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Buchrezension Rezensionen Kinderbuch

Rezension | Janotta, Anja: Der Theoretikerclub

der_theoretikerclubDer erste Band einer neuen Reihe von Anja Janotta ist Ende August 2016 erschienen. Diesmal wird nicht mit ‚Borten und Wuchstaben‚ jongliert, so wie bei „Linkslesestärke“ (zur Rezension) oder „Linkslesemut“ (klick zur Rezension), sondern eher mit Codes. Dieses Kinderbuch ist äußerst witzig und ich musste bei der Lektüre oft aufpassen, nicht zu laut zu lachen, sonst hätte ich meine zwei Jungs aufgeweckt. Ganz toll ist am inneren Buchdeckel gleich mal die Charakteristik von den HauptdarstellerInnen, angefangen von Linus Kurz über Albert Langhans und den süßen Knut Jenssen, der irgendwie noch ein Baby mit seinen 8,73 Jahren ist. Alle anderen sind schon 12 beziehungsweise dreizehn Jahre alt und wissen sehr viel über das Leben 😉

Lesefaule – ich weiß, ich weiß, ihr habt einfach noch nicht das richtige Buch gefunden – kommen hier auch voll auf ihre Kosten, denn zwischen dem Fließtext gibt’s auch Blogeinträge und sogar Chats (da fliegen die Seiten nur so dahin). Und wer mal eine Lesepause braucht, kann sich das Daumenkino (wie genial ist das denn??) anschauen. Aber bitte vorher die Seite merken und das Lesezeichen rausnehmen, sonst wisst ihr womöglich nicht mehr, wo ihr wart!

Wer trotz dieser Buchvorstellung – oder gerade deswegen – noch eine Entscheidungshilfe braucht, kann ja mal auf die Homepage des Theoretikerclubs schauen. Dazu müsst ihr einfach nur H I E R klicken.

Danke an Anja Janotta für dieses überaus lustige und ausgeklügelte Buch. Freu mich auf Teil zwei!

Buchinfos

Autorin: Anja Janotta 
Buchtitel: Der Theoretikerclub
Verlag: cbt
erschienen: 29.8.2016
ISBN: 978-3-570-16435-8
Seitenanzahl: 256 Seiten
Genre: Kinderbuch
empfohlenes Lesealter: ab 11 Jahren 
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Rezensionen S

Rezension | Spielman, Lori Nelson: Und nebenan warten die Sterne

Ich habe von Lori Nelson Spielman schon einen Roman gelesen, nämlich „Morgen kommt ein neuer Himmel„. Von diesem war ich relativ begeistert, sodass ich mich auch auf den neuen Band stürzte, in der Hoffnung, er könne genauso gut werden. Ich wurde nicht enttäuscht, doch streckenweise war mir auch diese Geschichte einfach zu kitschig und manchmal auch zu traurig. Dass in Spielmans Büchern auch immer jemand sterben muss, und das gleich zu Beginn. In diesem Fall ist es Kristen, die bei einem Zugunglück ums Leben kommt. Zum Glück ist ihre Schwester Annie nicht dabei, obwohl sie eigentlich auch in diesem Zug sitzen sollte. Wie das Schicksal es so will, begibt sich Annie dann auf die Suche nach ihrer toten Schwester, da sie es nicht schafft, deren Tod zu akzeptieren, genauso wenig wie Erika, die Mutter der beiden.

Der Roman ist von Sprichwörtern geprägt, die immer wieder im Text vorkommen und zum Nachdenken anregen. Außerdem werden die Wurzeln der Personen ergründet und Heimatorte bereist. Es wird getrauert und gemeinsam gehofft, geliebt und gestritten, rebelliert und versöhnt. Und das ganze auf 384 Seiten, die sich wie zehn anfühlen, da die Lektüre sehr schnell von statten geht.

Ein Buch, welches ich jeder Frau ans Herz legen kann, die am Abend erschöpft und müde vom Tag einfach ein paar Sätze lesen will, ohne viel nachdenken zu müssen. Auch wenn’s vom Anspruch her eher seicht ist, die Geschichte ist nachvollziehbar, unterhaltsam und auch der Schreibstil passt. Ein Kitsch-Frauenroman, wie er im Buche steht.

Vielen Dank auch an LovelyBooks für das Rezensionsexemplar!

