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Bilderbuch Bücher für die Kleinsten

Rezension | Delacroix, Clothilde: Lotte und der Koffer

002_pdf.inddEin schönes Buch für Kinder ab ca. zwei Jahren. Es erinnert mich ein wenig an ‚Erste Wörter‚ und ‚Kind und Katze‚, denn die Buchseiten sind mit verschiedenen Farben hinterlegt und der Text hält sich in Grenzen. So gibt es für die Kleinen einiges zu entdecken und zu benennen.

Der Inhalt

Lotte hat Geburtstag und bekommt von ihren Freunden nur einen Koffer geschenkt. Sie ist sehr enttäuscht, aber als die Rasselbande ihr vorführt, was man alles mit so einem Gepäckstück unternehmen kann, wendet sich das Blatt und sie schläft sogar auf dem Koffer ein.

Infos

Die Autorin Clothilde Delacroix ist eine Grafikerin und schreibt auf Französisch. Lotte heißt in der anderen Sprache Lolotte und wer sich auf ihrer Homepage umschauen möchte, kann das hier tun (bitte klicken).

Nicole Oberholzer hat den Text übersetzt und der Orell Füssli Verlag hat ihn im März 2015 auf Deutsch verlegt, sehr zu meiner Freude! Auch wenn am Buchrücken der Hinweis „Nicht für Kinder unter 3 Jahren geeignet“ angebracht ist, eignet sich ‚Lotte und der Koffer‘ schon für 2-Jährige. Ein nettes Mitbringsel!

Buchdetails
Autorin und Illustratorin: Clothilde Delacroix
Titel: Lotte und der Koffer
Übersetzerin: Nicole Oberholzer
Verlag: Orell Füssli 
erschienen: März 2015
ISBN: 978-3-280-03485-9
Seitenanzahl: 30 Seiten
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empfohlenes Lesealter: ab 2 Jahren
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Rezensionen F

Rezension | Friedmann, John: Das Blaue vom Himmel

das blaue vom himmelEgal ob in Deutschland oder in den Vereinigten Staaten von Amerika – Joshua Spencer und Sophie Marquard sind da und dort Nachbarn. In München bewohnt der US-Außenpolitiker Spencer mit seiner jungen, hübschen Frau April das Anwesen gegenüber des Gebäudes, in dem Sophie eine über 120 m²-große Wohnung ihr eigen nennt. Als sie eines Tages von ihm beim Joggen wortwörtlich über den Haufen gerannt wird, kommt es Sophie grade recht, dass sie zufälligerweise Einblick in den gesamten E-Mail-Verkehr des nicht ganz so treuen Politikers hat. Dies nutzt sie, aus Unverständnis und Wut gegenüber der Reaktion beim Laufen – nämlich null – unverschämt aus und bringt dadurch selbst den Sicherheitschef Pete Delray ins Trudeln. Und das, obwohl Sophie noch immer tieftraurig über den Verlust ihres Mannes ist. Wenn da nicht ihr bester Freund und Helfer Egon Tegern wäre, der eigentlich selbst auch Hilfe bitter nötig hätte, da er grade seine künstlerische Schaffenspause mit Alkohol ertränkt.

Was ist dieses Werk nun? Roman? Thriller? Krimi?

Als reinen Roman würde ich ‚Das blaue vom Himmel‘ nicht abtun, denn er enthält dafür zu viele Crime-Elemente. Und wo, wenn nicht in Miami (Beach), regiert das Millionengeschäft, zu dem Al Berg ein klein wenig beitragen kann. Lügen, Intrigen, Drogenmissbrauch, Beschattung, Untreue und dekadente Parties unter Botox-Behandelten gehören genauso dazu wie eine sanfte Liebesgeschichte.

Der Lesefluss ist schnell, um nicht zu sagen rasant, umso trauriger wurde ich, als ich, trotz des hohen Lesetempos, immer noch auf einige Grammatikschnitzer aufmerksam wurde (dass – das wurde da nicht einmal verwechselt …). Finde ich immer ein wenig schade, wenn’s sonst gut zu lesen war.

Alles in allem kann ich das Buch weiterempfehlen und denke, dass eine Fortsetzung kommen kann / wird.

Vielen Dank an den Autor, an Lovelybooks und den Knaur-Verlag für dieses Leseexemplar!

