Archiv der Kategorie: Rezensionen K

Rezension | Knausgård, Karl Ove: Lieben

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Die Lektüre dieses Werkes hat mich (am E-Book-Reader) sehr lange beschäftigt. Herausgekommen ist „Lieben“, der zweite Roman aus Knausgårds autobiographischen Reihe, schon im März 2012. Dennoch habe ich immer wieder drin gelesen – und jetzt bin ich fertig.

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Rezension | Krien, Daniela: Die Liebe im Ernstfall

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Gleich vorweg: Ich mag dieses Buch, denn ich mag Geschichten, die miteinander verbunden sind, ineinander verstrickt oder voneinander abhängig sind. Die Kapitel des Werks von Daniela Krien behandeln jeweils unterschiedliche Schicksale von Frauen, die alle ungefähr zur selben Zeit leben.

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Rezension | Kirby, Katie: Prost, Baby!

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Die Strichmännchenzeichnungen auf dem Cover werden im gesamten Buch angewendet und zeichnen genau das auf, was die Autorin Katie Kirby auch mit Worten ausdrückt. Der Untertitel „Das Buch, das alle Helikoptereltern hassen werden“ passt ebenso wie der Satz, der im Buchinneren gegenüber der Titelseite steht: „Das ultimative Buch für alle total unperfekten Eltern“ und beide gelten quasi als Leitmotiv. Gleich zu Beginn habe ich mich der Autorin sehr nahe gefühlt, da ich ebenfalls zwei Buben habe. Aber das Werk richtet sich auch an Alleinerziehende Papas von einer Tochter. Lesen kann es sowieso jeder, für Nicht-Eltern ist es aber wahrscheinlich nicht ganz so lustig und amüsant – und nachvollziehbar.

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Rezension | Korber, Tessa: Die Katzen von Montmartre

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Wer „Glennkill“ oder „Garou“ von Leonie Swann kennt, weiß, wie es ist, wenn aus der Perspektive von Tieren erzählt wird. Im Kriminalroman „Glennkill“ wird von Schafen ermittelt, bei Tessa Korbers Roman, welcher im Pariser Künstlerviertel Montmartre spielt, sind es die Katzen. Doch kommen „Die Katzen von Montmartre“ genauso gut an?  Rezension | Korber, Tessa: Die Katzen von Montmartre weiterlesen

Rezension | Karasek, Hellmuth: Nach dem Krieg

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Auf dieses Buch hat mich meine Tante aufmerksam gemacht und der Europaverlag hat Buchwelt.co.at dankenswerterweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Der Untertitel des Hardcovers, welches im Herbst 2016 erschienen ist, lautet: ‚Wie wir Amerikaner wurden‘ – genau dieser Satz ist im letzten der 53 Kapitelüberschriften enthalten. Das Inhaltsverzeichnis bietet eine schnelle Übersicht und ein leichtes Auffinden der gewünschten Seitenanzahl, sodass ein Lesebändchen zwar praktisch wäre, aber hier überflüssig ist. Dr. Armgard Seegers-Karasek, die Frau von Hellmuth Karasek, schreibt das Vorwort, indem sie mitteilt, dass ihr Gatte im Sommer 2016 verstorben sei und Michael Seufert das Buch fertiggestellt habe.  Rezension | Karasek, Hellmuth: Nach dem Krieg weiterlesen

Gastrezension | Kunrath, Barbara: Schwestern bleiben wir immer

schwestern_bleiben_wir_immerDieses Buch habe ich bei vorablesen.de gewonnen und da meine Mama auch eine begeisterte Leserin und mittlerweile Rezensentin ist, gab ich es ihr gleich mal mit! Und hier sind ihre Eindrücke:

Es geht in diesem Roman um zwei Schwestern, die nicht unterschiedlicher sein können; Katja, die Jüngere, scheint selbstbewusst und unabhängig zu sein, Alexa dagegen fühlt sich schwach; sie hat sich ja immer nur um ihren Mann und die beiden Kinder und nebenbei um ihr zu früh verstorbenes drittes Kind Clara gekümmert!
Nach dem Tod ihrer Mutter kommen die beiden Schwestern darauf, dass ihnen ihre Mutter viel über ihre Vergangenheit verschwiegen hat. Nun machen sich Alexa und Katja gemeinsam auf die Reise um die Wahrheit herauszufinden. In ihrer Familie wurde nie viel über Gefühle gesprochen, aber nachdem die Mutter gestorben ist, die immer kühl und unnahbar war, kommen sich die beiden Schwestern näher.
Ein „rühriges“ Buch, mit einigen emotionalen Eindrücken und doch eher ein langweiliger Roman.
Vielen Dank, liebe Mama, für diese Rezension. Ich hoffe, dass dein nächstes Buch spannender ist!
Buchinfos

Autorin: Barbara Kunrath
Titel: Schwestern bleiben wir immer
Verlag: Ullstein
erschienen: 12.08.2016
ISBN: 9783548288420
Seitenanzahl: 304
Genre: Frauenliteratur | Belletristik | Roman
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Rezension | Köhlmeier, Michael: Das Mädchen mit dem Fingerhut

