Rezension | Karasek, Hellmuth: Nach dem Krieg

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Auf dieses Buch hat mich meine Tante aufmerksam gemacht und der Europaverlag hat Buchwelt.co.at dankenswerterweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Der Untertitel des Hardcovers, welches im Herbst 2016 erschienen ist, lautet: ‚Wie wir Amerikaner wurden‘ – genau dieser Satz ist im letzten der 53 Kapitelüberschriften enthalten. Das Inhaltsverzeichnis bietet eine schnelle Übersicht und ein leichtes Auffinden der gewünschten Seitenanzahl, sodass ein Lesebändchen zwar praktisch wäre, aber hier überflüssig ist. Dr. Armgard Seegers-Karasek, die Frau von Hellmuth Karasek, schreibt das Vorwort, indem sie mitteilt, dass ihr Gatte im Sommer 2016 verstorben sei und Michael Seufert das Buch fertiggestellt habe. 

Die Kapitel lesen sich schnell und der Text ist sehr unterhaltsam, auch wenn das Thema – die Nachkriegszeit – durchaus nicht so humoristisch gewesen sein wird, wie es Karasek manchmal darstellt. Wer Anspruch auf ein wissenschaftlich fundiertes Werk stellt, ist hier falsch aufgehoben, umso mehr schwelgte der Autor in Erinnerungen und lässt die LeserInnen an seinen Abenteuern und Eindrücken teilhaben. Es gibt sogar eine Reiseempfehlung beziehungsweise die Erklärung der Reiselust der Deutschen samt Liedtext für die Wachau. Wer also schon immer mal den Text des Mariandls lesen wollte, kann das auf Seite 156 tun.

Wer gerne in Erinnerungen schwelgt oder etwas Bildhaftes aus der Vergangenheit kennenlernen möchte, ist beim verstorbenen Autor, der Germanistik Anglistik und Geschichte in Tübingen studiert hatte, bestens aufgehoben. Hinweisen sollte ich allerdings auf das Buch „Go West!“, welches 1996 bei Hoffmann und Campe erschien und eine ziemlich genaue Vorlage dieser Ausgabe sein dürfte … Da ich „Go West!“ aber nicht gelesen habe, war alles neu, spannend und erkenntnisreich für mich!

Buchinfos

Autor: Hellmuth Karasek
Titel: Nach dem Krieg
Verlag: Europaverlag
erschienen: Herbst 2016
ISBN: 978-3-95890-004-2
Seitenanzahl: 352 Seiten
Genre: Erinnerung | Bericht

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