, die einen Hauch von Poesie mitbringen und isländische Namen nicht ‚verdeutschen‘, sind bei diesem Werk gut aufgehoben. Ich habe übrigens die ersten zwei Teile nicht gelesen, hatte aber nicht den Eindruck, dass mir etwas fehlt.

Buchdetails

Autor: Jón Kalman Stefánsson
Übersetzer: Karl-Ludwig Wetzig
Buchtitel: Das Herz des Menschen (orig. Hjarta Mansinns)
Verlag: Piper Verlag GmbH
Erscheinungsjahr: 2014, München
Seitenanzahl: 416 Seiten
ISBN: 978-3-492-30474-0
Genre: Romantrilogie
Preis:  € 10,99 [D], € 11,30 [A], sFr 16,50
direkt zur Buchseite: Bitte hier klicken