Rezension | Indriðason, Arnaldur: Tage der Schuld

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Bis jetzt habe ich noch keinen Krimi des isländischen Autors Arnaldur Indriðason gelesen und habe mich deshalb gefreut, dass „Tage der Schuld“ im Jahr 1978 spielt und der schon länger ermittelnde Kriminalbeamte Erlendur grade mal seine Anfangsphase durchlebt. So gesehen habe ich praktisch nichts verpasst und konnte gleich in das Leben des geschiedenen Vaters eintauchen. Eingetaucht ist auch die Leiche eines amerikanisch aussehenden Mannes, und zwar ins Wasser hinter einer Fabrik, das heute besser als die „Blaue Lagune“ bekannt ist (zumindest konnte ich der Beschreibung nach herleiten, dass es sich um diese handeln müsste). Erlendur ermittelt gemeinsam mit Marian Briem, aber auch mit Caroline von der amerikanischen Basis in Island. Außerdem beschäftigt Erlendur noch ein anderer Fall, der allerdings schon fast in Vergessenheit geraten ist. Ein junges Mädchen, Dagbört, ist vor mehr als zwei Jahrzehnten in der Nähe des Camp Knox verschwunden und nie mehr wieder aufgetaucht.

Ich fand die Lektüre streckenweise sehr angenehm, da man trotz schenllen Blätterns gut mitkam und die Seiten eben nur so dahinflogen. An manchen Stellen waren es für meine Begriffe zu viele Erklärungen und auch die falsche Fährte, die es wohl in jedem Krimi zu geben scheint, war mir ein wenig zu brisant, als dass sie tatsächlich im Sand verlaufen konnte. Hier hätte ich mir dann doch ein Fünkchen literarische Wahrheit dahinter gewünscht. Die Schreibweise des Isländers fand ich eher emotionslos und schlicht, was ich mir irgendwie auch erwartet hatte. Grundsätzlich hat mir das Buch gut gefallen, ich fand es spannend und die Aufklärung der Fälle (ja, alle beide finden einen Abschluss) war logisch und einleuchtend.

Buchinfos

Autor: Arnaldur Indriðason
Titel: Tage der Schuld
Verlag: Lübbe
erschienen: 16.02.2017
ISBN: 978-3-7857-2574-0
Seitenanzahl: 446 Seiten
Genre: Krimi | Island-Krimi

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