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Buchrezension Rezensionen M

Rezension | Moss, Michael: Das Salz-Zucker-Fett-Komplott

Wie die Lebensmittelkonzerne uns süchtig machen

so der Untertitel des Bestsellers, erschienen im Ludwig Verlag.

Das Salz-Zucker-Fett-Komplott von Michael MossDieses Werk ist in drei Teile gegliedert, und zwar, wie könnte es anders sein, in Zucker, Fett und Salz. Der Prolog und der Epilog runden das ganze noch ab, sowie Anmerkungen zu Quellen, eine Bibliografie sowie ein Index. Dieser ist bei 624 Seiten ganz schön hilfreich. Die einzelnen Unterkapitel tragen aber auch beschreibende Wörter und so findet man sich relativ schnell in diesem Wälzer zurecht. Das Problem dieses Buches ist allerdings nicht der Umfang, sondern was es beinhaltet, denn für mich persönlich gab’s kaum etwas Neues. Okay, die Geschichte rund um Dr. Pepper war interessant, weil ich Pepper-Cola noch nicht gekannt hatte 😉

Michael Moss‘ Werk, welches im Original fast genauso heißt wie in der Übersetzung (SALT, SUGAR, FAT. How the Food Giants Hooked Us), ist ein Sammelsurium von Daten und Fakten rund um die Industrialisierung von Essen und deren nicht immer notwendigen Inhaltsstoffen. Firmen werden vorgeführt und den KonsumentInnen (zu Recht) ein schlechtes Gewissen vermittelt, wenn man solche Nahrungsmittel kauft. Allerdings bezweifle ich, dass dieses Buch von Menschen gelesen wird, die sich mit dem Thema Ernährung, Nachhaltigkeit oder Giganten der Lebensmittelindustrie noch nicht auseinandergesetzt haben. Für alle anderen ist’s nett zu lesen und vielleicht eine Vervollständigung des eh schon Gewussten.

Fazit

Man kann es lesen, muss es aber nicht.

Buchdetails
Titel: Das Salz-Zucker-Fett-Komplott
Autor: Michael Moss
Verlag: Ludwig
erschienen: 31.03.2014
Seitenanzahl: 624
ISBN: 978-3-453-28058-8
Link zur Buchseite: hier klicken

 

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Nachhaltigkeit Rezensionen Allgemein

Hörbuch: „Ab heute vegan“ von Patrick Bolk (Hg.)

ab heute veganIch lebe seit einigen Monaten vegetarisch und habe eine vegane Schwester, deshalb kenne ich mich ganz gut aus in der Welt der fleischlosen und tierproduktlosen Ernährung. Ich erwartete mir ein etwas detaillierteres Hörbucherlebnis, doch bekam eher wenig Neues präsentiert. Die meisten Dinge wusste ich schon.

Die Sprecherstimme war sehr angenehm und man konnte schön folgen, was bei den Interviews leider nicht der Fall war (Kate Nash hat eine schöne Stimme…). Diese fand ich dann auch eher fehl am Platz – die hätte ich als Bonustracks ganz am Schluss angehängt, damit man sich selbst entscheiden kann, ob man sie hören will oder nicht. So müsste man zum CD-Player gehen und auf den nächsten Titel klicken, wenn man das nicht so interessant findet.

Sehr gut fand ich das Booklet, in dem nochmal alle Links stehen, die der Sprecher erwähnt hat und auch Blogs, die man besuchen kann. Beim Lesen von Sachbüchern kann man meines Erachtens ein wenig mehr aussuchen, was man lesen möchte (querlesen oder ein paar Zeilen überspringen) – beim Hörbuch funktioniert das leider nicht ganz…

Für Neulinge am veganen Markt sicher eine gute Entscheidungshilfe für den Anfang, aber man benötigt unbedingt Zusatzmaterial, sonst weiß man nicht, wo man die fehlenden Aminosäuren, Eisen und Eiweiß herbekommt.

Vielen Dank an den DAV-Verlag für dieses Hörexemplar!

 

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Nachhaltigkeit

Lebender Christbaum

green rabbit christbaum
Dieses Jahr besorgten wir mal einen Christbaum, aber auch nur, weil wir ein Baby haben. Damit wir damit nicht die Umwelt zu sehr belasten, bestellten wir ihn bei Green Rabbit. Und die lieferten eine lebende Nordmanntanne am 16. Dezember 2013. Das gute dabei: Der Baum wird wieder abgeholt und eingepflanzt. Auch Besuchern wird er ab Mai 2014 zugänglich sein.

