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Rezension | Fulvio, Luca Di: Als das Leben unsere Träume fand

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Dieses Werk ist eines der dicksten, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. Mit nicht weniger als 765 Seiten braucht es, obwohl ein Taschenbuch, im Bücherregal auch ganz schön viel Platz. Aber nicht nur ‚Als das Leben unsere Träume fand‘ verfügt über einen solch großen Umfang, sondern auch die Vorgängerromane ‚Der Junge, der Träume schenkte‘ und ‚Das Mädchen, das den Himmel berührte‘ wurden seitenstarke Spiegel-Bestseller. 

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Rezension | Libaire, Jardine: Uns gehört die Nacht

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Schon der Klappentext ist sehr spannend und vielversprechend:

Als Elise Perez an einem trostlosen Winternachmittag in New Haven den Yale-Studenten Jamey Hyde kennenlernt, ahnt keiner, dass hier und jetzt ihrer beider Schicksal besiegelt wird. Was als obsessive Affäre beginnt, wird zu einer alles verändernden Liebe. Doch Elise ist halb Puerto-Ricanerin, ohne Vater und Schulabschluss aufgewachsen, und Jamey der Erbe einer sagenhaft reichen Familie von Investmentbankern. Wie weit sind sie bereit zu gehen?

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Der Beginn ist phänomenal, denn Elise hat die Hand am Abzug eines Gewehres und will Jamey erschießen. Danach kommt ein Zeitsprung und führt den Leser / die Leserin eineinhalb Jahre in die Vergangenheit. Dorthin, wo alles begann.

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Rezension | Wilson, Christopher: Guten Morgen, Genosse Elefant

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Vermutlich werden die wenigsten unter euch im Zoo leben und als Sohn eines Zootierarztes ein Mindestmaß an Sicherheit zur Verfügung gestellt bekommen. Es kann auch sein, dass man sich nicht in die Sowjetrepublik des Jahres 1954 hineinversetzen kann und mit dem „Stählernen“, Generalsekretär des Zentralkomitees, Josef Petrowitsch abhängen muss. Doch dies ist nicht unsere Geschichte, sondern die des Juri Zipit, der gleich zu Beginn des lustigen, traurigen, spannenden, interessanten und gleichzeitig abstrusen Romans festhält, dass alles wahr sei, naja, fast alles.  Rezension | Wilson, Christopher: Guten Morgen, Genosse Elefant weiterlesen

Rezension | Simon, Cordula: Der Neubauer

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Während der Lektüre des sehr schnellen Hochstaplerromans, der ja typischerweise nur in Wien spielen kann – oder auch in einer anderen Stadt, obgleich die Absurdität von manchen Personen nur der Bundeshauptstadt Österreichs zugeschrieben werden muss – fragt man sich des Öfteren:  „Wer ist dieser Neubauer?“ Es ist wie Warten auf Godot, doch schlussendlich auch wieder nicht, denn es tut sich doch einiges in dem Werk von Cordula Simon. Dabei ist auch nicht immer klar, wer denn der eigentliche Hochstapler ist und wer wem die Lügen erzählt und sie dann umgekehrt auch glaubt. Rezension | Simon, Cordula: Der Neubauer weiterlesen

Rezension | Hagmann, Barbara: Blühender Lavendel

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Hauptsächlich geht es im Roman „Blühender Lavendel“ um einen älteren Buchhalter namens Herbert Kull; ein sonderbarer, eigenartiger, komischer Kautz! Er trägt täglich denselben Anzug, er bringt Woche für Woche blühenden Lavendel zum Grab seiner geliebten Mutter, es muss bei ihm alles immer nach Minuten eingeteilt sein, ansonsten käme er komplett durcheinander! Das geschieht auch, als ihn seine Schwestern dazu drängen, gemeinsam die Kindheit aufzuarbeiten. Er kommt nach und nach dahinter, dass nicht alles so schön in seiner Kinderzeit war und damit werden seine Zwänge immer stärker.

Eine junge Assistentin, Simone Allemann, war eingangs sehr lebenslustig, nach dem Beziehungsende mit Robert war sie dann allerdings nur mehr mit ihrem Selbstmitleid beschäftigt.  Sie muss ab und zu mit dem merkwürdigen Buchhalter gemeinsam arbeiten, interessiert sich aber nicht sehr für seine eigenartigen Marotten; ihr war dieser Mann nicht ganz geheuer. Verstehe ich, denn mir wurde Herr Kull auch von Seite zu Seite immer unsympathischer!

