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Rezension | Dekker, Tanja: PhanHabs Savanna

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© twikga-Verlag | Buchcover

Gleich mal vorweg: Bei diesem Buch handelt es sich um ein Bilderbuch, welches ähnlich wie Wimmelbücher funktioniert. Man schlägt es auf, sucht und findet Tiere, die man dann auch benennen sollte. Die Eltern (oder größeren Geschwister) können beim Nennen der in der afrikanischen Savanne hausenden Tiere helfen, denn auf den letzten Seiten befinden sich die Bezeichnungen der Tiere auf drei Sprachen: Englisch, Deutsch und Holländisch.

Fotomontage und Entdeckungsreise

Die Autorin des Buches, Tanja Dekker, hat gemeinsam mit ihrem Mann alle Fotos selbst geschossen, und zwar in den Savannen Botswanas, Kenias und Tansanias. Auch die Zeichnungen und Collagen stammen von ihr. Dieses  32-Seiten starke (Bilder)Buch kommt fast ohne Text aus. Auf der ersten Seite wird lediglich erklärt, was gewisse Phanhabs sind und wo man die Bezeichnung der einzelnen Tiere findet. Hier gibt es dann auch gleich ein Beispiel und auf den folgenden Blättern findet man nur mehr abfallende Seiten (d.h. die Bilder gehen bis zum Rand).

Fazit und eigene Meinung

Wenn man sich ein Buch mit Text erwartet, dann ist dieses Buch eher ungeeignet. Weiß der Leser/die Leserin allerdings, dass es sich um ein Suchbuch à la Wimmelbuch handelt und dass hier authentische Bilder verarbeitet wurden, dann lohnt sich ein Blick hinein. Die Einteilung der Tierarten in Säugetiere, Vögel, Raubtiere, Insekten und Reptilien finde ich persönlich sehr gelungen, da man mit den Kindern gemeinsam raten kann, worum es sich bei den einzelnen Geschöpfen handelt. Die Altersangabe wurde vom Verlag mit 4 – 99 angegeben, wobei ich das Buch ohne Kind eher nicht lesen würde. Meine Altersempfehlung daher: 3 – 10 Jahre. Ich denke, dass ältere Kinder oder (junge) Erwachsene eher zu größeren Bildbänden greifen, die ein wenig detaillierter auf die große Vielfalt eingehen. Vor allem dann, wenn man einen Afrika-Urlaub geplant hat oder sich genau über die dort ansässige Tierwelt erkundigen möchte.

Für naturliebende Kinder auf jeden Fall bestens geeignet, denn die Fotos sind abwechslungsreich und manche Tiere lassen sich auf mehreren Bildern erkunden, was die Eltern ausnutzen können, indem sie ihre Sprösslinge fragen: „Na, und wo ist der Elefant auf diesem Bild?“.

Vielen Dank an den Twikga-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

 Buchdetails

Autorin: Tanja Dekker
Buchtitel: PhanHabs. Savanna
Verlag: Twikga-Verlag
Erscheinungsjahr: 2013, Hamburg
Seitenanzahl: 32 Seiten
ISBN: 978-3939225-04-1
Preis: EUR 12,95

Rezension | Rometsch, Ina und Verg, Martin: Geheimsache Labskaus

© Residenz-Verlag

Als ich das Buch aufschlug, war es schon um mich geschehen: Es konnte mich tatsächlich in seinen Bann ziehen (obwohl ich nicht mehr zur Zielgruppe gehöre) und hat mir ein paar Stunden nette Unterhaltung geschenkt. Auf 160 Seiten liefert der Residenz-Verlag Spannung und Unterhaltung pur, und das nicht nur für Jungs, denn auch taffe Mädels haben ihren Beitrag zur Auflösung des Kriminalfalls beigesteuert.

Zum Inhalt

Oskar von Köhler hat Geburtstag und bekommt nicht das, was er sich eigentlich vorgestellt hatte – ein Schokotorte, sondern ein weiteres Handy, einen Golfschläger und einen Karottenkuchen.. Rezension | Rometsch, Ina und Verg, Martin: Geheimsache Labskaus weiterlesen

Rezension | Holzinger, Michaela: Bobbi Bär und Doddi Dachs

© G&G-Verlag
© G&G-Verlag

Bei diesem Buch handelt es sich um ein Vor- und Mitlesebuch, bei dem die Buchstaben b und d unterschieden werden sollen. Gerade weil sich diese beiden Letter so ähnlich sind, wurde eine Geschichte darum gebaut, und wenn man sich den Bären und den Dachs vorstellt, so wie auf dem Titelbild gezeichnet, könnten sich Kinder den Unterschied leicht merken: Bär mit großem Bauch (Rundung nach rechts) und Dachs mit großem Rücken (Rundung nach links).

