Schlagwort-Archive: Krimi

Rezension | Peters, Katharina: Leuchtturmmord

leuchtturmmordDer am 14.3.2016 erschienene Krimi kam als E-Book zu mir und weilte zwei ungenutzte Akkuperioden auf meinem Gerät, bis ich ihn endlich fertig gelesen hatte. Ich werde leider mit den elektronischen Büchern nicht wirklich warm und hab mir sehr schwer getan, dem Handlungsverlauf folgen zu können, was meines Erachtens eben auch daran liegt, dass ich keine greifbare Ausgabe in Händen hielt. Oder vielleicht auch, weil mir der Handlungsstrang ‚Boxen‘ nicht so gut gefiel. Ich erwartete mir aufgrund des Titels und Untertitels wohl eher einen gemütlichen Urlaubskrimi mit einer kleinen Romanze – okay, die gibt es eh – aber die harte Szene war mir dann doch zu viel.

Die Sprache des Krimis ist einfach gewählt, gut strukturiert und flüssig lesbar. Durch die verschiedenen Schauplätze und die Masse an Personen und Namen verloren sich meine Gedanken jedoch des öfteren und ich musste leider einige Seiten doppelt lesen. Alles in allem würde ich den Krimi gerne weiterempfehlen, aber eher als Taschenbuchausgabe.

Dieses Buch ist übrigens Teil einer Reihe, die man nicht zwingend kennen muss, um ins Geschehen hineinzufinden. Ich kannte auch die Vorgänger (Hafen-, Dünen-, Klippen- und Bernsteinmord) nicht.

Buchinfos

Autorin: Katharina Peters
Titel: Leuchtturmmord. Ein Rügen-Krimi
Verlag: Aufbau
erschienen: März 2016
ISBN: 978-3-7466-3206-3
Seitenanzahl: 323 Seiten
Genre: Krimi | Kriminalroman | Regionalkrimi
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Rezension | Balen, Noël & Barrot, Vanessa: Ein Soufflé zum Sterben

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Diesen Buchtitel habe ich eigentlich von vornherein falsch im Kopf gehabt, denn ich vollendete den Satz „Ein Soufflé zum …“ mit dem Wort „Verlieben“. Wahrscheinlich, weil Liebe durch den Magen geht. Und tatsächlich handelt es sich bei dem Werk um einen Gourmet-Krimi, hat also was mit Essen zu tun. Und auch mit ‚Sterben‘, denn so wird der Buchtitel dann vollendet.

Verliebt habe ich mich leider nicht in das Buch, welches als kleinformatige Taschenbuchausgabe den Weg in meine Wohnung gefunden hat. Der Titel und das Cover sowie das Genre hätten mir allerdings schon ganz gut gepasst, aber der Inhalt war leider nicht das, was ich mir von einem französischen Kriminalroman erwarte.  Rezension | Balen, Noël & Barrot, Vanessa: Ein Soufflé zum Sterben weiterlesen

Rezension | Prammer, Theresa: Mörderische Wahrheiten

moerderische_wahrheitenBand Eins der neuen Krimireihe rund um Kaufhausdetektivin Carlotta Fiore habe ich wie nichts verschlungen (hier geht’s zur Rezension von ‚Wiener Totenlieder‘) und genauso ging es mir auch bei ‚Mörderische Wahrheiten‘. Dieser Band spielt ebenfalls in Wien. Altbekannte Charaktere wie Konrad, der aus dem Koma mit Amnesie aufwacht und Hannes, mit dem (Car)Lotta in der Zwischenzeit ein Kind namens Konny hat, kommen vor. Auch Jungstar Fanny darf nicht fehlen, genauso wenig wie Anna, die noch immer in Konrad verliebt ist. Zu Beginn gibt’s gleich mal zwei jugendliche Leichen, die ident gekleidet und hergerichtet worden sind. Der 21er Mörder hat zugeschlagen, da er seine Opfer mit exakt 21 Messerstichen ermordet.  Rezension | Prammer, Theresa: Mörderische Wahrheiten weiterlesen

Rezension | Neder, Anke: Blutige Kristalle

blutige_kristalleIch durfte wieder einmal einen Genusskrimi lesen, nachdem ich diesem Genre schon länger abtrünnig geworden bin. Meine ersten drei Genusskrimis waren (mit einem Klick kommt ihr auf die Rezensionen):

  1. Anni Bürkl: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein
  2. Andrea Tillmanns: Mathilda tanzt und
  3. Emma Grey: Schuld war nur der Tee

