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Buchrezension

Rezension | Sinclair, Anne: Lieber Picasso, wo bleiben meine Harlekine?

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Ich mache in meinem Urlaub gleich weiter mit einer Rezension eines Buchtitels, der wie das letzte besprochene Werk ein Fragezeichen im Titel hat (hier geht’s zur Rezension von ‚Wer mordet schon in Niederösterreich?‘). Das war übrigens keine Absicht, sondern ist ganz zufällig passiert. Vielleicht so zufällig, wie mich auch das Buch angesprochen hat, denn mit Picasso hab ich nicht viel am Hut – die weißen Tauben finde ich ganz okay – und Anne Sinclair sowie ihr Großvater Paul Rosenberg sagten mir gar nichts. Worum es geht, zeigt am besten der Bericht des Verlages selbst:

Der jüdische Galerist Paul Rosenberg zählte zu den bedeutendsten Kunsthändlern des 20. Jahrhunderts. Zu den Künstlern unterhielt der leidenschaftliche Kenner, der »seine Bilder liebt wie lebendige Wesen«, enge persönliche Beziehungen: Picasso malte Porträts seiner Familie; Braque und Leger gingen in der Galerie Rue de la Boétie 21 ein und aus – bis die Nazis die bedeutende Sammlung moderner Kunst plünderten und den Ort zum Zentrum ihrer Hetzpropaganda machten. Anne Sinclair hat das Familienarchiv geöffnet und zeichnet aus akribischer Recherche und eigenen Erinnerungen das erste authentische, berührende Porträt des bedeutenden Kunsthändlers und leidenschaftlichen Förderers der Moderne.

Ich tat mir zu Beginn etwas schwer mit dem Stil, da ich doch irgendwie gehofft hatte, einen Roman zu lesen anstelle eines Porträts. Doch nach und nach fand ich gut hinein und schaute mir ergänzend zum Text immer wieder die Bilder in der Buchmitte an. Ein wirklich beachtliches Werk, welches einen Vorzeigetitel mit Fragezeichen hat.

Buchinfos

Autorin: Anne Sinclair
Titel: Lieber Picasso, wo bleiben meine Harlekine?
Verlag: btb
erschienen: 11.04.2016
ISBN: 978-3-442-74888-4
Seitenanzahl: 208 Seiten
Genre: Porträt 
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Rezension | Grager und Wind: Wer mordet schon in Niederösterreich?

9783839219645 Zum Glück bin ich während des Schreibens der Rezension nicht in der Nähe von Niederösterreich, sondern an der Grenze zwischen Salzburg und Kärnten, sonst bekäme ich es womöglich noch mit der Angst zu tun. Veronika Grager und Jennifer Wind schreiben nämlich im vorliegenden Buch Kurzkrimis, die mit Freizeittipps untermalt werden. Und müsste ich jetzt beispielsweise an der hohen Wand vorbei und sähe Paragleiter, würde ich hoffen, dass alle Seile halten …

So schnell das Buch zu lesen war, so schwer fällt mir eine Rezension, denn die Geschichten sind allesamt unterhaltsam und spannend, morbide, grotesk und komplett unverständlich, aber auch nachvollziehbar und polarisierend. Die Freizeittipps betreffen das niederösterreichische Industrieviertel und fügen sich gut in die Stories ein. Einige kenne ich, andere wollte ich schon immer mal anschauen und viele Plätze sind mir komplett neu. Kann getrost eine Empfehlung aussprechen, allerdings nur für jene, die mit der Paarung von Kurzgeschichten und touristischem Input was anfangen können.

Buchinfos

Autorinnen: Veronika A. Grager und Jennifer B. Wind
Titel: Wer mordet schon in Niederösterreich?
Verlag: Gmeiner
erschienen: Juli 2016
ISBN: 978-3-8392-1964-5
Seitenanzahl: 280 Seiten
Genre: Krimi | Kurzgeschichten | Reiseführer
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