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Rezensionen C

Rezension | Crimp, Imogen: Unser wirkliches Leben

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Eine Frau im Vordergrund des Covers, dahinter ein Mann. In Imogen Crimps Roman Unser wirkliches Leben dreht sich alles um die Gesangsstudentin Anna, die sich in London mit der nicht erfolgreichen Autorin Laurie ein Zimmer bei den Ps teilt, ein sehr skurriles Paar. Auf über 460 Seiten teilen wir das Leben oder die Vorstellungen darüber mit Anna.

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Rezensionen L

Rezension | Leo, Maxim: Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße

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Maxim Leo lässt im Roman Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße den Besitzer einer kleinen Videothek zum Helden aufsteigen. Die Geschichte rund um Michael Hartung wird in zwei Zeitebenen erzählt, die miteinander verwoben sind. So erfahren die Lesenden von einem Fluchtmanöver aus der DDR nach Westdeutschland, das keinem geringeren als dem sehr passiven und dem Alkohol nicht abgeneigten Protagonisten zugeschrieben wird.

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Rezensionen M

Rezension | Moniz, Dantiel W.: Milch Blut Hitze

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Wie spannend und nachhallend können Kurzgeschichten eigentlich sein? Das war es auch, warum ich gefühlt ewig brauchte, um die elf Kurzgeschichten von Dantiel W. Moniz fertigzulesen. Nach einer Geschichte sofort zur nächsten springen war irgendwie nicht drin. Das Gelesene muss hier erst mal sickern.

Gibt es in Milch Blut Hitze einen roten Faden? Etwas, das immer wieder thematisiert wird? Vielleicht sogar Zusammenhängte?

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Rezensionen T

Rezension | Townsend, Sue: The Women who went to bed for a year

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Zum Jahresbeginn gibt es auf Buchwelt die Rezension von Sue Townsends Werk The Women who went to bed for a year , welches ich auf Englisch gelesen habe.

Wer kennt The Secret Diaries of Adrian Mole von Sue Townsend? Ich durfte das damals in der Schule lesen und die Sprache der Tagebücher war recht einfach gehalten, sodass es sich anbot, sich im Englischunterricht mit originalsprachlichen Texten auseinanderzusetzen. The Women who went to bed for a year hat an Leichtigkeit in Bezug auf die Sprache nichts verloren und ich kam sehr schnell mit der Lektüre voran. Doch nun mehr zum Inhalt.

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Rezensionen W

Rezension | Wells, Benedict: Hard Land

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Schon am 1. März 2021 erschien der großartige Coming-of-Age-Roman von Benedict Wells. Gleich vorweg: Es ist ein Werk, welches man sehr schnell lesen wird, denn die Spannung und vor allem der Schreibstil machen es dem/der Lesenden unmöglich, das Buch wegzulegen.

Wie schon im ersten Satz geschrieben, handelt es sich bei diesem Werk um eines, das einen jugendlichen Protagonisten auf seinem Weg begleitet.

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Rezensionen F

Rezension | Funk, Mirna: Zwischen Du und Ich

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Ich bin schon sehr lange auf der Suche nach einem Buch gewesen, das in Tel Aviv oder überhaupt in Israel spielt und das mich vom Klappentext her anspricht. Bei Mirna Funks Werk ‚Zwischen Du und Ich‘ durfte es endlich so weit sein und ich freute mich schon sehr darauf, dieses Buch zu lesen. Mit der Rezension dazu tue ich mir zugegebenermaßen etwas schwer, aber lest selbst, warum.

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Rezension Krimi Rezensionen S

Rezension | Schneider, Anna: Grenzfall

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In kursiv geschriebenen Textstellen, die übers Buch verteilt vorkommen, nehmen wir als Lesende den oder die Übeltäter*in wahr. Diese Passagen sind extrem spannend und natürlich auch grausig, so wie es sich für einen Krimi gehört.

Gleich zu Beginn lernen wir Alexa Jahn kennen, die als Oberkommissarin zur Kripo Weilheim wechselt. Vorher war sie in Aschaffenburg und hatte dort noch mit ihren Gefühlen zu ihrem Kollegen zu kämpfen. Abwechslung kommt für sie also sehr willkommen. Doch als sie in Weilheim ankommt, wird auch schon eine Leiche in der näheren Umgebung gefunden, ihr Chef verletzt sich bei einem Einsatz und sie wird sogleich zur Einsatzleiterin ernannt, was ihrem Kollegen sehr sauer aufzustoßen scheint. Bei dem Mordfall handelt es sich um eine Frau, deren Leichenteile sowohl in Deutschland als auch in Österreich verteilt gefunden werden. So kommt es zu grenzüberschreitenden Ermittlungen, die Alexa Jahn mit dem österreichischen Chefinspektor Bernhard Krammer bekannt machen.