Witzig war auch, dass in unserer Wohnung eine Rollassel herumkrabbelte, die wahrscheinlich in der Erde des Baumes versteckt war. Dazu passt auch gut das Buch von Lena Avanzini „Hugo, streck die Fühler aus!

Nächstes Jahr werden wir sicher wieder einen Baum bestellen, dann aber ein bissi größer, obwohl der ja wirklich süß ist!

Ein nachhaltiges Prosit 2014!

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Nachhaltigkeit Rezensionen H

Rezension | Halser, Marlene (Hrsg.): Go Vegan!

go vegan!
© riva Verlag | Buchcover

Hätte ich nicht erst eine Umstellung zum Vegetarismus durchgemacht (Anfang Dezember), würde ich wahrscheinlich sofort vegan werden. Meine Schwester lebt schon länger vegan und sie wird sich sicher jetzt denken: „Aha, jetzt auf einmal? Und jahrelang hat sie dagegen gesprochen und es nicht verstanden?“ (Wenn du das jetzt liest, liebste B., würde ich gerne wissen, ob richtig liege). Warum ich nicht jetzt sofort umsteige: ich hatte erst Probleme mit Gallensteinen und stille mein Baby, was eigentlich keinen Grund darstellt aber: ich habe herausgefunden, welche Lebensmittel mir im Moment gut tun und ich möchte einfach gerade nicht experimentieren und eine Gallenkolik bekommen, was zur Folge hat, dass ich die Gallenblase entfernen lassen und mein Baby deshalb abstillen muss. Also warte ich mal 2 – 3 Monate. Mein Eikonsum ist ohnehin schon auf ein Minimum reduziert (nur mehr in Mehlspeisen), obwohl für mich früher ein Omelette zur Tagesordnung gehörte. Aber jetzt genug von mir und meinen Essgewohnheiten:

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Weekly

[52.13] Woche für Woche-Glosse

Die letzte Woche im Jahr 2013 – noch zwei Tage und schon beginnt ein neuer Zyklus. Hier in der Buchwelt wird sich auch einiges tun, zum Beispiel ist im Jänner schon wieder ein Gewinnspiel geplant, die Veranstaltungshinweise werden aktueller gestaltet und Rezensionen (hoffentlich) häufiger erscheinen.

Neujahrsvorsätze in dem Sinn habe ich nicht, außer natürlich mehr zu lesen. Und diesen Wunsch hege ich Jahr für Jahr. Für alle, die ab 2014 vielleicht die Ernährung umstellen wollen und die Richtung vegetarisch-vegan einschlagen, gibt es am 31.12. noch eine Buchvorstellung, und zwar „Go Vegan“.

Neu ist jetzt schon, dass es die Buchwelt nun auch auf Facebook und Twitter gibt und ich mein bestes versuche, um diese beiden Social Media-Angebote auch so gut es geht auf einem aktuellen Stand zu halten, was mit Baby nicht so einfach ist 😉

In diesem Sinne wünsche ich allen LeserInnen meines Blogs

PROSIT NEUJAHR und VIEL ERFOLG und GLÜCK 2014!

Eure Glossentante

 

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Weekly

[49.13] Woche für Woche-Glosse

Diese Woche bahnte sich ein Buch zu mir an. Nicht irgendeines, sondern eins, welches ich auf lovelybooks gewonnen habe. Dafür muss ich nur an einer Leserunde teilnehmen und eine Abschlussrezension schreiben. Klingt ganz easy. Aber schnell stellt sich heraus, dass zwei von 20 LeserInnen, die einst im selben Lostopf wie ich saßen und nun auch zu den GewinnerInnen gehören, mit dem Buch fertig sind. Ich bin sprachlos. Klar, ich könnte auch mehr lesen, aber dann würde ich weder essen, noch schlafen, geschweige denn die Wäscheberge wegwaschen können, die sich in unserem Babyhaushalt türmen. Mein Partner schaufelt mich zwar ganz gut frei, doch selbst er ist nicht Superman und wird öfter müde als mir lieb ist. Er geht ja auch 40 Stunden arbeiten und ist in der Nacht mindestens genauso lang und oft wach wie ich selbst. Nun hoffe ich ja, dass die anderen 17 LeserInnen auch etwas langsamer werken, damit ich mich nicht gar so schlecht fühle.

Blog-Pläne für 2014

Etwas früh für Neujahrsvorsätze? Besser zu früh als gar nicht. Und außerdem habe ich dann noch ein bisschen Zeit, um diese Vorsätze zu ändern oder gar zu löschen. Dafür sind Vorsätze ja da.

