Schlagwort-Archive: roman

Rezension | Perry, Sarah: Die Schlange von Essex

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Wer den britischen Buchpreis für den besten Roman des Jahres 2017 bekommt, muss schon einiges auf dem Kasten haben. Der Titel „Die Schlange von Essex“ kann auf mehrere Weisen interpretiert werden und ist sogar auf dem Hardcover als Schlangenmuster ertastbar gezeichnet. Das orangefarbene Lesebändchen hilft dabei, die aktuelle Seite wiederzufinden, was bei knapp 500 nicht immer so leicht ist.  Rezension | Perry, Sarah: Die Schlange von Essex weiterlesen

Rezension | Boyne, John: Der Junge auf dem Berg

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Den Roman „Der Junge auf dem Berg“ habe ich verschlungen und bin dank meiner Mama auf dieses Buch aufmerksam geworden. Sie hat den Vorgängerroman, „Der Junge im gestreiften Pyjama“ als Verfilmung gesehen und fand ihn so schockierend, dass sie den Titel eines Nachmittages einfach zusammenhanglos gesagt hat. Das machte mich extrem neugierig und so kam es dazu, dass ich den neuen Roman von John Boyne gelesen habe.

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Rezension Jugendbuch | Puhlfürst, Claudia: Fürchte die Nacht

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Beim Genre Thriller stellen sich mir alle Haare auf und dennoch lese ich gerne Romane dieser Sparte. Dass es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt, macht es mir auch ein wenig leichter, da die Spannungskomponenten zwar vorhanden, aber ausbaufähig sind. Gefürchtet hab ich mich – zugegeben – stellenweise schon etwas, aber der große Schreck blieb aus. Dafür wurde ich von den charakterlichen Schwächen der Figuren ein wenig enttäuscht und das Ende ließ mich unbefriedigt zurück.  Rezension Jugendbuch | Puhlfürst, Claudia: Fürchte die Nacht weiterlesen

Rezension | Autissier, Isabelle: Herz auf Eis

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Was hab ich da bloß wieder gelesen? Einen Roman, bei dem es mich öfter mal abschüttelte, man aber doch nicht weglesen kann. Manchmal haben Filme schon einen Vorteil, aber Szenen aus Büchern so zu überspringen, wenn sie wie aus dem Nichts auf einmal in den Mittelpunkt rücken  und man gar keine  Wahl hat – man liest es einfach. Und erschaudert, erschrickt – ist wie in einem Sog gefangen. Einige Szenen des Romans kommen in einer schier gewaltigen Welle daher, obwohl sie gekonnt nüchtern und urplötzlich auftauchen. Etwas unvorhersehbares Banales von solch immenser Wirkung habe ich selten gelesen.

Der Klappentext beziehungsweise die Inhaltsangabe auf der Verlagshomepage verrät den groben Inhalt und ich möchte ihn euch nicht vorenthalten:

Sie sind jung und verliebt und haben alles, was sie brauchen. Aber ihr Pariser Leben langweilt sie, also nehmen Louise und Ludovic ein Sabbatjahr und umsegeln die Welt. Bei einem Ausflug auf eine unbewohnte Insel vor Kap Hoorn reißt ein Sturm ihre Jacht und damit jegliche Verbindung zur Außenwelt mit sich fort. Was als kleiner Ausbruch aus dem Alltagsleben moderner Großstädter gedacht war, mündet urplötzlich in einen existenziellen Kampf gegen Hunger und Kälte. Nicht weniger aufreibend ist das psychologische Drama, das sich zwischen den Partnern entspinnt. Wer trägt die Schuld an der Misere? Wer behält die Nerven und trifft die richtigen Entscheidungen? Und was wird aus der Liebe, wenn es ums nackte Überleben geht? Herz auf Eis ist ein Psychothriller der Emotionen – und die einsame Insel ein Sinnbild für alle großen Herausforderungen, denen sich die Liebe zuweilen stellen muss.

Gegliedert ist der Roman in zwei Teile, wobei der erste „Dort“ und der zweite „Hier“ heißen. Auch schriftstellerische Nuancen gibt es zwischen den Abschnitten, was vermutlich beabsichtigt war.

Ich bin froh und schockiert zugleich, diesen Roman, der sich wie ein Psychothriller lesen lässt, in meine Favoritenliste eintragen zu können!

