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Rezension KJL | Essig, Rolf-Bernhard: Da haben wir den Salat

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Der Untertitel lautet „In 80 Sprichwörtern um die Welt“ und gibt wider, was in dem Buch vorkommt – nämlich viele Redewendungen und Redensarten. Viele Geschichten werden mit Illustrationen von Regina Kehn untermalt, doch auch ohne Bebilderung entstehen Vorstellungen im Kopf, da die Sprichwörter wunderbar erzählt werden. 

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Rezension | Janotta, Anja: Der Theoretikerclub

der_theoretikerclubDer erste Band einer neuen Reihe von Anja Janotta ist Ende August 2016 erschienen. Diesmal wird nicht mit ‚Borten und Wuchstaben‚ jongliert, so wie bei „Linkslesestärke“ (zur Rezension) oder „Linkslesemut“ (klick zur Rezension), sondern eher mit Codes. Dieses Kinderbuch ist äußerst witzig und ich musste bei der Lektüre oft aufpassen, nicht zu laut zu lachen, sonst hätte ich meine zwei Jungs aufgeweckt. Ganz toll ist am inneren Buchdeckel gleich mal die Charakteristik von den HauptdarstellerInnen, angefangen von Linus Kurz über Albert Langhans und den süßen Knut Jenssen, der irgendwie noch ein Baby mit seinen 8,73 Jahren ist. Alle anderen sind schon 12 beziehungsweise dreizehn Jahre alt und wissen sehr viel über das Leben 😉

Lesefaule – ich weiß, ich weiß, ihr habt einfach noch nicht das richtige Buch gefunden – kommen hier auch voll auf ihre Kosten, denn zwischen dem Fließtext gibt’s auch Blogeinträge und sogar Chats (da fliegen die Seiten nur so dahin). Und wer mal eine Lesepause braucht, kann sich das Daumenkino (wie genial ist das denn??) anschauen. Aber bitte vorher die Seite merken und das Lesezeichen rausnehmen, sonst wisst ihr womöglich nicht mehr, wo ihr wart!

Wer trotz dieser Buchvorstellung – oder gerade deswegen – noch eine Entscheidungshilfe braucht, kann ja mal auf die Homepage des Theoretikerclubs schauen. Dazu müsst ihr einfach nur H I E R klicken.

Danke an Anja Janotta für dieses überaus lustige und ausgeklügelte Buch. Freu mich auf Teil zwei!

Buchinfos

Autorin: Anja Janotta 
Buchtitel: Der Theoretikerclub
Verlag: cbt
erschienen: 29.8.2016
ISBN: 978-3-570-16435-8
Seitenanzahl: 256 Seiten
Genre: Kinderbuch
empfohlenes Lesealter: ab 11 Jahren 
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Rezension | Patterson, James und Tebbetts, Chris: School Survival. Ferien sind nichts für Feiglinge

Patterson4_25087_MR.inddIch kannte James Patterson nur von der „Women’s Murder Club“-Serie und habe da ‚Unlucky 13‘ gelesen (mit einem Klick zur Rezension). Vom Lesepublikum her etwas anders als die Reihe rund um Rafe Khatchadorian, dessen Campleiter seinen Namen einfach nicht aussprechen kann oder will. Aber dazu später mehr.

Mit „School Survival“ bringt Patterson gemeinsam mit Chris Tebbetts eine Buchreihe für junge Buben raus. Jeder einzelne Band kann für sich gelesen werden und die Illustrationen, welche im Comic-Stil gehalten werden, eignen sich toll für Lesepausen zwischendurch. 11-jährigen Jungs wird’s eventuell nach ein paar Seiten Text schon zu viel und sie legen das Buch zur Seite, um sich wieder einem Playstation- oder anderem Konsolenspiel zu widmen. Doch bei der Serie „Middle School“, wie sie im Original heißt, könnte bei manch einem ein Lesefeuer entfacht werden. Und Stoff genug, um dauerhaft mit literarischen Dingen versorgt zu werden, liefert der Autor, denn bereits das achte Buch erscheint im Oktober 2016, zwar auf Englisch, aber ich bin mir sicher, dass nach diesem vierten Band auf Deutsch noch weitere Übersetzungen folgen werden.

Worum geht’s?

Rafe Khatchadorian soll mit seiner Schwester gemeinsam die Ferien im Camp Wannamorra verbringen, natürlich dann doch getrennt voneinander, da Burschen und Mädels ja nicht zusammen sein dürfen. Rafe wird der Bisamrattenhütte zugeteilt und seine neuen Campkameraden werden von den Rotfüchsen nur ‚Totes Fleisch‘ genannt. Ärger ist da auf jeden Fall vorprogrammiert, aber eigentlich ist es doch ganz gut, denn den ganzen Tag nur Nachhilfe in Mathe oder Biologie zu bekommen, ist auf Dauer dann doch ziemlich langweilig. Obwohl Rafes Mathelehrerin ganz süß zu sein scheint … Und der Campleiter kann Rafes Nachnamen einfach nicht aussprechen 😉

Der Stil des Buches ist – kindgerecht – einfach gehalten und die Illustrationen zwischendurch lockern das Werk regelrecht auf. Ein wenig verwundert hat mich die Seitenanzahl des Werkes, da 320 wohl doch abschreckend wirken kann. Und tatsächlich finden sich mitten in der Lektüre ein paar Passagen, die man getrost hätte weglassen können, dann wäre noch genug Leseatem für das dann doch spannende und überraschende sowie berührende Finish geblieben.

