Schlagwort-Archive: Buchrezension

Rezension | Strunz, Ulrich: Forever schlank | LowCarb

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Ich beschäftige mich schon länger mit den Themen Ernährung und ‚Diäten‘ und war deshalb auch sehr gespannt, wie Keto beziehungsweise No Carb funktionieren sollen. Zuvor hatte ich mich dem LowCarb-Stil genähert und dachte, da kann man doch ganz einfach anschließen. Doch so leicht war’s dann doch nicht.  Rezension | Strunz, Ulrich: Forever schlank | LowCarb weiterlesen

Rezension | Schmollack, Simone: Und er wird es wieder tun

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Gewalt in der Partnerschaft, so lautet der Untertitel des im Mai 2017 im Westend Verlag erschienenen Buches und befasst sich eben genau mit diesem Thema. Dabei wird nicht nur auf körperliche Gewalt, die von Männern an Frauen ausgeübt wird, eingegangen, sondern viele verschiedene Gewalt-Szenen beschrieben. Simone Schmollack hat für dieses Buch einige Frauenhäuser besucht und alle Namen geändert.  Rezension | Schmollack, Simone: Und er wird es wieder tun weiterlesen

Rezension | Misik, Robert: Christian Kern

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Im Oktober 2017 wird in Österreich neu gewählt und selbst wenn es Christian Kern mit der SPÖ nicht an die Spitze schafft, so hat Autor Robert Misik doch ein sehr persönliches und einzigartiges politisches Porträt über den derzeitigen Bundeskanzler verfasst.

Christian Kern, ein Arbeiterkind aus Simmering, wie er im Buch bezeichnet wird, war Manager der ÖBB, bevor er auf einmal zum Bundeskanzler wurde. Ein Mann aus der Wirtschaft, mit Wurzeln in der Sozialdemokratie, offen für Neues und sich für den Mittelstand einsetzend, so wird er durchgehend beschrieben. Einen Einblick ins Elternhaus, in die jungen Jahre des Kanzlers und Familienmenschen bekommt man ebenso geliefert wie die Beschreibung, wie Kern eigentlich so ist. Die Darstellungen von Misik sind allesamt nachvollziehbar, manchmal lächelt man über Passagen, anderes bewundert man und ist (positiv) überrascht.

Dieses politische Porträt ist zu einem taktisch klugen Zeitpunkt erschienen, denn so erfährt die Leserin/der Leser, wer hinter der öffentlichen Person Christian Kern steckt. Misiks Schreibstil ist ein sehr lockerer und er versucht, Kern nicht in den Himmel zu loben, was ihm manchmal sichtlich schwer fällt, denn das Porträt ist ein sehr freundliches und positives. Als Freund und (politischer) Berater Kerns kann er vermutlich auch gar nicht anders. Jedenfalls ist es ein interessantes Porträt und keine Biographie, die auch ein politisch uninteressierter Mensch lesen kann, ohne dabei einzuschlafen. Und für die Literaten unter uns dient Misik auch mit Jelinek-Zitaten.

Buchinfos

Autor: Robert Misik
Titel: Christian Kern. Ein politisches Porträt
Verlag: Residenz
erschienen: 18.05.2017
ISBN: 978-3-70173-411-5
Seitenanzahl: 192
Genre: politisches Porträt | biographieähnlich

Rezension | Theils, Lone: Die Mädchen von der Englandfähre

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Genau an meinem Geburtstag erschien dieses Krimidebüt der dänischen Autorin Lone Theils. Der Titel des Buches, „Die Mädchen von der Englandfähre“, verrät noch nicht sehr viel, allerdings wird sofort die Neugierde geweckt. Das als Kriminalroman – vor allem wegen der journalistischen Ermittlerin Nora Sand – betitelte Werk entpuppt sich gegen Ende hin immer mehr als Thriller und ist, soviel möchte ich gleich zu Beginn verraten, nichts für Zartbesaitete.