Buchinfos

Autorin: Isabelle Autissier
Titel: Herz auf Eis
Verlag: mare
erschienen: 7.3.2017
ISBN: 978-3-86648-256-2
Seitenanzahl: 224
Genre: Roman | Psychothriller | Überlebensdrama

Rezension | Lindgren, Minna: Rotwein für drei alte Damen

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Als ich den Titel und das Buchcover das erste Mal gesehen habe, wusste ich, dass ich den Roman von Minna Lindgren lesen wollte. Jetzt bin ich damit fertig (also schon vor zwei Wochen), aber immer noch am Überlegen, ob ich Teil zwei und bald auch den letzten Band lesen soll oder nicht. Das Buch war gut und ich fand es stellenweise richtig lustig, allerdings fand ich einige Seiten doch sehr langatmig und mühsam zu lesen. Über ältere Menschen mit ihren (Demenz)Problemen zu lesen, kann einen wahrlich entschleunigen. Vielleicht ist es genau das, was mich an diesem Buch etwas stört, da ich mir beim Lesen des Titels eine Verfolgungsjagd sondergleichen vorgestellt habe. Dennoch ist die Geschichte rund um die über 90-jährigen Damen Sirii, Irma und Anna-Lisa eine Bereicherung für Bibliotheken, denn nicht nur das Cover ist schön, sondern auch der Fortgang der Geschichte, die sich in einer Seniorenresidenz in Finnland ereignet. Die Schilderungen genau dieser machen das Buch spannend und interessant, denn genauso stellt man sich Altersheime wie das „Abendhain“ vor.

Hach, was sollˋs, ich glaub, ich werde die Folgebände auch noch lesen! Rezensionen folgen dann natürlich!

Buchinfos

Autorin: Minna Lindgren
Titel: Rotwein für drei alte Damen (Teil 1 von 3)
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
erschienen: 2016
ISNB: 978-3-462-04724-0
Seitenanzahl: 288
Genre: Roman | Serie

Rezension eBook | Hövekamp, Kathrin: Viereinhalb Minuten

Ich tu mir grad sehr schwer, dieses Buch zu rezensieren, da die Autorin es 1. als eBook und 2. bei Amazon exklusiv anbietet. Warum ich es überhaupt gelesen habe? Weil mich die Inhaltsangabe gefesselt hat und die Autorin bei LovelyBooks Leseexemplare verlost hat. Hab‘ keinen Kindle und bekam es dankenswerterweise als epub.

Bei „viereinhalb Minuten“ handelt es sich um einen Roman für Jugendliche, der sich auf der Gefühlsebene abspielt. Die zweieiigen Zwillinge Lu und Flo sind ziemlich unterschiedlich, haben eigentlich gar nichts gemeinsam und deshalb macht es auch Sinn, den beiden Mädls abwechselnd Kapitel zuzuteilen, wo sie aus dem jeweiligen persönlichen Blickwinkel ihre eigene Geschichte erzählen. Es geht um Jungs (Max, Alex – verdammt schwer, die Namen zu Beginn zu unterscheiden), Alkohol, Schule und Freundschaft. Der Roman ist flüssig geschrieben, liest sich extrem schnell und hat genau die richtige Länge. Gegen Ende konnte ich mich dann auch schon auf die Charaktere einlassen, was zu Beginn leider noch nicht ganz funktioniert hat. Ich denke, dass hier sogar eine Fortsetzung Sinn macht, da die Zwillinge noch einiges in ihrem Leben vor sich haben könnten – und mir hat’s wirklich gut gefallen.

Wer also eBooks mag  und auch grundsätzlich ein Amazon-Konto besitzt, dem kann ich das Buch gut und gerne  empfehlen! Kostet mit kindleUnlimited (weiß nicht, was das ist) übrigens € 0,00, sonst ist es für € 2,99 zu haben.

Buchinfos

Autorin: Kathrin Hövekamp
Titel: Viereinhalb Minuten
Verlag: Eigenverlag | eBook bei Amazon
Seitenanzahl: 175 Seiten
Genre: Jugendbuch

Rezension | Ahern, Cecelia: Das Jahr, in dem ich dich traf

das_jahr_in_dem_ich_dich_trafEigentlich war dieses Buch ja gar nicht für meinen Blog geplant, aber da ich zwischen den Jugend-, Kinder-, anspruchsvollen-, Sach- oder Fachbüchern auch mal was einfacheres lesen wollte, kam mir ein Cecelia Ahern-Werk gerade recht. Eines habe ich ja schon auf dem Blog rezensiert (bitte hier klicken, um auf „Der Glasmurmelsammler“ zu kommen), und es war gar nicht mal so schlecht. Dieses hier, ein Pageturner, war ein wenig ärgerlich zu Beginn, da die Protagonistin in Gedanken mit ihrem Nachbarn spricht und ihn direkt mit „du“ anredet. Allerdings legt sich das befremdliche Lesegefühl später und ich habe einige entspannende Stunden damit verbringen können.