Zuerst möchte ich die Woche für Woche-Glosse beibehalten – und diesmal wirklich jede Woche etwas posten, was glossenhaft ist und nicht, wie bis jetzt, nur eine Zusammenfassung meiner geschriebenen Rezensionen oder Vorausschauen für die darauffolgende Woche. Die Glossen aus 2013 wandern dann ins Archiv, bleiben aber vorerst online – falls es überhaupt jemanden interessiert 😉

Die Nachhaltigkeits-Glosse wird wiederaufgenommen. Im zwei- bis dreiwöchigen Rhythmus wird diese ab nächstem Jahr erscheinen und behandelt nicht nur Bücher, die das Thema zum Inhalt haben, sondern auch Hygienetips und Alternativvorschlägen zu Alltagsdingen (beispielsweise Stoffsackerl gegen Plastiksackerl austauschen).

Eine neue Art der Berichterstattung erscheint ab Jänner 2014 monatlich: die Statistik. Mich interessiert selbst, wie viele Bücher und Seiten ich gelesen und rezensiert habe, welche Bücher ich bekommen und welche ich verschenkt habe.

Und die Kolumnen werden ausgebaut werden. Bis jetzt gibt es ja dank Gastautorin nur einen Beitrag. Für Themenvorschläge bin ich aber offen!

Ach ja – rezensieren werde ich auf meiner Website noch – das ist ja schließlich auch meine Hauptbetätigung auf Buchwelt 🙂

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Nachhaltigkeit

Monat für Monat [Special für Frauen] und Deo [auch für Männer]

Im Leben von Frauen gibt es jeden Monat eine Phase, in der man verstärkt Hygienematerial verwenden muss. Das geht mit der Zeit auf die Geldbörse und auch dem Umweltkonto wird hier nicht viel gutgeschrieben werden, wenn man bedenkt, wie viel von diesem Material in die Toilette gespült wird oder auch über den Hausmist entsorgt wird. Dabei ist eine nachhaltige Umgangsweise mit der Monatshygiene gar nicht mal so schwer und schlägt sich nach einiger Zeit auch positiv auf die Bilanz des Hygienekontos.

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Nachhaltigkeit

Fleischlose Kantine und Kosmetikschwindel

Wie Deutschlands Grüne letzte Woche (nochmals) bekannt gegeben haben, wollen sie einen fleischlosen Tag in Kantinen einführen, doch viele Leute wissen dahinter ein Parteiprogramm und keine Nachhaltigkeitswerbung. Ich will hier nicht zu viel politisieren, sondern die Idee an sich aufgreifen und meine Gedanken dazu kundtun:

Idee ist gut

Ich finde die Idee grundsätzlich gut, denn einmal in der Woche auf Fleisch oder Wurst zu verzichten, bringt selbst den größten Fleischtiger nicht um – auch wenn er es sich einredet. Die Bevormundung der Menschen allerdings sollte nicht passieren. Jede/r sollte immer noch frei entscheiden können, wann er/sie was isst. Ich für meinen Teil verzichte mittlerweile an sechs Tagen pro Woche auf Fleisch und selbst den einen „Fleischtag“ würde ich nicht unbedingt brauchen. Der ist purer Luxus.

Mein Vorschlag für die Kantinen: Setzt einfach jeden Tag ein vegetarisches (wenn nicht sogar veganes) Gericht auf euren Speiseplan, dann können die MitarbeiterInnen frei wählen und niemand wird bevormundet.

Kosmetik

In folgendem Video wird eindrucksvoll gezeigt, was alles in der Kosmetik „natur“ ist… dass da oft Chemie oder Palmöl drin ist, wirkt bei dem Konsumentenschwindel gar nicht mehr so überraschend. Also gut aufpassen, was in die so genannten gesunden Produkte reingemischt wurde. Toll, oder?

DAS VIDEO WURDE VOM YOUTUBE-KANAL ENTFERNT… SORRY!

Aber es gibt natürlich auch Firmen, die wirklich auf die Nachhaltigkeit schaut und auf chemische Stoffe verzichten, das zahlt man dann leider auch.

Demnächst werde ich selbst mal versuchen, eine Creme herzustellen und dann berichten.

Die nächste Ausgabe der Nachhaltigkeitsglosse erscheint übrigens am 26.8.2013.

