Rezension | Hassan, Yahya: Yahya Hassan. Gedichte


Ich fange mal bei den Äußerlichkeiten an, denn diese sind schon mal der Hammer. Der Ullstein-Verlag hat mit dem Buch, das schlicht und einfach „Yahya Hassan. Gedichte“ heißt, wortwörtlich ins Schwarze getroffen. Auch das dänische Original sieht gleich aus, was ja nicht immer so ist, wenn man Übersetzungen ins Deutsche veröffentlicht.
Aber nicht nur die Umschlaggestaltung ist es, sondern auch, wie das Buch in der Hand liegt, was mich so gefesselt hat. Der Autor der Gedichte, Yahya Hassan, ist 1995 geboren und ich habe mir sein Alter erst nach dem Lesen der ersten Gedichte angesehen. Ich dachte nicht, dass er sooo jung sei und schon so viel erlebt hat beziehungsweise die Dinge beim Namen nennt.

Auf 176 Seiten, die alle in Blockschrift abgedruckt sind (daran musste ich mich erst mal gewöhnen) erlebt man eine Achterbahnfahrt der Gefühle eines jungen Dänen, der Sohn eines palästinensischen Flüchtlings ist. Besonders hat mich das Gedicht „Vater mein ungeborener Sohn“ (S. 107) berührt. Wie wahr …

Ich finde es auch sehr schwierig, Gedichte aus einer anderen Sprache zu übersetzen, da oft die Würze verloren geht. Das haben Annette Hellmut und Michel Schleh aber ziemlich gut gemacht (okay, ich kenne das Original nicht, aber ich denke, dass es doch gut hinkommt).
Ein Gedichtband also für jeden, der gerne Gedichte liest, sich über das ‚fremde‘ Leben Gedanken macht, verstehen möchte und mitfühlen mag. Top!

Vielen Dank an vorablesen.de und den Ullsteinverlag!

Buchdetails:
Autor: Yahya Hassan
Titel: Yahya Hassan. Gedichte
Verlag: Ullstein
erschienen: März 2014
Seitenanzahl: 176
ISBN: 9783550080838

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