Worum es geht? Jasmine hat eine Schwester namens Heather, um die sie sich kümmern möchte, da diese das Down-Syndrom hat. Dann verliert Jasmine ihren Job und hat nun ein Jahr lang Zeit, ihren Nachbarn Matt zu beobachten, denn so lange darf sie für keinen anderen Arbeitgeber werken. Doch plötzlich kommt der Headhunter Monday (weil er an einem Montag geboren wurde) auf sie zu – und der sieht auch noch verdammt gut aus!

Cecelia Ahern ist sicher für viele ein Begriff, spätestens nach der Schnulze „P.S. Ich liebe dich“, bei der sogar meine Schwestern Rotz und Wasser geheult haben (stimmt, oder?). Ich für meinen Teil habe beschlossen, dass dieser Roman der letzte der irischen Autorin war, es ist doch ein bisschen zu sehr Chick-Lit. Allerdings gibt’s jetzt auch eine Dystopie von ihr („Flawed“, Fischer FJB), die es sich vielleicht lohnt zu lesen. Mal schaun, wie sich die nächsten Tage lesetechnisch entwickeln 😉 Oder gibt’s LeserInnen des Blogs, die Flawed schon hinter sich haben und gerne eine Gastrezension auf meinem Blog hinterlassen wollen? Dann immer her damit. Ihr bekommt einen Weleda-Lippenbalsam (unbenutzt)! 😀

Buchinfos

Autorin: Cecelia Ahern
Titel: Das Jahr, in dem ich dich traf
Verlag: Fischer
erschienen: 25.08.2016
ISBN: 978-3-596-52116-6
Seitenanzahl: 512
Genre: Frauenliteratur | Roman | Chick-Lit
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Rezension | Angerer, Ela: Und die Nacht prahlt mit Kometen

und_die_nacht_prahlt_mit_kometenSchon beim Lesen der ersten Kapitel des Buches musste ich an das Lied von The Verve, ‚Bitter Sweet Symphony‘ denken. Vie, die eigentlich Valerie heißt, erlebt mit Bojan alles, was man normalerweise nicht auf dem Plan hat. So wird sie betrogen, misshandelt, angelogen und angeschrien, doch das hält sie nicht davon ab, trotzdem bei ihm zu bleiben – einem Macho sondergleichen, dessen Charme mehrere Frauen berührt. Und die noch leichtsinnige, Anfang 20 jährige Vie, kann einfach nicht ohne ihn. Aber mit ihm ist es keineswegs leichter. Das wird von der mehr als doppelt so alten Valerie in jedem zweiten Kapitel bewiesen, denn nun ist die Frau gefestigt in ihrem Leben, hat einen Job, der ihr gutes Geld bringt und eine Tochter, mit der sie zwar keinen Kontakt hat, aber immerhin weiß, dass sie da ist. Doch eines Tages meldet sich Bojan wieder und scheint Valerie durcheinander zu bringen.

Mit allem, was in dieser Geschichte passiert oder eben nicht, kann der Leser / die Leserin meines Erachtens unterschiedlich viel anfangen. Die Worte, die schreckliche Dinge beschreiben, werden dabei von Ela Angerer so gefühlvoll gewählt, dass man sich zwar ob des Inhaltes erschrickt, doch einfach nur weiterlesen will.

Als Verschnaufpausen gibt es dann zum Glück die Kapitel, die auf die ältere Valerie ausgelegt sind, allerdings ändert sich das gegen Ende dann auch noch, denn es wird richtig spannend. Hineinversetzen konnte ich mich in die junge Vie nicht (und hoffe, dass es nicht viele Frauen können), doch die reifere Frau hat Ideen, die durchaus nachvollziehbar sind.

Ein außerordentlich gutes Werk, welches ich sicher noch ein zweites Mal lesen werde.

