Archiv der Kategorie: Buchrezension

Buchvorstellung | Kessedjian, Isabelle: Lieblingstiere zum Häkeln

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Ist das Cover nicht schon total süß? Diesen Bären und noch 11 andere Tiere sowie deren Bekleidung kann man mithilfe der Anleitungen nachhäkeln. Natürlich nur, wenn man Wolle und Nadel, Zeit und Muße dafür hat. Das Buch ist schon im April 2016 erschienen, ich bekam es im Mai zur Verfügung gestellt und wollte eigentlich ein Tierchen daraus häkeln, um den Blogbeitrag kreativ zu gestalten, doch leider hatte ich sehr sehr wenig Zeit in den letzten Monaten – und jetzt will ich euch endlich das Buch präsentieren! (Vielleicht wird es ja in den nächsten Monaten mal was, dann würd ich ein Rentier anfertigen, dann lad ich die Bilder noch hoch). Buchvorstellung | Kessedjian, Isabelle: Lieblingstiere zum Häkeln weiterlesen

Rezension | Janotta, Anja: Der Theoretikerclub

der_theoretikerclubDer erste Band einer neuen Reihe von Anja Janotta ist Ende August 2016 erschienen. Diesmal wird nicht mit ‚Borten und Wuchstaben‚ jongliert, so wie bei „Linkslesestärke“ (zur Rezension) oder „Linkslesemut“ (klick zur Rezension), sondern eher mit Codes. Dieses Kinderbuch ist äußerst witzig und ich musste bei der Lektüre oft aufpassen, nicht zu laut zu lachen, sonst hätte ich meine zwei Jungs aufgeweckt. Ganz toll ist am inneren Buchdeckel gleich mal die Charakteristik von den HauptdarstellerInnen, angefangen von Linus Kurz über Albert Langhans und den süßen Knut Jenssen, der irgendwie noch ein Baby mit seinen 8,73 Jahren ist. Alle anderen sind schon 12 beziehungsweise dreizehn Jahre alt und wissen sehr viel über das Leben 😉

Lesefaule – ich weiß, ich weiß, ihr habt einfach noch nicht das richtige Buch gefunden – kommen hier auch voll auf ihre Kosten, denn zwischen dem Fließtext gibt’s auch Blogeinträge und sogar Chats (da fliegen die Seiten nur so dahin). Und wer mal eine Lesepause braucht, kann sich das Daumenkino (wie genial ist das denn??) anschauen. Aber bitte vorher die Seite merken und das Lesezeichen rausnehmen, sonst wisst ihr womöglich nicht mehr, wo ihr wart!

Wer trotz dieser Buchvorstellung – oder gerade deswegen – noch eine Entscheidungshilfe braucht, kann ja mal auf die Homepage des Theoretikerclubs schauen. Dazu müsst ihr einfach nur H I E R klicken.

Danke an Anja Janotta für dieses überaus lustige und ausgeklügelte Buch. Freu mich auf Teil zwei!

Buchinfos

Autorin: Anja Janotta 
Buchtitel: Der Theoretikerclub
Verlag: cbt
erschienen: 29.8.2016
ISBN: 978-3-570-16435-8
Seitenanzahl: 256 Seiten
Genre: Kinderbuch
empfohlenes Lesealter: ab 11 Jahren 
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Rezension | Neuhold, Thomas: 85 neue Tagesrundtouren

85_neue_tagesrundtourenGerade richtig zur Wandersaison möchte ich euch dieses Büchlein aus dem Verlag Anton pustet vorstellen. Wie der Titel schon besagt, besteht der Wanderführer aus 85 Tagesrundtouren, die in unterschiedliche Schwierigkeitsstufen eingeteilt sind. T1 bezeichnet dabei einfache Wanderungen mit nur wenigen Höhenmetern, T6 den anspruchsvollsten Wanderweg, sprich Bergtour (3 Touren). Die Wege befinden sich alle im Salzburger Land beziehungsweise in den angrenzenden Gegenden, zu jeder Rundtour gibt es auch eine eigene Wanderkarte und meistens auch Tipps oder Varianten zur vorgeschlagenen Strecke. Auch auf die Einkehrmöglichkeiten wurde nicht vergessen und nach jeder Beschreibung einer Tour gibt es den Hinweis auf weitere Wanderungen in der Gegend im Buch „100 Tagesrundtouren“ (ebenfalls von Thomas Neuhold).