Nora Sand ist Journalistin und kommt in Besitz eines alten Koffers. Nach dessen Öffnung stößt sie auf Bilder, die junge Damen zeigen. Sehr bald kann sie auch die Identätit der beiden herausfinden:  Däninnen, Lulu und Liesbeth, die auf der Englandfähre einfach verschwunden sind und nie wieder gefunden wurden. Nora lebt in England und kommt ursprünglich aus Dänemark, so kann sie sich auch mit den Verwandten und Bekannten der beiden Verschollenen unterhalten, denn sie will einen Artikel in der Zeitung Globus bringen, für die sie arbeitet. Nach und nach gerät sie immer weiter in die Geschichte hinein und alles deutet darauf hin, dass der Frauenmörder Bill Hix dahinter stecken könnte. Neben diesem Handlungsstrang gibt es auch noch einen romantischen, denn Andreas, der in jungen Jahren unglücklich in Nora verliebt war, kreuzt auf einmal in London auf.

Die Kapitel sind sehr kurz gehalten und vor jedem Abschnitt sagte ich mir: „Nur noch ein Kapitel!“ Es spricht fürs Buch, dass es nie bei einem Kapitel geblieben ist, denn es war mitunter richtig spannend und der Leser/die Leserin wird wissen wollen, wie es weitergeht. Passagen, die langatmig werden könnten, gab es während der Lektüre kaum und die Kriminalgeschichte löst sich gut auf, auch wenn es einen Vorfall in Wolfhall, dem Gefängnis, in dem Bill Hix seine lebenslange Haftstrafe absitzt, gegeben hat, den man wohl in der Realität (hoffentlich) nicht findet.

Für Krimifans und Thrillerbegeisterte ein wahrer Genuss und vor allem auch ein kurzweiliger, schnell zu lesender Roman.

Vielen Dank für das tolle Rezensionsexemplar!

Buchinfos

Autorin: Lone Theils
Titel: Die Mädchen von der Englandfähre
Verlag: rororo (Rowohlt)
erschienen: 19.05.2017
ISBN: 978-3-499-27253-0
Seitenanzahl: 432
Genre: Krimi | Thriller

Rezension | LowCarb – Der 3-Wochen-Plan

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Tanja Dostal hat im Bassermann-Verlag ein schlankes Buch für einen ’schlanken Preis‘ geschrieben, und zwar ein drei Wochen andauerndes Programm zur Ernährungsumstellung. Ganz klar kommt es zwar nicht heraus, dass es sich hierbei eben um eine Ernährungsform handelt, die beibehalten werden sollte, um langfristig Erfolge damit zu erzielen. Wenn man mit einer Diät beginnt und sie dann nach drei Wochen wieder lässt, dann wird man vermutlich das ein oder andere Kilo wieder auf den Rippen haben. Hier kann man sich praktisch in das Feld der kohlenhydratarmen Ernährung einlesen und das Buch drei Wochen lang als Unterstützung für die Umstellung verwenden.  Rezension | LowCarb – Der 3-Wochen-Plan weiterlesen

Rezension | Kreslehner, Gabi und Ballhaus, Verena: Duhuu? Hast du mich lieb?

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Ich kenne Gabi Kreslehner als Autorin schon länger, zum Beispiel von „In meinem Spanienland“ oder „PaulaPaulTom ans Meer“ (hier geht’s zur Rezension). Das waren beides Bücher, die eher ein älteres kindliches Lesepublikum ansprechen. Mit „Duhuu? Hast du mich lieb?“ hat sich die Autorin in die Kinderbuchecke geschmuggelt, aber auch hier findet sie einen geeigneten Platz.