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Rezensionen L

Rezension | Lucas, Rachael: Die kleine Bücherei in der Church Lane

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Mit einem Wohlfühlbuch einer Autorin möchte ich den Weltbuchtag heute ausklingen lassen. Sehr selten komme ich mittlerweile dazu, Bücher zu lesen und wenn, dann ist es meist schon später Abend. Das Werk von Rachael Lucas kann man auch noch um 22.04 Uhr zur Hand nehmen und vor dem Einschlafen lesen. Es lässt einen abtauchen in eine Welt, die man so vielleicht gar nicht (mehr) kennt, vor allem, wenn man in einer Stadt zu Hause ist. Doch worum geht es nun genau in diesem Buch? Lest einfach weiter.

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Rezensionen K

Rezension | Knausgård, Karl Ove: Im Winter

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Okay, ich hab das Buch vor dem Herbst ausgelesen, dann gewartet, weil ich es ja – passend zum Titel – im Winter hier auf Buchwelt vorstellen wollte. So vieles kam dazwischen und das Buch lag neben meinem Bett in einer ‚Bücherkiste‘, gemeinsam mit anderen, die darauf warten, rezensiert zu werden. Der Winter ist wieder mal vorbei, aber auf den nächsten kann und will ich nicht warten, sondern präsentiere jetzt Karl Ove Knausgårds Roman „Im Winter“.

Natürlich fragt man sich zurecht, ob es ein ‚Im Frühling‘ oder ‚Im Sommer‘ auch gibt. Wer diesem Blog folgt und ein Fan des norwegischen Autors ist, der oder die wird sicher festgestellt haben, dass es ein ‚Im Herbst‘ gibt (–> hier geht’s zur Rezension). Und ja, es gibt auch den Frühling und den Sommer. Nur die habe ich (noch) nicht gelesen. Die drei Monate, die das Buch umfasst, beginnen alle mit einem ‚Brief an eine ungeborene Tochter‘. So wird am 2. Dezember, am 1. Jänner und am 29. Jänner das jeweilige Monat eingeläutet. Wunderbare Bilder von Lars Lerin untermalen die einzelnen Seiten des Buches sowie den Umschlag. Es ist ein Gesamtkunstwerk, welches man immer wieder mal zur Hand nehmen kann. Knausgård beschreibt einzelne Beobachtungen so detailgetreu, lässt dann aber auch wieder Platz für eigene Interpretationen oder das Weiterträumen, Nachdenken.

Überschriften wie „Schneewehen“, „Kanaldeckel“, „Das Ich“ oder „Weihnachtsgeschenke“ laden die Leser•innen ein, darin zu schmökern, einzutauchen und – das passiert hier des Öfteren – über das Leben und den Tod nachzudenken.

Ein lebensbejahendes, nachdenkliches, voller Liebe gestaltetes und vor allem geschriebenes Buch. Ich bin froh, dass ich es nach längerer Zeit dann doch zur Hand genommen habe und darüber berichten darf.

Buchinfos
Autor: Karl Ove Knausgård
Titel: Im Winter
OT: Om Vinteren
Verlag: Luchterhand
erschienen: November 2017
ISBN: 978-3-630-87515-6
Seitenanzahl: 320 Seiten
Genre: Roman
Preis: € 22,70
[vielen dank an den verlag für dieses rezensionsexemplar | werbung, da rezension und verlinkung]

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Rezensionen D

Rezension | Dangl, Michael: Orangen für Dostojewskij

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Vor einigen Monaten habe ich „Ach, Virginia“ von Michael Kumpfmüller [Link zum Buch bei Kiepenheuer&Witsch] gelesen. In dessen Buch geht es um einen Lebensabschnitt von Virginia Woolf und ich war ein wenig unsicher, was ich von einem Roman über eine Schriftstellerin halten sollte. Genauso einen Fall haben wir hier, mit „Orangen für Dostojewskij“. Tatsächlich gelebte Personen werden hier in einer Art und Weise biographisch in einen Roman eingearbeitet, wobei Zeit und Orte nicht immer bedingt eine wahrheitsgetreue Rolle einnehmen müssen. Ich habe mich zu wenig in die Rezeption eingelesen, aber gehe davon aus, dass es sich bei diesen fiktionalen Biographieromanen um ein relativ neues Genre handeln dürfte. Es ist weder ein historischer Roman, noch reine Fiktion. Auf jeden Fall spannend, sich in die vermeintliche Lebenswelt eines Dostojewskij oder Rossini – der übrigens erst nach fast 100 Seiten auftaucht – einzulesen.