In diesem Sinne bleibt nur mehr zu wünschen, dass der Herbst schönes Wanderwetter mit sich bringt, nette Chefs, die einem im September und Oktober genügend Urlaub geben und Trittsicherheit.

Buchinfos

Autor: Thomas Neuhold
Titel: 85 neue Tagesrundtouren
Verlag: Anton pustet
erschienen: 2016
ISBN: 978-3-702-50817-3
Seitenanzahl: 192 Seiten
Genre: Wanderbuch | Wandern & Freizeit
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Rezension | Graver, Elizabeth: Die Sommer der Porters

die_sommer_der_portersGerade noch rechtzeitig Ende August fertig geworden mit der Lektüre zu ‚Die Sommer der Porters‘, einem 464 Seiten starken Roman über Familie, Generationen, den Krieg und einen wunderbaren Ort namens Ashaunt, der für Kindermädchen Bea zur zweiten Heimat wird.

Die einzelnen Kapitel sind unterschiedlich in Stil und Ausführung, behandeln nicht immer chronologisch die Ereignisse und beleuchten mal Bea, mal Helen, mal Charlie – immer aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Die Chronologie hat sich für mich ab der Buchmitte etwas schwierig dargestellt, da ich mit den Zeitsprüngen nicht mehr ganz klar kam, aber dennoch habe ich weitergelesen und wurde dafür am Ende noch belohnt. Der Beginn war für mich am besten – die Geschichte über Bea, deren einzige Aufgabe es ist, auf Janie aufzupassen. Auch den Abschnitt danach, als wir in Brief- und Tagebuchform von Helens Studienleben in der Schweiz erfahren, fand ich sehr gut gemacht. Und dann nicht zu vergessen die LSD-Geschichte von Charlie, die irgendwie lustig zu lesen war, vor allem die Reaktion von Mrs. Porter, der Mutter von Charlie, Jane, Dossy und Helen. Agnes, das zweite Kindermädchen der Familie Porter, versteht sich mit Bea ausgesprochen gut und dass sie beide aus Schottland stammten, ist vielleicht kein Zufall, denn die Frauen wollen im Alter wieder in ihre Heimat zurück, wo auch noch Beas Bruder Callum ‚wartet‘.

Trotz des Covers und des Titels, die beide an einen unbekümmerten Sommerroman denken lassen, liest sich das Werk streckenweise schwermütig, aber dann doch wieder mit einer Leichtigkeit und Frische, dass man sich selbst wie eine Feder fühlt. Wie das Leben halt so spielt – ein Roman, der noch lange nachwirkt und einen Platz in meinem ohnehin schon prall gefüllten Bücherregal erhält.

Buchinfos

Autorin: Elizabeth Graver
Übersetzerin: Juliane Zaubitzer
Titel: Die Sommer der Porters
Verlag: mare
erschienen: Juli 2016
ISBN: 978-3-86648-223-4
Seitenanzahl: 464 Seiten
Genre: Familienroman | Roman | Lebensgeschichte
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regional einkaufen bei bspw.: Buchhandlung Seeseiten, Hartliebs

Rezension | Sinclair, Anne: Lieber Picasso, wo bleiben meine Harlekine?

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Ich mache in meinem Urlaub gleich weiter mit einer Rezension eines Buchtitels, der wie das letzte besprochene Werk ein Fragezeichen im Titel hat (hier geht’s zur Rezension von ‚Wer mordet schon in Niederösterreich?‘). Das war übrigens keine Absicht, sondern ist ganz zufällig passiert. Vielleicht so zufällig, wie mich auch das Buch angesprochen hat, denn mit Picasso hab ich nicht viel am Hut – die weißen Tauben finde ich ganz okay – und Anne Sinclair sowie ihr Großvater Paul Rosenberg sagten mir gar nichts. Worum es geht, zeigt am besten der Bericht des Verlages selbst:

Der jüdische Galerist Paul Rosenberg zählte zu den bedeutendsten Kunsthändlern des 20. Jahrhunderts. Zu den Künstlern unterhielt der leidenschaftliche Kenner, der »seine Bilder liebt wie lebendige Wesen«, enge persönliche Beziehungen: Picasso malte Porträts seiner Familie; Braque und Leger gingen in der Galerie Rue de la Boétie 21 ein und aus – bis die Nazis die bedeutende Sammlung moderner Kunst plünderten und den Ort zum Zentrum ihrer Hetzpropaganda machten. Anne Sinclair hat das Familienarchiv geöffnet und zeichnet aus akribischer Recherche und eigenen Erinnerungen das erste authentische, berührende Porträt des bedeutenden Kunsthändlers und leidenschaftlichen Förderers der Moderne.