Mein Sohn hat zwar noch nicht gefragt, ob ich ihn lieb habe – vermutlich, weil wir ihm die Worte so oft sagen – aber das Buch gefällt ihm und mir trotzdem. Als ich es zum ersten Mal in Händen hielt, war ich mir allerdings nicht sicher, ob ich es mag, denn das Werk kommt mit sehr wenigen Wörtern aus und die Illustrationen von Verena Ballhaus sind gewöhnungsbedürftig und wirken nicht so kindlich beziehungsweise kindgerecht wie manch andere. Dennoch verursacht das Buch Gänsehaut und lässt Erwachsene ihre eigene Kindheit ’spüren‘. Dabei funktioniert das Buch immer auf die selbe Weise, nämlich das Kind fragt: „Hast du mich lieb“ – die Antwort kommt prompt und sofort und auch illustratorisch wunderbar hervorgehoben und lautet: „Ja“. Frage: „Immer?“ – Antwort: „Immer.“ Die Fragen variieren zwar etwas, aber die Essenz ist immer die selbe, nämlich das geliebt werden.

Das Buch kann man wunderbar verschenken, vielleicht zur Taufe oder Namensfeier, zur Geburt oder zum Geburtstag. Selbst die negativen Gefühle werden super dargestellt und finden berechtigterweise Platz (Wut, Zorn, Trauer), ebenso die positiven (Neugierde, Glück, Fantasie). Ein Buch, welches Mut macht, Rückhalt gibt, Gewissheit schafft: Ja, ich werde geliebt.

Buchinfos

Autorin: Gabi Kreslehner
Illustratorin: Verne Ballhaus
Titel: Duhuu? Hast du mich lieb?
Verlag: tyrolia
erschienen: 2017
ISBN: 978-3-7022-3584-0
Seitenanzahl: 26 Seiten
Genre: Kinderbuch | Geschenkbuch
empfohlenes Lesealter: ab 3 Jahren

Rezension | Karasek, Hellmuth: Nach dem Krieg

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Auf dieses Buch hat mich meine Tante aufmerksam gemacht und der Europaverlag hat Buchwelt.co.at dankenswerterweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Der Untertitel des Hardcovers, welches im Herbst 2016 erschienen ist, lautet: ‚Wie wir Amerikaner wurden‘ – genau dieser Satz ist im letzten der 53 Kapitelüberschriften enthalten. Das Inhaltsverzeichnis bietet eine schnelle Übersicht und ein leichtes Auffinden der gewünschten Seitenanzahl, sodass ein Lesebändchen zwar praktisch wäre, aber hier überflüssig ist. Dr. Armgard Seegers-Karasek, die Frau von Hellmuth Karasek, schreibt das Vorwort, indem sie mitteilt, dass ihr Gatte im Sommer 2016 verstorben sei und Michael Seufert das Buch fertiggestellt habe.  Rezension | Karasek, Hellmuth: Nach dem Krieg weiterlesen

Gastrezension | Vargas, Fred: Die Nacht des Zorns

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Meine Mama war wieder aktiv 🙂 Vielen Dank für die Beschreibung und für die Hintergrundinfos. Hier ihre Rezension:
[…] Hier noch eine Beschreibung, eines auch tollen Krimis, von Fred Vargas, die eigentlich Frederique Audoin-Rouzeau heißt.
Eine kleine Anekdote dazu ist, dass sie viele Manuskripte an verschiedene Verlage geschickt hat unter ihrem richtigen Namen; diese Manuskripte wurden alle zurück geschickt, aber als sie unter dem Pseudonym Fred Vargas dieselben Romane einschickte, wurden auf einmal die Krimis interessant und sie ist seither eine, außerdem mit dem europäischen Krimipreis 2012 ausgezeichnete Autorin!
Fred Vargas ist der Künstlername der französischen Schriftstellerin, Historikerin, Mittelalterarchäologin und Archäozoologin Frédérique Audoin-Rouzeau. Das Pseudonym entstand aus der Abkürzung ihres Vornamens und dem Nachnamen der Filmfigur „Maria Vargas“ (Ava Gardner im Film „Die barfüßige Gräfin“).
Im Mittelpunkt vieler ihrer Kriminalromane steht der französische Kommissar Jean-Baptiste Adamsberg, sowie auch in diesem Krimi:
Die Nacht des Zornes:
Ein mittelalterlicher Mythos führt Kommissar Adamsberg in die dunklen Wälder der Normandie. Die junge Lina hat unheimliche Reiter vorbeiziehen sehen,  das „wütende Heer“, in ihrer Gewalt 4 Menschen, deren Tage – der Sage nach – gezählt sind. Und tatsächlich dauert es nicht lange, bis das erste Opfer stirbt. Adamsberg ahnt, dass sich jemand der Legende bedient, um ungestört zu morden.
Sehr klug, spannend und teilweise so gruselig, dass man einfach nicht aufhören kann zu lesen und so erzählt, dass ich meinte selber in der Normandie zu sein! Diese Landschaft in Frankreich werde ich sicher mal besuchen; hab ich mir zumindest vorgenommen 😉
WAZ: Ihre Poesie und ihr Witz prickeln wie Champagner > dem kann ich nur zustimmen (obwohl ich keinen Champagner trinke 😉
 Buchinfos