Buchinfos

Autorin: Lori Nelson Spielman
Titel: Und nebenan warten die Sterne
Verlag: Fischer
erschienen: 2016
Seitenanzahl: 384
ISBN: 978-3-8105-2471-3
Genre: Frauenroman | ChickLit
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Blogtour

Blogtour zu „Wunderbare Möglichkeiten“ von Manfred Mai

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Das ist meine erste Blogtour und ich freue mich sehr, daran teilnehmen zu können. Mir hat die Lektüre zu dem Buch „Wunderbare Möglichkeiten“ von Manfred Mai ja schon sehr viel Spaß gemacht (hier geht’s zur Rezension) und habe besonderes Augenmerk auf das Thema Bezugspersonen gelegt, da ich es persönlich enorm wichtig finde, dass Kinder ernst genommen werden. Gestern hat Julia von lazyliterature.de ein Interview mit Manfred Mai geführt und auch dankenswerterweise eine Frage von mir eingebaut, nämlich ob der Autor selbst auch eine Bezugsperson als Kind hatte. Das könnt ihr natürlich gerne in ihrem Interview nachlesen. Doch nun zu meinem Beitrag:

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Kolumne

Kolumne | Das Geschäft mit den Kindern – Teil 1: Schreibabys

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© Daniela Steinbach | Foto aus Privatbesitz

Auf die Gefahr hinauf, dass ich jetzt von mehreren Seiten böse Blicke (hoffentlich nicht mehr) ernte, muss ich mal meinem Unmut über das titelgebende Sujet zum Ausdruck bringen. Als Mama zweier Burschen kann ich nun ein wenig in meinem Erfahrungskisterl kramen und ziehe ab und zu Anekdoten raus, die echt lustig sind, zum Beispiel, wie viele Sorgen wir uns machten, als Sohn No. 1 einfach nicht aufhörte zu schreien – und das drei Monate lang. Okay, so schlimm war’s auch nicht, denn er war meistens ruhig, wenn andere Personen im Raum waren, die nach einer halben Stunde wieder gingen. „Was hast du denn? Der ist ja eh so brav!“, bekam ich nicht nur einmal zu hören. Ich ging zur Cranio-Sacral-Behandlung, zur privaten Kinderärztin, ließ mich von einem Kassenkinderarzt niedermachen, weil er glaubte, der Mr. Perfect in Sachen Kids zu sein („Ich habe vier Kinder, mir brauchen Sie nichts erzählen“ – aber Hauptsache in der Praxis ordinieren, anstatt zu Hause aufs Baby aufzupassen).

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Rezensionen A

Rezension | Ahern, Cecelia: Das Jahr, in dem ich dich traf

das_jahr_in_dem_ich_dich_trafEigentlich war dieses Buch ja gar nicht für meinen Blog geplant, aber da ich zwischen den Jugend-, Kinder-, anspruchsvollen-, Sach- oder Fachbüchern auch mal was einfacheres lesen wollte, kam mir ein Cecelia Ahern-Werk gerade recht. Eines habe ich ja schon auf dem Blog rezensiert (bitte hier klicken, um auf „Der Glasmurmelsammler“ zu kommen), und es war gar nicht mal so schlecht. Dieses hier, ein Pageturner, war ein wenig ärgerlich zu Beginn, da die Protagonistin in Gedanken mit ihrem Nachbarn spricht und ihn direkt mit „du“ anredet. Allerdings legt sich das befremdliche Lesegefühl später und ich habe einige entspannende Stunden damit verbringen können.

Worum es geht? Jasmine hat eine Schwester namens Heather, um die sie sich kümmern möchte, da diese das Down-Syndrom hat. Dann verliert Jasmine ihren Job und hat nun ein Jahr lang Zeit, ihren Nachbarn Matt zu beobachten, denn so lange darf sie für keinen anderen Arbeitgeber werken. Doch plötzlich kommt der Headhunter Monday (weil er an einem Montag geboren wurde) auf sie zu – und der sieht auch noch verdammt gut aus!

Cecelia Ahern ist sicher für viele ein Begriff, spätestens nach der Schnulze „P.S. Ich liebe dich“, bei der sogar meine Schwestern Rotz und Wasser geheult haben (stimmt, oder?). Ich für meinen Teil habe beschlossen, dass dieser Roman der letzte der irischen Autorin war, es ist doch ein bisschen zu sehr Chick-Lit. Allerdings gibt’s jetzt auch eine Dystopie von ihr („Flawed“, Fischer FJB), die es sich vielleicht lohnt zu lesen. Mal schaun, wie sich die nächsten Tage lesetechnisch entwickeln 😉 Oder gibt’s LeserInnen des Blogs, die Flawed schon hinter sich haben und gerne eine Gastrezension auf meinem Blog hinterlassen wollen? Dann immer her damit. Ihr bekommt einen Weleda-Lippenbalsam (unbenutzt)! 😀

Buchinfos

Autorin: Cecelia Ahern
Titel: Das Jahr, in dem ich dich traf
Verlag: Fischer
erschienen: 25.08.2016
ISBN: 978-3-596-52116-6
Seitenanzahl: 512
Genre: Frauenliteratur | Roman | Chick-Lit
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