Ich tat mir zu Beginn etwas schwer mit dem Stil, da ich doch irgendwie gehofft hatte, einen Roman zu lesen anstelle eines Porträts. Doch nach und nach fand ich gut hinein und schaute mir ergänzend zum Text immer wieder die Bilder in der Buchmitte an. Ein wirklich beachtliches Werk, welches einen Vorzeigetitel mit Fragezeichen hat.

Buchinfos

Autorin: Anne Sinclair
Titel: Lieber Picasso, wo bleiben meine Harlekine?
Verlag: btb
erschienen: 11.04.2016
ISBN: 978-3-442-74888-4
Seitenanzahl: 208 Seiten
Genre: Porträt 
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Rezension DIY | MyBoshi Häkel Street Style

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Was gibt’s in diesem Buch, welches 2015 erschienen ist? Steht eigentlich eh schon am Cover, nämlich neue Boshis (das sind die Hauben), Schals, Taschen und Accessoires. Ich darf euch nun einen Tasche vorstellen aus dem Buch und habe auch eine nachgehäkelt, deshalb hat die Rezension auch so lange gedauert, obwohl die Abarbeitung der Tasche eigentlich eh schnell ging – nur oft hatte ich dann keine Zeit / Lust, zu häkeln.

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©Justyna Krzyzanowska
Handtasche
Meine selbst gehäkelte Handtasche
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©Justyna Krzyzanowska
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©Justyna Krzyzanowska

Meine Tasche sieht auch leider nicht so toll aus wie die unten abgebildeten, aber ich hoffe, dass sie der Person gefällt, der ich sie gemacht habe. Ich denke auch, dass ich den weißen Mittelteil ‚falsch‘ gemacht habe, denn der ist etwas schmäler als die Vorlage bzw. der Ober- und Unterteil der Tasche. Aber gut. Ein paar Bücher passen auf jeden Fall hinein 🙂

Die Häkelanleitungen im Buch sind in Boshi-Manier (siehe auch Rezension auf Buchwelt.co.at) abgebildet und angegeben, auf die einzelnen „Kniffe“ wird man in einem kleinen Häkel-Tutorial hingewiesen und so kann eigentlich fast nichts mehr schief gehen, wenn man sich entschließt, eine Tasche oder eine Haube selbst herzustellen. Lediglich die Wolle braucht man noch dafür und schon kann’s losgehen!

Buchinfos


Autoren: Thomas Jaenisch und Felix Rohland
 Titel: Häkel-Street-Style
 Verlag: Becker Joest Volk Verlag
 erschienen: September 2015
Seitenanzahl: 184 Seiten
ISBN: 978-3-95453-034-2
Genre: DIY | Sachbuch | Häkeln
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Rezension Stadtführer | Kind in Wien

kind_in_wienDas ist jetzt bereits mein zweites „Kind in Wien“ und wird wahrscheinlich auch nicht das letzte sein. Werbung auf Blogs hin oder her, dieses Servicehandbuch ist einfach wirklich toll und ich habe von einer früheren Auflage sehr viele Tipps und Ausflugsziele für die Freizeitgestaltung mit unserem „Großen“ rausnehmen können. Nun ist Kind Nummer zwei da und natürlich will ich mich auch hier wieder ein wenig schlau machen (die Buchreihe, in der „Kind in Wien“ erscheint, heißt übrigens auch ‚Die kleinen Schlauen‘ – klick und ihr landet direkt dort).

Neben Ferienaufenthalten, Kinderfesten oder Notfalladressen fürs kranke Kind finden sich auch Telefonnummern, Adressen und Öffnungszeiten zu den Themen Kinderbetreuung und Spielgruppen, Kinderfesten, Schulen sowie Essen mit Kindern (das Kapitel gibt’s auch im Restaurantführer von der ‚kleinen Reihe‘ – Wien wie es isst). Auch Einkaufstipps (Kinderwägen, Kleidung, etc.) finden sich im handlichen Büchlein auf 576 Seiten.

Für mich und meine Familie ist dieser Guide unentbehrlich und ich bin froh, dass ich ihn kennengelernt habe!

