Rezension | Knausgård, Karl Ove: Im Herbst

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Selbst das Datum der Sonnenwende für den Winteranfang (21. beziehungsweise dieses Jahr der 22.12.2019) ist überschritten und eigentlich wollte ich das Buch vor dem meteorologischen Herbstende am 1.12.2019 rezensieren. Aber im Herbst ist bei mir immer so viel los, auch im Buch?

Karl Ove Knausgård hat mit der Jahreszeitenreihe ein entgegengesetztes Programm zum autobiographischen Sechsteiler mit den einprägsamen Worten ‚Sterben‘, ‚Lieben‘ (mit einem Klick zur Rezension), ‚Spielen‘, ‚Leben‘, ‚Träumen‘ und ‚Kämpfen‘ geschaffen, wobei es eigentlich nicht ganz so entgegengesetzt ist – eher ein wenig ruhiger und nicht so düster, zumindest was den ersten Teil ‚Herbst‘ angeht.

Die Kapitelunterteilung lässt sich leicht nachvollziehen, denn jeder Monat des Herbstes (September, Oktober und November) bekommt einen eigenen Abschnitt, dazwischen werden Briefe an die ungeborene Tochter eingeflochten. Mit den vielen Kurzgeschichten, die manchmal einem umfangreicheren Glossarartikel ähneln, wird dem vierten Kind des Autors die Welt aus Sicht eines Ich-Erzählers erklärt. Dieser setzt seine Sprache äußerst poetisch ein, lässt Alltägliches ebenso wenig aus wie spezielle Zeiten, wie etwa Krieg.

Die mir vorliegende Ausgabe ist mit Bildern von Vanessa Baird gespickt und die Aufmachung sehr schön gewählt. Ein Buch, welches man sich, gemeinsam mit den anderen drei „Im Winter“, „Im Frühling“ und „Im Sommer“ gerne ins Bücherregal stellen oder aber auch herschenken kann.
Knausgård wird als einer der erfolgreichsten norwegischen Autoren gefeiert und fehlt auch selten bei Skandinavistik-Vorlesungen an der Universität Wien.

Buchinfos

Autor: Karl Ove Knausgård
Titel: Im Herbst
Reihe: Jahreszeiten
Originaltitel: Om Høsten
Verlag: Luchterhand Literaturverlag
erschienen: 18.9.2017
ISBN: 978-3-630-87514-9
Seitenanzahl: 288 Seiten
Aufmachung: Hardcover, Lesebändchen, farbige Bilder
Genre: Belletristik | Literatur
[vielen dank an den verlag für dieses rezensionsexemplar | werbung, da rezension]

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