AutorIN: Fred Vargas
Titel: Die Nacht des Zorns
Verlag: Aufbau Taschenbuch
erschienen: 2012
ISBN: 978-3-7466-2937-7 
Seitenanzahl: 454 Seiten
Genre: Krimi

Rezension | Börjlind, Cilla und Rolf: Schlaflied

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Mit „Schlaflied“ dachte ich, einen Kriminalroman der Extraklasse in der Hand zu halten, denn irgendwie erwartete ich mir von zwei Autoren, die einen schwedischen Namen tragen, Hochspannung. Über große Strecken des Buches gelang es auch, mich bei Laune und vor allem bei der Stange zu halten, sodass ich es kaum wagte, das Buch aus den Händen zu legen und manchmal sogar die Uhrzeit vergaß. Allerdings gab es leider auch diese Momente, an denen gar nichts weiterging und ich mich fragte: Was tun die da bloß in Rumänien? Warum fährt er [Stilton] jetzt alleine dorthin? Wieso müssen so viele neue Namen eingeführt und noch mehr Handlungsorte und -stränge eingebaut werden? Gegen Ende war ich dann aber wieder versöhnt und schwankte zwischen drei und vier Sternen, blieb dann aber bei der niedrigeren Bewertung, da ich teilweise eben nicht gut rein- und weiterkam.

Der Inhalt beschäftigt sich mit einem aktuellen Thema, nämlich der Flüchtlingswelle, die Schweden auch erreicht hat. Neben freiwilligen HelferInnen, die sogar Familien aufs Hausboot holen, gibt es auch Leute, die sich über fremde Menschen, aber auch Schweden mit nicht ganz so „normalen“ Berufen aufregen. Das Ermittlerteam besteht unter anderen aus Mette (Chefin), Lisa, Olivia und Tom, wobei letztere gemeinsam zum Einsatz kommen. Ganz zu Beginn des Buches ist eigentlich die spannendste und zugleich abgebrühteste Szene des Buches zu finden, welche sich erst im Schlusssatz auflöst – also bitte nicht nach hinten blättern. Und meiner Meinung nach passt die Szene weder gut zum Rest des Buches, noch zu dem Akteur, der darin vorkommt und im Endeffekt Selbstjustiz ausübt. Alles in allem würde ich sagen, dass mir der Krimi gut gefallen hat, aber manche Kapitel verstörend waren, da sie sich nicht so gut in die Szenerie eingefügt haben, wie ich mir das erwartet hätte.

Buchinfos

Autoren: Cilla und Rolf Börjlind
Titel: Schlaflied (#4 der Rönning/Stilton-Serie)
Verlag: btb
erschienen: 20.02.2017
ISBN: 978-3-442-75716-9
Seitenanzahl: 576 Seiten
Genre: Krimi | Serie 

Gastrezension | Adler-Olsen, Jussi: Schändung

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Nun werden die Beiträge meiner Mama Brigitte auch unter ihrem Namen veröffentlicht. Ich hoffe, das funktioniert so, wie ich mir das vorstelle 😉 Vielen Dank auch wieder an sie, die in Jussi Adler-Olsen einen tollen Krimiautoren gefunden hat. Hier kommen ihre Eindrücke, untermalt vom Klappentext des Buches: Gastrezension | Adler-Olsen, Jussi: Schändung weiterlesen