Buchinfos

Titel: Kind in Wien
Reihe: Die kleinen Schlauen
Verlag: Falter
erschienen: 2015
Seitenanzahl: 576 Seiten
ISBN: 978-3-854-3953-00
Genre: Ratgeber | Stadtführer

Rezension eBook | Märchen aus Island

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Als alter Island-Fan muss man wohl auch Märchen von der Insel im Norden Europas lesen. Leider gibt es diese Ausgabe nur als eBook und gerade wegen des Covers ist dies sehr schade. Auch lese ich Märchen lieber aus physischen Büchern (vor), das hat etwas magischeres als die Seiten virtuell umzublättern. Naja, aber zumindest gibt es ein solches Werk.

Das Buch bietet 54 abwechslungsreiche Geschichten über Prinzen, Ochsen, Zwerge und Riesen. Leider wurden die Namen der IsländerInnen in deutscher Schreibweise dargestellt,  allerdings kommen in einigen Märchen keine Namen vor, sondern nur Bezeichnungen der Personen (zB der Junge,  das Mädchen etc.). Wenn mein Sohn etwas älter ist, kann ich mir vorstellen, ihm vom Lesegerät ein paar Märchen zum Einschlafen vorzulesen, mit Hintergrundbeleuchtung vielleicht gar nicht so blöd.

Wie schon gesagt, schade, dass es nur als eBook erhältlich ist, aber es kommt ja auch auf den Inhalt an, oder? Und es gibt noch viele andere Länder, die in diesem Format besprochen werden, u.a. Tibet, Australien, Mallorca,…

EBook Infos
Titel: Märchen aus Island 
Autor: Kurt Schier
Verlag: Diederichs 
ISBN: 978-3-641-13949-0
erschienen:25.9.2014
Genre: Märchen
Format: ePub 
direkt zur Buchseite: bitte hier klicken 

Rezension | Köhlmeier, Michael: Das Mädchen mit dem Fingerhut

Köhlmeier_25055_MR2.inddIch bin ein Fan von Köhlmeiers Geschichten, egal ob Familienromane oder Nacherzählungen. Dieses Buch hat mich gleich in seinen Bann gezogen, denn schon alleine der Titel und das Cover erinnern an ein bekanntes Märchen von Hans Christian Andersen, nämlich an ‚Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern‘. Zwar muss Yiza, das kleine Mädchen in Köhlmeiers Erzählung, nichts verkaufen, sondern erbettelt sich Nahrung, nachdem es von seinem „Onkel“ verlassen wurde, friert aber auch und muss, so interpretiere ich den Schluss, auch sterben.
Die Sätze sind einfach, aber eindringlich geschrieben, dazwischen immer wieder Absätze, die das Gelesene nochmal überdenken lassen. Und das muss man auch, denn der Autor packt in das relativ kurze Werk viele Probleme und Themen. So findet man das gerade sehr aktuelle Thema ‚Flucht‘, aber auch die Sujets Waisenkinder, Hunger, Kälte, Alleinsein, Helfen, Ausreißen usw. vor. Rezension | Köhlmeier, Michael: Das Mädchen mit dem Fingerhut weiterlesen

Rezension | Patchett, Ann: Aus Liebe zum Buch

aus_liebe_zum_buchDieses Büchlein ist ein wahrer Hingucker, obwohl es so klein ist. Das Cover kommt im Stil der 70er-Jahre daher und „Aus Liebe zum Buch“ ist so handlich, dass man es eigentlich immer überallhin mitnehmen kann. Am besten in seine Lieblingsbuchhandlung – und da spreche ich von einer realen, greifbaren, nicht von einem Megakonzern, dessen Name mit dem Buchstaben A beginnt. Auch die erfolgreiche Autorin Ann Patchett hat mit ihrem Parnassus Bookstore in ihrer Heimatstadt Nashville eine Buchhandlung eröffnet, obwohl erst zwei geschlossen haben. Sie gibt nicht auf und stellt sich dem Kampf mit den Buchhändlerriesen. Ihr Buchladen ist auch im Internet vertreten und hier kann man ihn besuchen (bitte klicken). Das Buch selbst handelt eigentlich von der Eröffnung genau dieser Buchhandlung, ist aber ein  generelles Plädoyer für den unabhängigen Buchhandel.  Rezension | Patchett, Ann: Aus Liebe zum Buch weiterlesen