Rezension | Lauser, Boris: Go raw – be alive!

go raw - be aliveEin Kochbuch, das sich dem Trend-Thema „Gesunde Ernährung“ widmet, vegane Rezepte liefert (Ausnahme: Honig) und traditionelle Gerichte wie Spaghetti Bolognese auf roh vorstellt. Das sagt der Klappentext:

Rohkost bedeutet nur Salat und Gemüsesticks zu knabbern? Ab jetzt nicht mehr! Denn die „lebendige Nahrung“ wird nun auch kreativ und vielfältig verarbeitet – es wird gemixt & mariniert, gedörrt & gekeimt. Neben einfachen Basic-Gerichten für jeden Tag, wie grüne Smoothies und Zucchini-Pasta, lassen sich auch Klassiker wie Pizza, Lasagne oder Käsekuchen zubereiten – und sind mindestens genauso lecker wie ihre nicht-rohen Vorbilder. Ein großer Einleitungsteil gibt alle nötigen Informationen zu Produkten, Zubereitungsarten, Geräten und Utensilien, die man für den Einstieg in die Rohkostküche benötigt.

Ich selbst habe einige der Rezepte ausprobiert und muss sagen, dass alle äußerst geschmacklich waren. Das ist allerdings auch nicht besonders schwer, wenn man nur hochwertige (Bio-)Produkte verwendet, die halt dann doch teurer in der Anschaffung sind. Soja-Lecithin zum Beispiel findet man ja nicht im Diskonter und ich bezweifle, dass geschälte Hanfsamen bei einem gewöhnlichen Supermarkt in Bio-Qualität erhältlich sind. Da muss man dann schon ins Reformhaus. Und diese Tatsache macht es auch aus, dass man in ländlichen Gegenden ohne Auto und ambitionierten BiomarktbetreiberInnen mit dem Buch wahrscheinlich wenig anfangen kann und wird. Dafür ist’s in einer Großstadt wie Wien einfach, aber eben auch teuer. Für’s alltägliche Kochen kann ich es mir nicht vorstellen, aber ab und zu, quasi als gesunder Rohkosttag oder zu speziellen Anlässen, durchaus praktikabel.

Wenn da nicht die Geräte wären, die man benötigt, um viele dieser Gerichte überhaupt herstellen zu können. Hochleistungsmixer, Spiralschneider oder einen Dörrautomaten haben wahrscheinlich nicht viele Haushalte im Küchenschrank. Ich habe zu meinem letzten Geburtstag eine Küchenmaschine mit Hochleistungsmixer geschenkt bekommen, statt dem Spiralschneider einen Julienne-Schäler (€ 1,99) gekauft und auf den Dörrautomaten verzichte ich – geht auch im Backrohr (unter erheblichem Energiemehraufwand und erhöhter Alarmbereitschaft bei einem Kleinkind).

Wer also die Zusatzgeräte besitzt oder sich anschafft, Stammkunde im Reformhaus ist und noch dazu roh-vegane Speisen liebt, ist mit dem Buch bestens bedient, denn die Rezepte sind super einfach  beschrieben, mit Zeitangaben versehen und durchgehend bebildert. Manche Gerichte brauchen etwas länger für die Zubereitung, vor allem, wenn Getreidesorten keimen müssen. Das kann dann schon mal bis zu vier Tage dauern, bis man mit dem „Kochen“ beginnen kann. Also immer lange genug im Vorhinein planen, dann kann eigentlich nichts schief gehen!

Der Kosmos-Verlag bietet auch eine eigene Buchseite an und es können drei Gerichte probegekocht werden: hier klicken und zur Go raw – be alive! – Seite gelangen.

Falls ihr Fans von Sterne-Bewertungen seid: ich gebe 4 von 5! Abzug wegen der Praktikabilität. Vielen Dank auch an LovelyBooks für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars und für die Durchführung der Februar-Challenge!

Buchdetails

Autor: Boris Lauser
Buchtitel: Go raw – be alive!
Verlag: Kosmos Verlag
Erscheinungsjahr: 2015
Seitenanzahl: 160 Seiten
ISBN: 978-3-440-14358-2
Genre: Kochbuch
Preis:  € 19,99
direkt zur Buchseite: Bitte hier klicken

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