Köhlmeier_25055_MR2.inddIch bin ein Fan von Köhlmeiers Geschichten, egal ob Familienromane oder Nacherzählungen. Dieses Buch hat mich gleich in seinen Bann gezogen, denn schon alleine der Titel und das Cover erinnern an ein bekanntes Märchen von Hans Christian Andersen, nämlich an ‚Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern‘. Zwar muss Yiza, das kleine Mädchen in Köhlmeiers Erzählung, nichts verkaufen, sondern erbettelt sich Nahrung, nachdem es von seinem „Onkel“ verlassen wurde, friert aber auch und muss, so interpretiere ich den Schluss, auch sterben.
Die Sätze sind einfach, aber eindringlich geschrieben, dazwischen immer wieder Absätze, die das Gelesene nochmal überdenken lassen. Und das muss man auch, denn der Autor packt in das relativ kurze Werk viele Probleme und Themen. So findet man das gerade sehr aktuelle Thema ‚Flucht‘, aber auch die Sujets Waisenkinder, Hunger, Kälte, Alleinsein, Helfen, Ausreißen usw. vor. Rezension | Köhlmeier, Michael: Das Mädchen mit dem Fingerhut weiterlesen

Rezension | Kressmann Taylor: Adressat unbekannt

adressat_unbekanntDieses Büchlein erschien bereits 1938 in einer New Yorker Zeitschrift und wurde nun beim Atlantik-Verlag (Hoffmann und Campe) neu aufgelegt. Der Briefroman beinhaltet die Korrespondenz zwischen dem Juden Max Eisenberg und seinem deutschen (Geschäfts)Freund Martin Schulse, der von den USA zurück nach Deutschland geht. Die beiden Herren führten in San Francisco gemeinsam eine Kunstgalerie und bleiben seit Schulses Umzug 1932 in Kontakt. Der geschichtliche Kontext ist klarerweise der beginnende zweite Weltkrieg, doch auch bei der heutigen Lektüre scheint das Werk aktueller denn je zu sein. Selten habe ich ein Buch so schnell verschlungen und war erschüttert, traurig und doch erfüllt von einer Art von Gerechtigkeit, die in kriegsähnlichen Zuständen nie gerecht sein kann.

Ein ausgeklügelter Briefroman mit einer unvorhersehbaren Wendung und einem genialen Schluss. Mehr möchte ich auch gar nicht dazu schreiben, denn man muss ‚Adressat unbekannt‘ selbst gelesen haben.

Buchinfos
Autorin: Kathrine Kressmann Taylor
Titel: Adressat unbekannt
Verlag: Atlantik Verlag (Hoffmann und Campe)
erschienen: 12.10.2015 (abgebildete Version)
ISBN: 978-3-455-65082-2
Seitenanzahl: 96 Seiten
Genre: Briefroman
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Rezension | Keller, Ivonne: Lügentanz

lügentanzAuf dem Buchcover steht „Roman“, doch schnell wird klar, dass da auch Krimi- und Thrillerelemente vorkommen. Gegen Ende des 464 Seiten langen Werkes kann man sogar von einem Psychothriller sprechen. Also genau mein Fall. Etwas Spannendes gepaart mit Liebesgeschichten und Selbstfindungstripps, ausgefeilte Hintergrundgeschichten und Zufälle, die tatsächlich als solche abgetan werden können. Doch nun zum Inhalt.

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Rezension | Krätschmar, Tania: Clara und die Granny-Nannys

Clara und die Granny-Nannys von Tania KraetschmarDa ich bei der Blanvalet-Challenge 2015 mitmache, muss natürlich wieder mal ein Roman aus diesem Verlag rezensiert werden. Dieser Titel hat es mir besonders angetan, da  ich nicht gedacht hatte, dass er mir gefallen wird und ich in dann aber in einem Rutsch durch hatte, weil er so leicht und lustig zum Lesen war.

Der Inhalt

Clara möchte einen Schritt in Richtung Selbständigkeit gehen und gründet daher eine Agentur, die ältere Damen an Familien vermittelt, die Hilfe bei der Kindererziehung und im Haushalt brauchen. Also ein Au-Pair auf „alt“. Die „Granny-Nannys“, die Clara für ihren Start anheuert, sind grundverschieden und kommen auch in die unterschiedlichsten Familien, die aber eins gemeinsam haben: Sie leben in Berlin. Für die drei Damen, die bisher alle auf dem Land gelebt haben, wird dieser Ausflug auf Zeit zur wahren Erlebnisreise. Suse, Karen und Hanni erleben die verzwicktesten und verrücktesten Situationen und am Ende werden die drei dickste Freundinnen.

Eigene Meinung

Wie schon eingangs erwähnt, finde ich diesen Roman echt toll, da er so leicht und flüssig zu lesen ist. Teilweise ist er sogar spannend und man lebt mit den Protagonistinnen mit, wie sie ihre neuen, teilweise sehr skurrilen, Erfahrungen machen. Empfehlen kann ich den Roman allen Frauen (für Männer wahrscheinlich eher nichts), die gerne mit in ein Buch versinken möchten und dennoch kurzweiligen Lesespaß suchen.

Infos zur Autorin

Auf den Seiten des Blanvalet-Verlages wird folgendes über Tania Krätschmar berichtet:

Tania Krätschmar wurde 1960 in Berlin geboren. Nach ihrem Germanistikstudium in Berlin, Florida und New York arbeitete sie als Bookscout in Manhattan. Heute ist sie als Texterin, Übersetzerin, Rezensentin und Autorin tätig. Sie hat einen Sohn und lebt in Berlin.

Außerdem von ihr bei blanvalet erschienen: Eva und die Apfelfrauen (2013, ISBN: 978-3-442-38112-8)

Buchdetails

Autorin: Tania Krätschmar
Buchtitel: Clara und die Granny-Nannys
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsjahr: 2014
Seitenanzahl: 384
ISBN: 978-3-442-38299-6
Preis:  € 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 14,90