Rezension | Mauz, Christoph: O-Män

© Nilpferd in Residenz | Buchcover

Mit diesem Buch gehe ich in den Endspurt meiner Uni-Arbeit – ein weiteres folgt allerdings noch kommende Woche. „O-Män“ ist im Residenz-Verlag erschienen und ich bekam das Rezensionsexemplar dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt.

Der Inhalt

Otto Odysseus Ondruschka – von vielen Pommfritz genannt – ist ein ganz normaler Junge, der gemeinsam mit Cheyenne Blue und Pfitzner in die Schule geht. Doch er beschließt, dass er ein Superheld werden möchte und so wird aus Otto dann O-Män. Gut, dass Ottos Mutter schneidern kann, denn durch sie kommt er schnell zu seinem Superheldenoutfit. Die Röntgenbrille bastelt er sich selbst und schon wird er in seinen ersten Auftrag als Retter der Nation hineinmanövriert: Er soll den Schüler Pfitzner retten und nebenbei die Invasion der Außerirdischen stoppen. Dabei kommen ihm Menschen zur Hilfe, von denen man keine Superheldenqualitäten erwarten würde…

Die Einteilung der 144 Seiten in 24 Kapitel finde ich toll, denn so kann man nach einem Kapitel das Licht abdrehen und am nächsten Tag weiterlesen. Eine durchschnittliche Seitenanzahl von sechs Seiten pro Kapitel ist für fast alle Kinder machbar 🙂

Der Autor und Extras

Auf der Verlagshomepage kann man den Superheldenrap anhören und dazu singen. Der Text ist auf Seite 140 abgedruckt („Der super O-Män Rap“). Darüber hinaus gibt es auch noch ein Gratis Super-Heft mit O-Män, welches man per E-mail an o-maen[at]gmx.net bestellen kann. Dort gibt’s nützliche Tipps für Superhelden, ein Gewinnspiel und Exklusivinterviews mit z.B. O-Män. Im Buch selbst findet man auch noch eine Postkarte, aus der man sich entweder Bizarre Blitze oder die Super Superhelden-Maske ausschneiden kann – natürlich eignet sich diese Karte auch hervorragend als Lesezeichen.

Der Autor Christoph Mauz, geb. 1971 in Wien, ist Schriftsteller und Interpret. Nicht nur Kinderbücher schreibt er, sondern auch für Kabarett und Theater, außerdem schreibt er die Texte für seine Bluesband und Dialektlyrik für Erwachsene. Zu seiner Homepage geht’s hier (bitte klicken!).

Fazit

Das Buch ist laut Verlagsempfehlung ab einem Alter von zehn Jahren geeignet, was ich auch unterschreiben würde. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und bringen Abwechslung in die Geschichte. Was ich ein bisschen schade finde, sind die „geborgten“ Attribute beziehungsweise Namen. Der Name Cheyenne Blue erinnert sehr an die Tochter eines deutschen Schauspielers und Fräulein Rehlein (die Comicbuchladenbesitzerin) spricht in Yoda-Sätzen, als wäre sie direkt aus Star Wars importiert worden („Zwei Euro es geradeaus macht, das Comicheft, junger Ondruschka!“ – S. 28). Auch die Lösung des Falles, um den sich Otto alias O-Män bemüht, ist sehr einfach und für manche LeserInnen vielleicht etwas unbefriedigend.

Was mir besonders gut gefallen hat, und das liegt wohl an der örtlichen Nähe, ist die Lokalisierung der Geschichte, denn sie spielt im zweiten Wiener Gemeindebezirk und die Straßen und Gassen, die vorkommen, sind alle am Stadtplan wiederzufinden. Vielleicht kann man auch eine Entdeckungstour machen und in die Rotensterngasse Nr. 4 gehen, um den Ort des Geschehens von außen zu betrachten?

Buchdetails

Autor: Christoph Mauz
Buchtitel: O-Män. Fast fantastisch
Verlag: Nilpferd in Residenz
Erscheinungsjahr: 2013, St. Pölten – Salzburg
Seitenanzahl: 144
ISBN: 9783701721207
Preis: € 12,90 | sFr 17,90

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