Rezension | Ranzenberger, Klaus: Mord in vier Gängen

mord_in_vier_gaengenBeim Untertitel des Buches, ‚Ein Burgheim Krimi‘, muss man unweigerlich an das Genre Regionalkrimi denken. Doch der Autor Klaus Ranzenberger wollte eigentlich gar keinen Regionalkrimi schreiben und stellte sich daher im Vorwort die geniale Frage, ob nicht jeder Krimi ein Regionalkrimi sei, denn schließlich „müsse er ja irgendwo spielen“. Finde ich so toll, dass ich schon alleine wegen dieses Vorwortes eine unbedingte Leseempfehlung abgeben möchte.

Der Prolog – in Kursiv gehalten – stammt aus der Perspektive eines Mörders und wir LeserInnen werden sofort in eine Tat verwickelt. Später kommen auch noch solche Passagen, in denen die Tathergänge aus der Perspektive des Übeltäters geschildert werden. Doch die eigentliche titelgebende Geschichte dreht sich um Matthias Krantz, der eine alte Apotheke zu einem kleinen Lokal umgemodelt hat. Burgheim ist ein erfundener Ort im Innviertel (Oberösterreich) und ich finde es sehr schade, dass in meiner näheren Umgebung kein solches Lokal existiert. Die Beschreibungen des Autors wirken so authentisch und sympathisch, dass ich dort wahrscheinlich Stammkundin wäre.
Der Lokalbesitzer Matthias Krantz wird übrigens in die Mordfälle verwickelt, da er quasi über die erste Leiche stolpert. Neben Ermittlungsarbeiten der Polizei (mit der auch Krantz ganz gut kann) lernt man auch noch kochen, vorausgesetzt man mag Fleisch. Es wird ganz genau erklärt, wie man zum Beispiel ein Bratl herstellt. Ich werde das mal so nachkochen, obwohl ich jetzt kein Skalpell zum Einschneiden der Fettkruste habe 😉

 

Beide Daumen hoch für diesen Krimi, der mich öfter mal schmunzeln ließ, weil auch die Figuren charakterlich so ausgearbeitet sind, dass man glaubt, der eigene Nachbar spielt den Hauptakteur.

 

Zum Autor (vom Verlag geklaut): Klaus Ranzenberger wurde 1964 in Braunau am Inn geboren, ebendort Friseurlehre, Meisterprüfung. Betreibt seit 1990 in Braunau einen Salon. Beschäftigt sich seit frühester Jugend mit Karikatur, Malerei und dem Schreiben. Wenige Veröffentlichungen von satirischen Kurzgeschichten in Studentenzeitungen. Mehrere Lesungen aus dem „Onkel Franz“, einer zeitgenössischen Innviertler Entsprechung von Torbergs Tante Jolesch.

 

Achja, es ist 2016 noch ein Buch mit fast demselben Cover herausgekommen. Im Unionsverlag erschien „Kleiner Mord zwischendurch“ von Mitra Devi (review coming soon!) – hier der Coververgleich:
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Buchinfos

Autor: Klaus Ranzenberger
Titel: Mord in vier Gängen
Verlag: Anton Pustet
erschienen: 2016
ISBN: 978-3-7025-0822-7
Seitenanzahl: 192
Genre: Krimi | Regionalkrimi
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