Rezension | Coulombeau, Sophie: Nach allem, was passiert ist

nach allem, was passiert ist
Ein weiteres Buch aus dem Kein & Aber Verlag, welches sich in mein Bücherregal geschlichen hat. Der Klappentext verrät schon einiges:

Vier Erwachsene versetzen sich zurück in ihre Jugend und rekapitulieren die turbulenten Ereignisse nach dem Entschluss, gemeinsam ihre Unschuld zu verlieren. Ihre individuellen Versionen ergänzen oder widersprechen sich. Voller Spannung folgt man jedem neuen Hinweis. Was ist damals wirklich geschehen?

Womit ich nicht ganz einverstanden bin, ist, dass ich voller Spannung jedem neuen Hinweis folgte, denn für mich war es ab der Hälfte nicht mehr wirklich fesselnd. Es geht um vier Erwachsene, die damals in ihrer Jugend etwas erlebt haben, das aus verschiedenen Sichtweisen erzählt wird. Rachel, Damien (Day), Nick und Lizzy werden befragt, aber auch unter anderem Lizzys Eltern, Rachels Vater, der hiesige Pfarrer und die Polizistin von damals. Die abwechselnden Erzählperspektiven sind gut durchdacht und haben ihren Reiz, allerdings verliert das Buch mit zunehmender Seitenanzahl auch genau an diesem.

Die „Tat“, wenn es denn eine war, ist schlimm, keine Frage, doch meiner Meinung nach ist hier zu viel Aufwühlen und Herumkramen in alten Geschichten vorhanden, dass man eben schnell mal die Aufmerksamkeit beim Lesen verliert.

Was absolut positiv bei der Neo-Roman-Autorin Sophie Coulombeau auffällt: Ihr Schreibstil und das Durchhaltevermögen, aus der Geschichte immerhin 256 Seiten rauszuholen.

Buchdetails
Titel: Nach allem, was passiert ist
Autorin: Sophie Coulombeau
Verlag: Kein&Aber
erschienen: 2014
Seitenanzahl: 256
ISBN: 978-3-0369-5690-9

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