Buchinfos

Autorin: Ela Angerer
Titel: Und die Nacht prahlt mit Kometen
Verlag: Aufbau
erschienen: September 2016
Seitenanzahl: 191 Seiten
ISBN: 978-3-351-03647-8 
Genre: Roman
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Gastrezension | Kunrath, Barbara: Schwestern bleiben wir immer

schwestern_bleiben_wir_immerDieses Buch habe ich bei vorablesen.de gewonnen und da meine Mama auch eine begeisterte Leserin und mittlerweile Rezensentin ist, gab ich es ihr gleich mal mit! Und hier sind ihre Eindrücke:

Es geht in diesem Roman um zwei Schwestern, die nicht unterschiedlicher sein können; Katja, die Jüngere, scheint selbstbewusst und unabhängig zu sein, Alexa dagegen fühlt sich schwach; sie hat sich ja immer nur um ihren Mann und die beiden Kinder und nebenbei um ihr zu früh verstorbenes drittes Kind Clara gekümmert!
Nach dem Tod ihrer Mutter kommen die beiden Schwestern darauf, dass ihnen ihre Mutter viel über ihre Vergangenheit verschwiegen hat. Nun machen sich Alexa und Katja gemeinsam auf die Reise um die Wahrheit herauszufinden. In ihrer Familie wurde nie viel über Gefühle gesprochen, aber nachdem die Mutter gestorben ist, die immer kühl und unnahbar war, kommen sich die beiden Schwestern näher.
Ein „rühriges“ Buch, mit einigen emotionalen Eindrücken und doch eher ein langweiliger Roman.
Vielen Dank, liebe Mama, für diese Rezension. Ich hoffe, dass dein nächstes Buch spannender ist!
Buchinfos

Autorin: Barbara Kunrath
Titel: Schwestern bleiben wir immer
Verlag: Ullstein
erschienen: 12.08.2016
ISBN: 9783548288420
Seitenanzahl: 304
Genre: Frauenliteratur | Belletristik | Roman
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Rezension | Graver, Elizabeth: Die Sommer der Porters | Sommer

die_sommer_der_portersGerade noch rechtzeitig Ende August fertig geworden mit der Lektüre zu ‚Die Sommer der Porters‘, einem 464 Seiten starken Roman über Familie, Generationen, den Krieg und einen wunderbaren Ort namens Ashaunt, der für Kindermädchen Bea zur zweiten Heimat wird.

Die einzelnen Kapitel sind unterschiedlich in Stil und Ausführung, behandeln nicht immer chronologisch die Ereignisse und beleuchten mal Bea, mal Helen, mal Charlie – immer aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Die Chronologie hat sich für mich ab der Buchmitte etwas schwierig dargestellt, da ich mit den Zeitsprüngen nicht mehr ganz klar kam, aber dennoch habe ich weitergelesen und wurde dafür am Ende noch belohnt. Der Beginn war für mich am besten – die Geschichte über Bea, deren einzige Aufgabe es ist, auf Janie aufzupassen. Auch den Abschnitt danach, als wir in Brief- und Tagebuchform von Helens Studienleben in der Schweiz erfahren, fand ich sehr gut gemacht. Und dann nicht zu vergessen die LSD-Geschichte von Charlie, die irgendwie lustig zu lesen war, vor allem die Reaktion von Mrs. Porter, der Mutter von Charlie, Jane, Dossy und Helen. Agnes, das zweite Kindermädchen der Familie Porter, versteht sich mit Bea ausgesprochen gut und dass sie beide aus Schottland stammten, ist vielleicht kein Zufall, denn die Frauen wollen im Alter wieder in ihre Heimat zurück, wo auch noch Beas Bruder Callum ‚wartet‘.

Trotz des Covers und des Titels, die beide an einen unbekümmerten Sommerroman denken lassen, liest sich das Werk streckenweise schwermütig, aber dann doch wieder mit einer Leichtigkeit und Frische, dass man sich selbst wie eine Feder fühlt. Wie das Leben halt so spielt – ein Roman, der noch lange nachwirkt und einen Platz in meinem ohnehin schon prall gefüllten Bücherregal erhält.

Buchinfos

Autorin: Elizabeth Graver
Übersetzerin: Juliane Zaubitzer
Titel: Die Sommer der Porters
Verlag: mare
erschienen: Juli 2016
ISBN: 978-3-86648-223-4
Seitenanzahl: 464 Seiten
Genre: Familienroman | Roman | Lebensgeschichte
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