 

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Nachhaltigkeit

Die Meistererfindung der Menschheit

Warum Alu so böse ist

So ganz hunderprozentig kann die Frage nicht beantwortet werden. Allerdings ist klar, dass es sich bei Alu um ein gefährliches Produkt handelt, geht man nach dem Film von Bert Ehgartner, der letzte Woche am Abend auf ARTE lief. Das filmische Projekt heißt „Die Akte Aluminium“ und wird nicht nur im Fernsehen, sonder auch auf Kinoleinwänden gezeigt. Erschreckend für mich waren die Folgen von Aluminium in Deodorants, obwohl ich schon vorher wusste, dass diese Partikel förderlich für Brustkrebs sein können. Doch dass man davon schneller beziehungsweise auch früher dement werden kann, wusste ich definitiv nicht. Auch der Rotschlamm, das Abfallprodukt aus der Aluminiumerzeugung, ist hoch giftig. Selbst schon die Erzeugung alleine ist umweltschädigend, da enorme Mengen an Strom benötigt werden. Näheres zu diesem Film gibt es allerdings auf der Homepage von Bert Ehgartner: Die Akte Aluminium (bitte klicken!).

Neues Deo besorgt

Nachdem ich am Wochenende das erste Fach meines Hygieneartikelkastls im Badezimmer auf schädliche und schädigende Stoffe für meinen Organismus untersucht habe und alle (ja, wirklich ALLE) Produkte aussortierte, die nicht gut für meinen Körper sind, brauchte ich dringend Nachschub. Ich habe zwar schon das Wasserlilien-Deodorant von CD (welches in der Glasflasche mit Pumpspray geliefert wird und ohne Alu auskommt), doch das ist bald leer. Also ging’s zu Lush, wo ich mir das T’eo Trockendeo besorgte – ich muss sagen, dass es wirklich sehr gut riecht. Dazu habe ich eine Seife und einen Massagebarren gekauft und meine Börse ist wieder mal leichter geworden und mein Badezimmerkastl gesünder 🙂

Neues Buch über Konzerne

warum kühe lachen und hühner nicht weinen
© Goldegg Verlag | Buchcover

Am 19. September 2013 erscheint das links abgebildete Buch „Warum Kühe lachen und Hühner nicht weinen“ von Elisabeth Zacharia im Goldegg Verlag. Der Untertitel (Die dunkle Seite des Konsums – wie uns Konzerne in die Tasche lügen) verspricht einiges und ich bin schon sehr gespannt, es zu lesen und hier für euch zu rezensieren.

Einerseits ist es ja gut, dass so viele Bücher zum Thema Nachhaltigkeit und Ökologie bzw. Tierschutz erscheinen, doch traurig ist es zugleich, denn: wenn alles richtig ablaufen würde, bräuchten wir solch Aufklärung in schriftlicher Form ja nicht…

Der nächste Glossenartikel zum Thema erscheint am 12. August 2013.

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Nachhaltigkeit

Für die Nachhaltigkeit im Lebensmittelbereich

go vegan!
© Riva Verlag | Buchcover

 

Im Oktober 2013 erscheint dieses Buch, auf welches ich mich schon sehr freue. Der Riva-Verlag (Münchner Verlagsgruppe) bietet auch viele andere Bücher aus dem Gesundheits- und Ernährungsbereich an und ich finde, ein Blick auf die Verlagshomepage lohnt sich allemal (klick hier und schon bist du im riva Verlag!)!

Erst gestern war ich im neu eröffneten ersten veganen Supermarkt Wiens, dem MaranVegan. Ich lebe zwar (noch) nicht vegan, aber für meine Schwester war es dort ein Schlaraffenland. Ich fand natürlich auch genügend Lebensmittel, die ich teilweise heute schon verkocht habe – Hirse aus biologischem Anbau, vegane Kokossahne mit 100%igem Mangopüree (sehr lecker und vor allem einfach!).

Tja, und dann gibt’s seit Juni 2013 das foodsharing auch für Österreich (myfoodsharing). Dort habe ich mich angemeldet und auch gleich zwei Lebensmittel, die in meinem Kühlschrank standen, verschenkt. Eine äußerst gute Idee, wie ich meine! Vor allem, wenn man in der Stadt, in der man lebt, niemanden kennt oder die Bekannten, Verwandten und Freunde diese Produkte nicht haben wollen. Bevor man’s wegschmeißt: herschenken!

Das war wieder einmal eine Nachhaltigkeitsglosse, die normalerweise 14-tägig erscheint. Sehen wir es als „Sonderausgabe“ ob der vielen schönen Meldungen!

Der nächste reguläre Eintrag folgt am 29.07.2013!

Bis dahin: alles Liebe und lebt nachhaltig!