Rezension | Cunningham, Michael: Die Schneekönigin

Die Schneekoenigin von Michael Cunningham
Die Schneekoenigin von Michael Cunningham

Ich muss gestehen, dass mich das Buch schon allein wegen des Titels und der Aufmachung interessiert hat. Die ersten Seiten waren für mich jedoch sehr schwer zu lesen und wäre es kein Rezensionsexemplar gewesen, hätte ich schon sehr früh aufgegeben. Die Geschichte dreht sich um Barrett und seinen Bruder Tyler, der mit Beth verheiratet ist. Diese wiederum ist dem Tode geweiht und Tyler kokst heimlich weiter. Barrett scheint kein Glück in der Liebe zu haben und wohnt mit dem Ehepaar zusammen. Alles soweit so gut, doch was hat es nun mit dem Andersen-Märchen zu tun? Da gibt’s einen Eissplitter, beziehungsweise  etwas, das wie einer wirkt, und zwar in Tylers Augen. Er ist Musiker und bastelt schon die ganze Zeit an einem Song, den er Beth widmen möchte, doch es funktioniert nicht. Ist es die Gefühlskälte, die ihn seit dem Treffen des Splitters umgibt oder hat er einfach eine kreative Schaffenspause? Barrett ist da weniger anfällig, sieht aber ein eigenartiges grünes Licht am Himmel. Und Beth ist dafür, dass sie in Bälde sterben wird, ziemlich ruhig und kommt eher selten vor.

Die Gliederung der Kapitel finde ich optimal und auch die Komposition der Sätze ist oftmals sehr gelungen, doch irgendwie stellte sich bei mir dieser Lesefluss nicht ein. Manchmal komme ich nicht in ein Buch rein und da kann es noch so gut sein – ich würde es kaum schaffen, es von Anfang bis Ende aufmerksam durchzulesen. Zu oft mussten Sätze neu gelesen werden, wieder zurück zum Anfang einer Passage gehüpft werden, um dann festzustellen, dass man wieder überhaupt nichts gecheckt hat. Als ich mir dann aber die Rezensionen durchgelesen hatte, war ich nicht mehr ganz so unsicher, denn es dürfte anderen auch so gegangen sein wie mir. Aber: Bei vielen hat es auch gut gepasst und sie sind in das Märchen eingetaucht und finden es grandios. Ich wünschte, bei mir wäre es auch so gewesen.

Buchinfos
Autor: Michael Cunningham
Buchtitel: Die Schneekönigin
Verlag: Luchterhand
erschienen: 23.02.2015
ISBN: 978-3-630-87458-6
Seitenanzahl: 288 Seiten
Genre: Roman
direkt zur Buchseite: bitte hier klicken

Rezension | Morton, Mira: Ich will kein Autogramm

ich will kein autogrammUiuiui, da lese ich doch glatt mal einen Liebesroman der Extraklasse, obwohl ich mich normalerweise in diesem Genre nicht so wahnsinnig oft bewege und schon muss ich mir Teil 2 und 3 auch noch auf meinen E-Book-Reader laden. Aber nur das zu schreiben, wäre ein bisschen zu knapp, obwohl es schon alles über das Buch aussagt: Suchtfaktor! Schnell zu lesen! Witzig und flott geschrieben, mit Wiener Schmäh und Charme, einer gehörigen Portion Kitsch und Romantik (so, wie man sie wohl nie im echten Leben finden wird). Rezension | Morton, Mira: Ich will kein Autogramm weiterlesen

Veranstaltungshinweis für 22.10.2015

Liebe Wiener_innen und Wien-Liebhaber_innen!

Die Buchhandlung Frick am Graben lädt zur Buchpräsentation des „Styleguide Wien“ von  Angie und Brigitte Rattay ein.

Am Donnerstag, den 22.10.2015 um 19:00 Uhr öffnet die Buchhandlung Frick am Graben (Graben 27, 1010 Wien) für angemeldete Personen ihre Pforten. Wer Zeit und Lust hat, kann sich unter der E-Mail-Adresse graben@buchhandlung-frick.at für die Veranstaltung anmelden. Ich selbst bin leider verhindert 🙁

Das Buch, welches vom piper-Verlag Anfang Oktober 2015 herausgegeben wurde, kann hier (bitte klicken) noch genauer betrachtet werden.

Mit einem Klick auf das Bild gelangt man direkt zur PDF-Einladung.

styleguide wien

 

Rezension | Clarke, Lucy: Der Sommer, in dem es zu schneien begann

der sommer in dem es zu schneien begannIch liebe den Titel. Das Original heißt: „A Single Breath“ und wurde 2014 am britischen Markt unter dem Verlag HarperCollins London veröffentlicht. Am 13. April 2015 war es dann auch auf dem deutschen Buchmarkt so weit und die Autorin, die an der Universität in Cardiff englische Literatur studiert hatte, darf nun auch auf dem deutschsprachigen Buchmarkt mitmischen. Und das zu Recht. Der Roman handelt von Eva, einer Endzwanzigerin, die ihren Ehemann Jackson bei einem tragischen Unfall verliert. Ganz klar ist allerdings nicht, ob er wirklich durch den Fall von den Klippen gestorben ist, da seine Leiche nie gefunden wurde. Doch langsam aber sicher findet sich Eva damit ab, dass sie nun Witwe ist. Um ihre Trauer leichter verarbeiten zu können, beschließt sie, zu Jacksons Familie nach Tasmanien zu reisen, um mit dessen Vater Dirk und dessen Sohn Saul zu sprechen. Auch, um mehr über Jacksons Vergangenheit zu erfahren und zu sehen, wo er aufgewachsen ist. Rezension | Clarke, Lucy: Der Sommer, in dem es zu schneien begann weiterlesen