Buchinfos
Autor: John Friedmann
Titel: Das Blaue vom Himmel
Verlag: Knaur TB
erschienen: Februar 2015
ISBN: 978-3-426-51621-8
Seitenanzahl: 400 Seiten
Genre: Roman (mit Thrillerelementen)
Preis: € 14,99
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Kochbuch Nachhaltigkeit

Rezension | Jünemann, Matthias: Die grüne Adipositas-Kur mit hCG

die grüne adipositas-kur mit hcgRoh und vegan – das ist jetzt in aller Munde. Auch der riva-Verlag hat dieses Thema aufgegriffen und neben diesem Buch auch noch zwei weitere veröffentlicht, die auch mit hCG umgehen. Ich selbst habe hier schon ein Buch aus dem Verlag vorgestellt, und zwar war das ‚Go Vegan‘ (hier klicken, um zur Rezension zu kommen).

Dieses Buch ist anders in zweierlei Hinsicht. Erstens verspricht das Cover irgendwie mehr, als dann im Buch zu finden ist (keine farbigen Bilder – da sehen die vorgestellten Rezepte seeehr langweilig aus) und zweitens wirkt es ein wenig wie ein Selbsthilfebuch des Autors, der seine Erfahrungen in der Ich-Form wiedergibt und auch von sich geschossene Fotos (durchwegs in schwarz-weiß) mit ins Werk fließen lässt. Das ist jetzt irgendwie Geschmacksache, aber ich persönlich finde, dass hier bald mal ein Food-Blog zum Thema „Humanes Choriongonadotropin“ (hCG) mithalten kann.

Positive Aspekte des Buches sind allerdings, dass der Autor auf die China-Studie eingeht, Erklärungen zu den verschiedenen Vegetariertypen gibt, viele Rohkostrezepte anführt und Links zur Vertiefung der Thematik empfiehlt. Für mich war’s leider nichts, aber ich habe mich gefreut, einmal einen Einblick in die Welt des hCG zu bekommen, von dem ich zuvor noch nicht wusste, das es existiert, auch wenn ich selbst schon mal schwanger war 😉

Buchinfos
Autor: Matthias Jünemann
Titel: Die grüne Adipositas-Kur mit hCG
Verlag: riva
erschienen: 2015
ISBN:  978-3-86883-562-5
Seitenanzahl: 240
Genre: Sachbuch Ernährung
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Buchrezension

Kurzrezension | Wood, Jim: Icelandic Morphosyntax and Argument Structure

icelandic morphosyntaxGanz untypisch für mich, ein Sachbuch dieser Größe zu rezensieren, deshalb wird’s auch nur eine Kurzrezension, da ich mich mit der Materie einfach zu wenig auskenne, um hier eine qualitativ hochwertige Abhandlung über die Morphosyntax der isländischen Sprache abzugeben. Dennoch interessiert mich das Thema sehr, da ich ja selbst mal ein paar Semester Isländisch (und Altnordisch) und Germanistik studiert habe.

Für mich war es gleich zu Beginn etwas irritierend, dass hier die Englische Syntax und Morphologie erklärt wird (anhand von ‚Bäumen‘) und erst dann Beispielsätze im Isländischen hinzukamen – ohne ‚Bäume‘. Das Buch basiert auf einer Ph.D.-Arbeit und konzentriert sich vor allem auf das Anhängsel -st, welches im Isländischen scheinbar von spezieller Bedeutung ist. Als Lernende habe ich das allerdings mitgelernt, ohne es näher zu hinterfragen 😉

Auf 316 Seiten bringt Jim Wood also die isländische Morphosyntax und die ‚Argument Structure‘ näher – für  mich zu wissenschaftlich, aber sicher hilfreich, wenn man sich näher mit der isländischen Sprache auseinandersetzen möchte.

Buchdetails
Autor: Jim Wood
 Titel: Icelandic Morphosyntax and Argument Structure
 Verlag: Springer
 erschienen: 2015
 ISBN: 978-3-319-09137-2
 Seitenanzahl: 316 Seiten
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Rezensionen A

Rezension | Abele, Helen: Das Haus hinter dem Maulbeerbaum

Das Haus hinter dem Maulbeerbaum von Helen Abele„Das Haus hinter dem Maulbeerbaum“ von Helen Abele ist am 16. März 2015 erschienen und ich durfte es schon vorab lesen! Da ich auch bei der Blanvalet-Challenge 2015 mitmache, kann ich dieses Buch gleich in die Wertung mit hinein nehmen.