Alle drei ließen sich leicht lesen und waren auch sehr spannend, bei „Blutige Kristalle“ war ich anfangs etwas zögerlich, ob es mir gefällt …  Rezension | Neder, Anke: Blutige Kristalle weiterlesen

Rezension | Ranzenberger, Klaus: Mord in vier Gängen

mord_in_vier_gaengenBeim Untertitel des Buches, ‚Ein Burgheim Krimi‘, muss man unweigerlich an das Genre Regionalkrimi denken. Doch der Autor Klaus Ranzenberger wollte eigentlich gar keinen Regionalkrimi schreiben und stellte sich daher im Vorwort die geniale Frage, ob nicht jeder Krimi ein Regionalkrimi sei, denn schließlich „müsse er ja irgendwo spielen“. Finde ich so toll, dass ich schon alleine wegen dieses Vorwortes eine unbedingte Leseempfehlung abgeben möchte.

Der Prolog – in Kursiv gehalten – stammt aus der Perspektive eines Mörders und wir LeserInnen werden sofort in eine Tat verwickelt. Später kommen auch noch solche Passagen, in denen die Tathergänge aus der Perspektive des Übeltäters geschildert werden. Doch die eigentliche titelgebende Geschichte dreht sich um Matthias Krantz, der eine alte Apotheke zu einem kleinen Lokal umgemodelt hat. Burgheim ist ein erfundener Ort im Innviertel (Oberösterreich) und ich finde es sehr schade, dass in meiner näheren Umgebung kein solches Lokal existiert. Die Beschreibungen des Autors wirken so authentisch und sympathisch, dass ich dort wahrscheinlich Stammkundin wäre.

Rezension | Mayer-Zach, Ilona: Eine Leiche für Helene

eine_leiche_fuer_heleneIch durfte wieder einmal einen Regionalkrimi lesen, und zwar einen, der in (der österreichischen Stadt) Graz spielt. Helene ist, wie der Titel schon vermuten lässt, die ermittelnde Protagonistin in einem Mordfall. Und eigentlich hat sie dafür gar keine Zeit, denn nach ihrem Rauswurf aus der Firma kümmert sie sich darum, eine Wohnung, die sie vererbt bekam, auf Vordermann zu bringen. Zum Glück kommt ihre beste Freundin Karin von Wien nach Graz zu Besuch, um den 50. Geburtstag von Helene mit ihr zu feieren. Die beiden Damen checken im Wellness-Hotel ein und lassen es sich gut gehen, bis dann schon der Mordfall eintritt. Rezension | Mayer-Zach, Ilona: Eine Leiche für Helene weiterlesen

Rezension | Balàka, Bettina: Die Prinzessin von Arborio

die_prinzessin_von_arborioVielen Dank zuerst mal an vorablesen.de und den Haymon-Verlag für dieses tolle Leseexemplar. Schon alleine die Leseprobe hat mich zum Lachen gebracht und ich wollte unbedingt wissen, wie die Geschichte der Elisabetta Zorzi, von allen nur ‚Zorzi‘ genannt, weitergeht. Doch zu Beginn weiß man nur, dass die Zorzi gerne mordet, und zwar ihre Liebhaber. In einer Art und Weise, dass man – vor allem der Kriminalpsychologe Körber – es schwer hat, ihr einen Mord anzuhängen. Denn Elisabetta ist nicht nur hübsch und liebenswürdig, sondern beherrscht die Kunst der Aussage perfekt und verstrickt sich somit nicht in Lügengeschichten, denn ihrer Ansicht nach ist sie sowieso im Recht …

Ein Unfall in den Bergen, der andere auf einer Yacht und schließlich Überanstrengung beim Radfahren – alles Zufall? Oder hat Zorzi doch ihre Finger im Spiel? Der Kriminalpsychologe Arnold Körber verliebt sich noch dazu in die vermeintliche Verbrecherin. Der Titel rührt übrigens von einer italienischen Spezialität, nämlich dem Risotto. Arborio ist eine Reisart und Elisabetta hat den Titel „Prinzessin von Arborio“ deshalb erhalten, weil der Küchenchef (der übrigens auch in die Zorzi verliebt ist) ihres eigenen Restaurants, der Cantinetta Zorzi, jede Woche neue Risotto-Kreationen auf den Tisch der Gäste zaubert.