Aufbau und Inhalt

Auf 44 Seiten lernen fünf- bis sechsjährige Kinder, wie man das kleine b vom kleinen d unterscheidet. Das ganze ist in eine nette Geschichte verpackt und in 4 Kapitel unterteilt. Die Kapitelüberschriften lauten: Rezension | Holzinger, Michaela: Bobbi Bär und Doddi Dachs weiterlesen

Rezension | Holzinger, Michaela: Drachen küsst man nicht

9783851976892
© Obelisk-Verlag

Dieses Kinderbuch rezensiere ich für meine Arbeit an der Uni und es hat extrem viel Spaß gemacht, es zu lesen. Man ist in ca. 20 Minuten mit dem Text durch und die Illustrationen von Monika Maslowska sind total nett gestaltet und regen auch zum Mitschauen an, sofern man das Buch kleineren Kindern vorliest.

Aufbau

Das Buch ist lang und schmal, hat einen Umschlag aus Hardcover und zwei Vorlageseiten in der Farbe Orange. Mit 64 Seiten, wobei oftmals eine ganze Seite nur mit Illustrationen gefüllt ist, gehört es wohl zu den nicht ganz kurzen, aber auch nicht extrem langen Kinderbüchern für die Altersgruppe 7+, die der Obelisk-Verlag empfiehlt. Rezension | Holzinger, Michaela: Drachen küsst man nicht weiterlesen

Rezension | Hula, Saskia: Kaninchentage

9783851976878
© Obelisk-Verlag

Dieses Kinderbuch habe ich im Zuge meiner Proseminararbeit für die Uni mit großer Freude gelesen, denn die Geschichte ist einfach sehr nett. Der Verlag (Obelisk-Verlag Innsbruck-Wien) gibt an, dass dieses Buch ab 10 Jahren geeignet ist, wobei ich sagen muss, dass man es wohl auch schon mit einem Alter von acht Jahren gut versteht und lesen kann.

Aufbau

Das Buch ist ein Hardcover-Buch und hat farbige Einlageblätter. Die Seiten sind relativ dick und reißfest, was bei Kinderbüchern dieser Altersempfehlung zwar nicht mehr unbedingt notwendig, aber ganz hilfreich ist. Vor allem, wenn die Kleinen das Buch dann im Bett vor dem Schlafen gehen lesen wollen. Rezension | Hula, Saskia: Kaninchentage weiterlesen

Rezension | Hochgatterer, Paulus: Wildwasser

Wildwasser von Paulus Hochgatterer
© Deutscher Taschenbuchverlag

Den schon 1997 im Zsolnay-Verlag in Wien erschienene Adoleszenzroman „Wildwasser“ habe ich in der 2. Auflage 2011 (Neuausgabe 2009), erschienen im Deutschen Taschenbuchverlag, gelesen. Der Autor Paulus Hochgatterer wurde 1961 in Niederösterreich (Amstetten) geboren und lebt als Schriftsteller und Kinderpsychiater in Wien. Er studierte Medizin und Psychologie.

Auf 128 Seiten verfolgen die Leserinnen und Leser eine innere Fahrt von Jakob Schmalfuß, der auf der Suche nach seinem Vater ist. Der Roman spielt in Ostösterreich und zieht sich von Wien bis in den Eingang des Gesäuses. Rezension | Hochgatterer, Paulus: Wildwasser weiterlesen

Rezension | Farquharson, Vanessa: Nackt schlafen ist bio

Vorgeplänkel

Als ich von dem Buch das erste Mal hörte, war ich nicht sonderlich begeistert, es mir zuzulegen, denn was wollte mir die Autorin aus Kanada beibringen, was ich nicht eh schon über ökologischen Lifestyle wusste? Also beließ ich es dabei, um ein paar Jahre später, genauer gesagt dieses Jahr im Februar, nach dem Buch Ausschau zu halten. Klar hätte ich es mir auch einfach über’s Internet bestellen können, doch meine Vorliebe für angreifbare Buchgeschäfte hat mich nach einem vormittäglichen Kinobesuch in eine Filiale der größten Buchhandelskette in Österreich gelotst. Dort angekommen, begab ich mich fälschlicherweise in die Belletristikabteilung, da ich mir beim besten Willen nicht vorstellen konnte, dass dieses Buch als Sachbuch gehandelt werden würde. Der Mitarbeiter, den ich wegen des Buches befragte, meinte nur, dass er noch nie davon gehört hätte und tippte den Titel in den Computer ein. „Ah, wir haben anscheinend doch sehr viele von den Büchern lagernd. Sie müssen in den ersten Stock“, war sein Kommentar auf den Auswurf in seinem Programm. Rezension | Farquharson, Vanessa: Nackt schlafen ist bio weiterlesen