Das Cover beschreibt den Titel schon ganz schön, auch der Inhalt dreht sich rund um das alte Haus, die Ca‘ More. Dort soll die deutsche Architektin Agnes im Auftrag von Michele, einem attraktiven und impulsiven Italiener, das alte Anwesen umbauen. Natürlich kommen sofort Zweifel von den Anwohnern, warum hier wohl eine Deutsche zum Handkuss kommt und als vor der Tür der Architektin plötzlich ein geköpfter Hase liegt, denkt sie daran, aufzugeben. Doch will sie das wirklich? Möchte sie zurück zu ihrem Ehemann, der in Agnes nicht mehr als eine Sekretärin und Hausfrau sieht? Oder soll sie sich dem italienischen Flair hingeben und endlich das tun, was sie schon so lange vorhatte: als Architektin arbeiten.

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Rezensionen M

Rezension | Martin-Lugand, Agnès: Glückliche Menschen küssen auch im Regen

glückliche menschen küssen auch im regenWieder ein neues Buch für die Blanvalet-Challenge 2015, doch auch ohne einen weiteren Punkt bei dieser Herausforderung abgehakt zu haben, las ich das Buch mit Freuden und Tränen. Na gut, ich habe jetzt nicht Rotz und Wasser geheult, aber gedrückt hat es mich schon das ein oder andere Mal, vor allem auch zu Beginn. Diane, die Protagonistin, ist 32 Jahre alt und hat vor einem Jahr Mann und Tochter bei einem Unfall verloren. Sie hat es bis jetzt, trotz tatkräftiger Unterstützung ihres besten Freundes Félix, nicht geschafft, sich wieder aufzurappeln und ihr Leben weiterzuleben, sondern vergräbt sich in ihre Pariser Wohnung und arbeitet nicht mehr, vom Ausgehen ganz zu schweigen. Félix wird es irgendwann mal zu viel und er schlägt der trauernden Witwe vor, in den Urlaub zu fahren, um ein bisschen Ablenkung zu finden. Doch Diane beschließt. sich für einige Monate ins Ausland, nämlich ins regnerische Irland, zu begeben. Warum gerade dorthin? Weil’s ihrem Mann Colin dort gefallen hätte. Dass sie in Irland einen Mann kennen lernt, ist schon klar, wenn man sich Titel und Cover der deutschen Ausgabe ansieht, doch das Wie und Wer und Was muss von den LeserInnen selbst herausgefunden werden. Nur soviel: ein einwandfreies Happy End darf nicht erwartet werden, was andererseits aber wieder toll ist, denn das Leben an sich ist ja nicht nur happy …

Jedes Mal, wenn ich einen Roman lese und ihn nach nur wenigen Stunden weglege, war er entweder zu kurz oder zu leicht geschrieben. Dieses Mal traf beides zu, denn mir hat die Geschichte rund um Diane sehr gut gefallen, wäre allerdings noch ausbaufähig gewesen. Zu leicht geschrieben war er, weil mir der Tiefgang gefehlt hat, das Zwischen-den-Zeilen-Lesen, das „Hoppla, ich habe den Satz nicht verstanden, ich muss nochmal drüber“. Sieht man sich das französische Original-Cover an, würde ich einen tiefsinnigen Roman erwarten, der eher schwerfällig anmutet und die LeserInnen in seinen Bann zieht, doch mit dem deutschen Cover und Titel kann man gut mitgehen in einer leichten, doch angenehm zu lesenden Geschichte.  les gens heureuxAuch der französische Titel „Les gens heureux lisent et boivent du café“ (Glückliche Menschen lesen und trinken Kaffee) ist anders als der Deutsche, trifft aber die Seele des Buches mehr.

Die Autorin, Agnès Martin-Lugand, ist Psychologin und widmet sich seit ihrem Erfolg mit diesem Buch nur noch dem Schreiben. Das Werk wird übrigens verfilmt – könnte mir Gerard Butler und Audrey Tautou als HauptdarstellerInnen vorstellen 😉

Buchdetails
Autorin: Agnès Martin-Lugand
Titel: Glückliche Menschen küssen auch im Regen
Verlag: blanvalet
erschienen: 12.1.2015
Seitenanzahl: 208 Seiten
Genre: (Frauen)Roman
ISBN: 978-3-7645-0528-8
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Rezensionen Jugendbuch

Rezension | Lindner, Lilly: Was fehlt, wenn ich verschwunden bin

was fehlt, wenn ich verschwunden binGleich vorweg: Ich fand das Buch stellenweise nicht ganz so grandios, aber im Allgemeinen kann ich es jeder begeisterten jugendlichen Bücherratte wärmstens empfehlen, schon alleine, weil es sich bei diesem Werk um einen Briefroman handelt. Aber dazu gleich mehr.