Buchinfos

Autoren: James Patterson und Chris Tebbetts
Titel: School Survival. Ferien sind nichts für Feiglinge
Verlag: Hanser
erschienen: 22.02.2016
ISBN: 978-3-446-25087-1
Seitenanzahl: 320
Genre: Kinderliteratur | illustrierter Kinderroman | Comic
empfohlenes Lesealter: ab 11 Jahren
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mein Dank für das Rezensionsexemplar geht an den Hanser Verlag sowie an Vorablesen.de

Rezension | Zillgens, Gerlis: Yolo, der wild gewordene Pudding und Jo Zwometerzwo

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Buchcover ©loewe Verlag

Es passiert nicht sehr oft, dass ich ein Buch in einem Rutsch durchlese, da ich mangels längeren Zeitfenstern gar nicht dazu komme. Doch hier machte ich eine Ausnahme, denn das von Gerlis Zillgens geschriebene Jugendbuch ist grenzgenial.

Es geht um ein Mädl, Yolo, die eigentlich Yoko heißt und schon viel früher ihren Namen in Yolo umänderte, noch lange bevor die vier Buchstaben zum Jugendwort des Jahres 2012 gekürt wurden. Ihre beste Freundin Paula lebt in Australien und Yolo ist furchtbar in einen Typen namens Jo Zwometerzwo verliebt, der aber keine Augen für die bloggende Tramperin hat. Was es mit Pudding auf sich hat, verrate ich an dieser Stelle nicht, das könnt ihr dann selbst nachlesen.

Und wenn ihr dann auch so begeistert seid wie ich – und ich verspreche, dass ihr es sein werdet! – gibt es noch einen Grund zur Freude, denn am 14. Jänner 2015 kommt der zweite Band von Yolo raus …

Übrigens hat das Buch ganz tolle Illustrationen von Laura Rosendorfer und auf der Webseite des Verlages kann man sogar einen Blick hineinwerfen (hier klicken, um direkt zur Buchseite zu kommen).

Endlich wieder mal ein durch und durch gelungenes Jugendbuch in allen möglichen Sparten –  Sprache, Handlung, Illustration. Pefekt!

Buchdetails
Autorin: Gerlis Zillgens
Illustratorin: Laura Rosendorfer
Buchtitel: Yolo, der wild gewordene Pudding und Jo Zwometerzwo
Verlag: loewe Verlag
erschienen: 2014
Seitenanzahl: 224
ISBN: 978-3-7855-7986-2
empfohlenes Lesealter: ab 11 Jahren

 

Rezension | Farrant, Natasha: Die Geschwister Gadsby

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‚Die Geschwister Gadsby‘ ist der erste Teil einer Serie, die von der Britin Natasha Farrant geschrieben wurde. Der zweite Teil mit dem Namen „Flora in Love“ ist erst letzte Woche in England erschienen und wird hoffentlich bald den Weg in unsere Büchergeschäfte finden. Im englischen Original wird die Reihe übrigens mit „Die Tagebücher der Bluebell Gadsby“ (The Diaries of Bluebell Gadsby) übertitelt, was auch Sinn macht, denn es wird aus Sicht der etwas schüchternen aber sehr liebenswerten Bluebell geschrieben. Außerdem finden sich im Buch 20 Regieanweisungen, die Bluebell als Kameramann (sic!) ausweisen. Sie liebt es, ihre chaotische Familie, die Ratten im Garten oder ihren Nachbarn zu filmen. Natürlich schafft sie es, auch in ungünstigen Momenten ihre Kamera laufen zu lassen, was den Lesern viel Einblick verschafft.

Die Familie

 Es ist gar nicht so einfach, die ganze Familie zu charakterisieren, es sind einfach zu viele davon. Aber einen Versuch ist es wert. Die Eltern der Geschwister Gadsby reisen jobmäßig ständig herum und sind kaum zu Hause. Deshalb haben sie ein Au-Pair organisiert – Zoran – der sich nicht nur um den Haushalt kümmert, sondern die gesamte Kindererziehung übernimmt. Flora ist die älteste der Geschwister, 16 Jahre und trägt lustige Figuren. Sie ist die coole und scheint über den Dingen zu stehen. Dann kommt Bluebell, die eine Zwillingsschwester (Iris) hatte, die leider bei einem Unfall ums Leben kam. Und dann sind da noch Twig und Jas, die „Kleinen“, die gegen Ende des Buches nochmal richtig einen drauf machen und damit die gesamte Familie zur Besorgnis treiben.

Die Großmutter der Kinder lebt nicht in London, sondern in Devon und möchte ihre Enkel am liebsten rund um die Uhr mit Outdoor-Aktivitäten eindecken, da die Luft in der Großstadt ja sooo schlecht ist. Im Grunde genommen ist sie eine liebenswürdige Person.

Der Nachbarsjunge Joss verdreht zuerst Bluebell, dann auch noch Flora den Kopf und sorgt für ein angespanntes Verhältnis zwischen den beiden Schwestern. Und Jake, von dem Bluebell eine private Skateboardstunde erhält, sollte eigentlich mehr Platz im Roman bekommen, aber leider wird nicht sehr auf Jake und Blue eingegangen. Vielleicht passiert das ja dann im nächsten Band?

Alles in allem ein abwechslungsreicher Roman für Kinder ab ca. 11 Jahren, die gerne Fortsetzungen lesen, denn die kommt bestimmt!

Buchdetails
Autorin: Natasha Farrant
Titel: Die Geschwister Gadsby
Verlag: Carlsen
erschienen: 2014
Format: Hardcover
Seitenanzahl: 256
ISBN: 978-3-551-58311-6
Preis: D € 15,90 | A € 16,40 | CH sFr 22,90
direkt zum Buch: bitte hier klicken