Rezension | Fitzgerald, F. Scott: Der große Gatsby

Wie bereits in einer Woche für Woche-Glosse angekündigt (–> hier klicken), gibt es nun endlich eine Rezension von F. Scott Fitzgeralds Werk The great Gatsby. Gelesen habe ich das Buch auf Deutsch in einer Übersetzung von Reinhard Kaiser und erschienen ist dieses Exemplar im Insel Verlag 2012.

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© Insel Verlag | Buchcover

Inhalt und Aufbau

Erzählt wird die Geschichte von einem gewissen Nick Carraway, der sein finanzielles als auch privates Glück in der Nähe von New York City zu suchen scheint. Die Zeit des Jazz und Glamour war in den 1920er Jahren angerückt und so kommt dieser Aspekt auch in der Erzählung nicht zu kurz. Der eigentliche Titelheld, Jay Gatsby, taucht erst später als elementarer Teil in der Story auf und die Liebesgeschichte zwischen ihm und Carraways Cousine Daisy Buchanan entfacht erneut. Alles scheint perfekt, außer die Ehe von Daisy und Tom, der wiederum ein großer Frauenheld ist und mit einer gewissen Myrtle ein Verhältnis pflegt – bis diese tragisch ums Leben kommt.

Diese Ausgabe gliedert sich in neun Kapitel und umfasst 212 Seiten, was für einen Roman dieser Art nicht sehr viel ist, da doch einiges passiert. Umso spannender ist es, Seite für Seite durchzulesen, denn der Stil fesselt einen beim Lesen einfach. Eintauchend in das Leben der 20er Jahre erlebt man Parties von Gatsby, erfährt, wie sehr sich Daisy in ihrer Glanz&Glamour-Welt wohlzufühlen scheint und der Erzähler Nick irgendwie merkt, dass er nicht so ganz in diese Welt hineinpasst…

Fazit und Eigene Meinung

Dieses Buch hat es in sich. Vorher sah ich den Film, der mir persönlich in keinster Weise die Welt von damals näher bringen konnte, doch die literarische Form des Werkes hat mich überzeugt. Viele Unterschiede von Film und Buch anhand der Story lassen sich nicht festmachen, doch die Stimmung ist eine komplett andere. Empfehlenswert ist das Buch allemal, der Film nur für eingefleischte Leonardo DiCaprio-Fans, der seine Rolle als Jay Gatsby wirklich überzeugend spielt.

Langeweile kommt beim Lesen absolut keine auf, was wohl an der Kompaktheit der Erzählung und der Ereignisse liegen dürfte. Nicht umsonst zählt Der große Gatsby als das erfolgreichste Werk Fitzgeralds und sollte nicht ungelesen im Schrank landen.

Buchdetails

Autor: F. Scott Fitzgerald
Titel: Der große Gatsby (Original: The great Gatsby)
erschienen erstmals: 1925 | in meiner Ausgabe: 2012
Verlag: Insel Verlag Berlin
ISBN: 978-3-458-35891-6
Preis: € 8,99 [D], € 9,30 [A]

 

Rezension | Stilton, Geronimo: Mein Name ist Stilton, Geronimo Stilton (Band 1)

Mein Name ist Stilton, Geronimo StiltonVorgeplänkel

Zugegeben, das Buch ist keine Neuerung am Buchmarkt – es wurde bereits 2000 in Italien aufgelegt („Il mio nome è Stilton, Geronimo Stilton“). Als deutschsprachige Ausgabe kam es 2012 beim Rowohlt Taschenbuchverlag heraus, der Übersetzer ist Carsten Jung. Der Name Stilton bezieht sich übrigens auf eine englische Käsesorte (Infos dazu hier). Das Bild links stammt von der Rowohlt-Seite.

Inhalt

Geronimo Stilton ist Chef eines Verlagshauses, welches Bücher und Zeitschriften herausgibt. Seine Einstellung zu Musik und Lifestyle ist etwas verstaubt – er ist praktisch eine graue Maus. Als dann jedoch seine neue, erst 14 Jahre alte Assistentin Pinky Pick zu ihm ins Büro kommt, ändert sich sein Leben grundlegend.