Die Autorin Lilly Lindner hat sich mit „Was fehlt, wenn ich verschwunden bin“ in den Jugendbuchsektor gewagt und stand mit ihrem Erstling ‚Splitterfasernackt‘ in den Bestsellerlisten. Auch dieses bei Fischer Anfang 2015 erschienene Werk kann sich sehen und lesen lassen. Die Protagonistinnen April und Phoebe schreiben sich Briefe, aber sie schreiben sich nicht gegenseitig, sondern füreinander. April ist die ältere der beiden Schwestern und musste sich in Anstaltspflege begeben, da sie unter Magersucht leidet. Phoebe, die jüngere, versteht leider gar nicht, warum sie ihre ältere Schwester nicht sehen darf und beginnt deshalb, ihr all ihre Gefühle und Erlebnisse in Briefform zukommen zu lassen. Doch sie erhält keine Antwort – vorerst.

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Challenge Rezensionen K

Rezension | Krätschmar, Tania: Clara und die Granny-Nannys

Clara und die Granny-Nannys von Tania KraetschmarDa ich bei der Blanvalet-Challenge 2015 mitmache, muss natürlich wieder mal ein Roman aus diesem Verlag rezensiert werden. Dieser Titel hat es mir besonders angetan, da  ich nicht gedacht hatte, dass er mir gefallen wird und ich in dann aber in einem Rutsch durch hatte, weil er so leicht und lustig zum Lesen war.

Der Inhalt

Clara möchte einen Schritt in Richtung Selbständigkeit gehen und gründet daher eine Agentur, die ältere Damen an Familien vermittelt, die Hilfe bei der Kindererziehung und im Haushalt brauchen. Also ein Au-Pair auf „alt“. Die „Granny-Nannys“, die Clara für ihren Start anheuert, sind grundverschieden und kommen auch in die unterschiedlichsten Familien, die aber eins gemeinsam haben: Sie leben in Berlin. Für die drei Damen, die bisher alle auf dem Land gelebt haben, wird dieser Ausflug auf Zeit zur wahren Erlebnisreise. Suse, Karen und Hanni erleben die verzwicktesten und verrücktesten Situationen und am Ende werden die drei dickste Freundinnen.

Eigene Meinung

Wie schon eingangs erwähnt, finde ich diesen Roman echt toll, da er so leicht und flüssig zu lesen ist. Teilweise ist er sogar spannend und man lebt mit den Protagonistinnen mit, wie sie ihre neuen, teilweise sehr skurrilen, Erfahrungen machen. Empfehlen kann ich den Roman allen Frauen (für Männer wahrscheinlich eher nichts), die gerne mit in ein Buch versinken möchten und dennoch kurzweiligen Lesespaß suchen.

Infos zur Autorin

Auf den Seiten des Blanvalet-Verlages wird folgendes über Tania Krätschmar berichtet:

Tania Krätschmar wurde 1960 in Berlin geboren. Nach ihrem Germanistikstudium in Berlin, Florida und New York arbeitete sie als Bookscout in Manhattan. Heute ist sie als Texterin, Übersetzerin, Rezensentin und Autorin tätig. Sie hat einen Sohn und lebt in Berlin.

Außerdem von ihr bei blanvalet erschienen: Eva und die Apfelfrauen (2013, ISBN: 978-3-442-38112-8)

Buchdetails

Autorin: Tania Krätschmar
Buchtitel: Clara und die Granny-Nannys
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsjahr: 2014
Seitenanzahl: 384
ISBN: 978-3-442-38299-6
Preis:  € 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 14,90

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Allgemein Rezensionen B

Rezension | Brooks, Ben: Lolito

lolitoWährend der Lektüre dieses Buches musste ich des Öfteren schmunzeln, um dann wieder sehr hässliche (Kraft)Ausdrücke runterzuschlucken. Der Stil von Ben Brooks ist eigenwillig, aber genial. Zum 15-jährigen Etgar passt die Story und die Sprache komplett gut .(Ich habe erst letztens ein E-Book gelesen, in dem die vulgäre Sprache ähnlich angewendet wurde, aber zum Genre und zum Alter / Lebensstil der Menschen hat das gar nicht gepasst)