Der Erzählstil und die Perspektive wechseln bei Balàkas Roman etwas. So wird mal Elisabetta genauer beleuchtet, dann wieder Körber und schließlich ein Blick von außen. Die Zeitebenen verweben sich ineinander, sodass am Anfang nicht ganz klar ist, wo wir uns befinden, doch das wird schnell durchsichtig. Die Sprache ist klar und die Sätze sind eher einfach gestaltet. MIt dem Lesefluss hat man hier keine Probleme und kommt auch sehr schnell voran, vor allem deshalb, weil man doch endlich wissen will, wie es mit Elisabetta Zorzi weitergeht. Das Ende ist so schnell da, wie die Morde (oder Unfälle?) passiert sind und man wünscht sich, dass es noch weitergeht. Aber bekanntlich hat ja alles ein Ende …

Buchinfos
Autorin: Bettina Balàka
Titel: Die Prinzessin von Arborio
Verlag: Haymon
erschienen: März 2016
ISBN: 978-3-7099-7239-7
Seitenanzahl: 264 Seiten
Genre: Roman | Krimi | Liebesgeschichte
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Rezension | Disher, Garry: Bitter Wash Road

bitter_wash_roadDieses Leseexemplar lag schon eine Zeit lang auf meinem SUB und meine Schwester hat mich mittels Facebook-Nachricht wieder darauf aufmerksam gemacht. Und schon fing ich an, es zu lesen und wäre womöglich in weniger als zwei Nächten fertig damit gewesen, schrie da nicht mein nicht mal 6-Wochen-altes Baby. Wenn ich ein Buch so schnell verschlinge(n möchte), heißt das normalerweise, dass es grandios ist. Genauso bei diesem Buch, welches ich schon beim Einstieg super fand, nicht nur wegen der Sprache Garry Dishers, die von Peter Torberg ins Deutsche transferiert wurde.

Der Klappentext verrät in kurzer Knappheit, worum es geht, wo das ganze spielt und wer der Protagonist ist (- genauso, wie es sein sollte). Wie ich finde, gut gelungen und spiegelt meine eigene Kurzmeinung wider.  Rezension | Disher, Garry: Bitter Wash Road weiterlesen

Rezension | Meyer, Deon: Icarus

330000xxx_Burnett_Lord_FIN.inddDieser in Süfafrika spielende Thriller ist für mich eher ein Kriminalroman und das war ich bis jetzt von Deon Meyer nicht gewohnt. Betrachtet man das Genre, so würde ich bei ‚Icarus‘ eine Themenverfehlung sehen, da die Spannung für mich so gut wie nie vorhanden war. Blickt man etwas mehr in Richtung Krimi, dann sieht die ganze Geschichte schon etwas anders aus.

Was zu den Vorgängern der Reihe gleich bleibt, ist Ermittler Bennie Griessel, um den sich die Geschichte bewegt. War bei ‚Cobra‘ (hier geht’s zur Rezension) noch die Ermittlungsarbeit im Vordergrund, schließt ‚Icarus‘ dort an, wo ‚Cobra‘ geendet hat, nämlich beim Tod eines Freundes, der auch seine Familie umbringt. Das bringt Griessel aus dem Konzept und der trockene Alkoholiker beginnt wieder zu trinken. Das missfällt nicht nur Alexa, seiner Freundin, sondern auch seinem treuen Kollegen Vaughn Cupido, der ‚Benna‘ immer wieder in Schutz nimmt.  Rezension | Meyer, Deon: Icarus weiterlesen

Rezension | Varese, Bruno: Die Tote am Lago Maggiore

die_tote_am_lago_maggioreIch habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, denn schon lange wollte ich wieder mal ein Buch lesen, welches in Italien spielt. Außerdem macht mir die Lektüre von Krimis im Moment sehr viel Spaß, da man meist einen Täter und ein Tatmotiv präsentiert bekommt und offene Enden in diesem Genre eher kontraproduktiv sind – außer natürlich, man erwartet sich eine Fortsetzung, was bei genau diesem Buch der Fall ist. Schon alleine der Untertitel – Ein Fall für Matteo Basso – lässt vermuten, dass es noch weitere Fälle für den Ermittler gibt, der eigentlich ’nur‘ Polizeipsychologe war und jetzt die Macelleria seiner Eltern in Cannobio übernimmt. Seine gute Freundin Gisella wird eines Tages tot im Wasser aufgefunden, obwohl sie eine sehr gute Schwimmerin war. Ein Telefonanruf von ihr mitten in der Unglücksnacht bleibt unbeantwortet, da Matteo sein Handy in der Macelleria gelassen hat. Er ist nicht so der Telefonierer. Natürlich hat man sofort einen Verdächtigen, nämlich denjenigen, bei dem Gisella an dem besagten Abend war. Doch war er es wirklich?  Rezension | Varese, Bruno: Die Tote am Lago Maggiore weiterlesen