Aufmachung des Buches

Auf 128 Seiten erzählt uns der Protagonist des Buches Geronimo Stilton, was um ihn herum alles passiert. Dabei gibt es bildliche Untermalung auf jeder Doppelseite und manche Wörter werden grafisch umgesetzt. Zuerst hat mich das Buch sehr an das Sprachbastelbuch erinnert, doch leider blieben die Wortspielereien auf einem eher
niedrigen Niveau.

Sprachbastelbuch  © G und G-Verlag
Sprachbastelbuch
© G und G-Verlag

Fazit

Die Idee ist gut, die Umsetzung schlecht. Leider ist die Geschichte rund um den Helden Geronimo Stilton langweilig. Es kommt keine oder nur kaum Spannung auf. Der Protagonist selbst ist nicht die Hauptperson, sondern die junge Assistentin Pinky Pick. Positive Dinge, die ich dem Buch dann doch abverlangen kann: Es ist eine Reihe, die mittlerweile 16 Bände umfasst. Sollte sich ein Kind in den Geschichten wiederfinden, gibt es, zumindest derzeit, Fortsetzungen in relativ kurzem Abstand. Auf der Geronimo-Stilton-World im Internet findet man außer Büchern auch noch Filme und weitere Extras – die Kinder können auch Reporter in Stiltons Welt Mausalia werden oder Malvorlagen ausdrucken. Außerdem kann man die Bücher online lesen und muss nichts zahlen (unverbindliche Preisempfehlung liegt bei € 1,99 in Deutschland, bei € 2,10 in Österreich).

Rund um Stilton gibt es also viele Produkte, die Kindern mit Sicherheit Spaß machen. Wer sich jedoch auf’s Lesen konzentriert, hat von diesen Büchern nicht viel und die veränderten Buchstaben stören teilweise bei der Lektüre des spannungslosen Textes.

Ich bedanke mich bei vorablesen.de für das Leseexemplar.

 

Rezension | Selke, Stefan: Schamland. Die Armut mitten unter uns

Vorgeplänkel

Der Autor, Stefan Selke (1967 geboren), hat sich mit der Armenspeisung in Suppenküchen und Tafeln beschäftigt und gibt im Econ Verlag (Berlin) am 12.4.2013 sein Buch „Schamland“ heraus. Es hat, den Epilog und die Fußnoten mitgerechnet, 288 Seiten. Diese sind von der Druckart her qualitativ hochwertig. Der Einband ist in weiß mit schwarzer Schrift und Orange gehalten.

Inhalt und Aufbau

Das Buch teilt sich in 5 Überkapitel, die da heißen:

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I Armut mitten unter uns
II Trostbrot
III Der Chor der Tafelnutzer
IV Zurückbleiben, bitte!
V Nach dem Lob

Außerdem wartet das Buch noch mit einem Prolog, einem Epilog, Danksagung und Anmerkungen auf.

Die Mischung aus Sachbuch und Realitätsbericht von Stefan Selke kommt als 4-teilige Leseprobe zu uns. Im Prolog erzählt der Autor über seine Zugänge zur Armut und stellt sich die Frage, wie Armut im Reichtum bestehen kann.
Im zweiten Kapitel, das sich „Trostbrot“ nennt trifft Selke auf unterschiedliche Leute, die alle eine andere Ausgangsposition für ihre Armut haben. Zum Beispiel ein ein junges Studentenpärchen, das ihr erstes Kind erwartet oder er lernt er ein älteres Ehepaar kennen. Der Mann war früher Handwerker und hatte ein gutes Leben. Auch sie müssen die Tafel in Anspruch nehmen. In einem weiteren Fall geht es um eine erkrankte Frau, die ständig zur Dialyse muss und von ihren Mitmenschen als faul bezeichnet wird. Dann ist sie umgezogen, weil sie es nicht mehr aushielt. Auch sie geht zur Tafel.

Fazit

Ein eindrucksvoll, aber auch sachlich geschilderter Erfahrungsbericht über Menschen, die mit sehr wenig Geld auskommen müssen. Mit vielen anonymisierten Aussagen von Betroffenen, die sich als Schattenmenschen sehen. Eine Enttabuisierung – großartig.

Daten zum Buch

Autor: Stefan Selke
Titel: Schamland. Die Armut mitten unter uns
Verlag: Econ Verlag Berlin (Ullstein Buchverlage GmbH)
Erscheinungsjahr: 2013
ISBN: 978-3-430-20152-0
Preis: € 18,50 (A), € 18,00 (D)
Seitenanzahl: 288

Vielen Dank an vorablesen.de für das Leseexemplar!