Es geht darum, dass Etgar, verletzt wegen der Tatsache, dass ihn seine Freundin Alice angelogen hat, mit ihr Schluss macht und sich in einen Erwachsenenchat einloggt, um dort seiner Ansicht nach lustige, coole Sprüche zu verbreiten. Macy, eine Lehrerin mittleren Alters, wird auf den Teenie aufmerksam und fängt an, E-Mails mit ihm zu schreiben und auf nicht realem Wege intim mit dem Burschen zu werden. Dieser fühlt sich in der neuartigen Kommunikation mit der älteren Frau sichtlich wohl und arrangiert ein Treffen in einem Londoner Hotel, welches fatale Folgen für beide hat.

Abgesehen von der – zugegeben – oftmals sehr vulgären Sprache lässt sich der Roman ohne Holpersteine in einem Rutsch durchlesen. Der Inhalt ist klar verständlich, mit dem Protagonisten kann man mitgehen und versteht ihn, obwohl er natürlich nicht so handelt, wie ich das vielleicht als junger Mann getan hätte. Trotzdem schreibt Ben Brooks diesen Charakter nachvollziehbar und verständlich und schafft es, mit Wortwitz ein Schmunzeln (und dreimal sogar ein Lachen) ins Gesicht seiner LeserInnen zu bringen.

Für mich ein ausgesprochen gutes Werk, welches nicht ausnahmslos in den Jugendbuchsektor eingeordnet werden sollte (deshalb ist es auch ‚für Erwachsene‘), obschon das Alter des Protagonisten sowie das überaus punkige Cover es dazu werden lassen könnten.

Buchdetails

Autor: Ben Brooks
Buchtitel: Lolito
Verlag: Atrium Verlag
Erscheinungsjahr: 2015
Seitenanzahl: 272 Seiten
ISBN: 978-3-85535-055-1
Genre: Roman (Erwachsene)
direkt zur Buchseite: bitte hier klicken

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Allgemein Rezensionen K

Rezension | Kettu, Katja: Wildauge

wildaugeMeine Mama wird langsam zur Dauerrezensentin hier auf Buchwelt.co.at. Ich persönlich finde das super, ich hoffe, meine LeserInnen auch! Um euch ein Bild von ihren Rezensionen machen zu können, verlinke ich hier gleich mal die Debüt-Buchvorstellung von ihr: bitte hier klicken.

Aber nun zum Werk der finnischen Autorin Katja Kettu, welches den Titel „Wildauge“ trägt und bei Galiani Berlin im KiWi-Verlag 2014 erschienen ist.  Andere Rezensionen oder Buchvorstellungen betrachtend, erwartet sich die aufmerksame Leserin / der aufmerksame Leser ein Meisterwerk, zumindest wenn es nach der Sterneanzahl der Bewertungen geht (4 – 5 von 5 Sternen im Durchschnitt). Bei näherer Betrachtung stellt sich allerdings raus, dass der Roman nicht für alle Gemüter geeignet ist, wie auch meine Mama in ihren Worten berichtet:

Aufgrund des Titels „Wildauge, der interessanten kurzen Beschreibung und der tollen Kritiken wollte ich diesen Roman unbedingt lesen!
Es handelt sich bei diesem Buch um eine Erzählung aus dem 2. Weltkrieg in Lappland;  obwohl es in diesem Roman auch um Liebe geht,  hörte ich bei Seite 137 (von 415 Seiten, inkl. Anhang, Anmerkungen und Literatur) auf, dieses Buch weiter zu lesen, denn es wurde immer langweiliger und mit Perversitäten wurde nicht gespart. Verständlicherweise ist mir klar, dass Krieg ein grausames Thema ist und es kaum Schönes darüber geschrieben werden kann, doch bei diesem Buch gehen sogar auch etwaige Grausamkeiten des Krieges durch den langweiligen perversen Schreibstil  unter.

Wenn ihr auch so denkt oder komplett anders, freuen wir (also meine Mama und ich) uns über Anregungen im Kommentarfeld.

Vielen Dank an das Buchkontor und den KiWi-Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.  Und ein riesengroßes Danke an meine Mama 🙂

Buchdetails

Autorin: Katja Kettu
Buchtitel: Wildauge
Verlag: Galiani Berlin (bei KiWi)
Erscheinungsjahr: 2014
Seitenanzahl: 416 Seiten
ISBN: 978-3-86971-082-2
Genre: Roman
unter anderem hier bestellbar: bitte hier klicken