Die beiden sind sich eigentlich völlig egal, bis Simone eines Tages in das Büro von ihrem Kollegen platzt … und das Ende ist schrecklich böse!!!

Alles in allem ein eher unspektakuläres Buch, trotzdem mag ich noch immer den Duft von Lavendel 😉

Buchinfos

Autorin: Barbara Hagmann
Titel: Blühender Lavendel
Verlag: Riverfield
erschienen: August 2015
ISBN: 978-3-9524463-7-9
Seitenanzahl: 240 Seiten
Genre: Roman

Rezension | Slimani, Leïla: Dann schlaf auch du

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Ich frage mich, warum ich in letzter Zeit immer zu solch melodramatischen Romanen greifen muss, in denen ich auf Teile meiner Realität treffe. Vermutlich wäre ich glimpflicher davon gekommen, hätte ich nur die ersten zweieinhalb Seiten gelesen – besser noch: ich hätte sie nicht gelesen. Und dennoch wird sich dieser Roman als einer der besten im Jahr 2017 in mein Bücherregal reihen, denn wer mit so viel Gefühl und gleichzeitig extremer Klarheit schreibt, dem gebührt aller Ruhm.  Rezension | Slimani, Leïla: Dann schlaf auch du weiterlesen

Rezension | Perry, Sarah: Die Schlange von Essex

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Wer den britischen Buchpreis für den besten Roman des Jahres 2017 bekommt, muss schon einiges auf dem Kasten haben. Der Titel „Die Schlange von Essex“ kann auf mehrere Weisen interpretiert werden und ist sogar auf dem Hardcover als Schlangenmuster ertastbar gezeichnet. Das orangefarbene Lesebändchen hilft dabei, die aktuelle Seite wiederzufinden, was bei knapp 500 nicht immer so leicht ist.  Rezension | Perry, Sarah: Die Schlange von Essex weiterlesen

Rezension | Boyne, John: Der Junge auf dem Berg

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Den Roman „Der Junge auf dem Berg“ habe ich verschlungen und bin dank meiner Mama auf dieses Buch aufmerksam geworden. Sie hat den Vorgängerroman, „Der Junge im gestreiften Pyjama“ als Verfilmung gesehen und fand ihn so schockierend, dass sie den Titel eines Nachmittages einfach zusammenhanglos gesagt hat. Das machte mich extrem neugierig und so kam es dazu, dass ich den neuen Roman von John Boyne gelesen habe.

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Rezension Jugendbuch | Puhlfürst, Claudia: Fürchte die Nacht

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Beim Genre Thriller stellen sich mir alle Haare auf und dennoch lese ich gerne Romane dieser Sparte. Dass es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt, macht es mir auch ein wenig leichter, da die Spannungskomponenten zwar vorhanden, aber ausbaufähig sind. Gefürchtet hab ich mich – zugegeben – stellenweise schon etwas, aber der große Schreck blieb aus. Dafür wurde ich von den charakterlichen Schwächen der Figuren ein wenig enttäuscht und das Ende ließ mich unbefriedigt zurück.  Rezension Jugendbuch | Puhlfürst, Claudia: Fürchte die Nacht weiterlesen

Rezension | Autissier, Isabelle: Herz auf Eis

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Was hab ich da bloß wieder gelesen? Einen Roman, bei dem es mich öfter mal abschüttelte, man aber doch nicht weglesen kann. Manchmal haben Filme schon einen Vorteil, aber Szenen aus Büchern so zu überspringen, wenn sie wie aus dem Nichts auf einmal in den Mittelpunkt rücken  und man gar keine  Wahl hat – man liest es einfach. Und erschaudert, erschrickt – ist wie in einem Sog gefangen. Einige Szenen des Romans kommen in einer schier gewaltigen Welle daher, obwohl sie gekonnt nüchtern und urplötzlich auftauchen. Etwas unvorhersehbares Banales von solch immenser Wirkung habe ich selten gelesen.

Der Klappentext beziehungsweise die Inhaltsangabe auf der Verlagshomepage verrät den groben Inhalt und ich möchte ihn euch nicht vorenthalten:

Sie sind jung und verliebt und haben alles, was sie brauchen. Aber ihr Pariser Leben langweilt sie, also nehmen Louise und Ludovic ein Sabbatjahr und umsegeln die Welt. Bei einem Ausflug auf eine unbewohnte Insel vor Kap Hoorn reißt ein Sturm ihre Jacht und damit jegliche Verbindung zur Außenwelt mit sich fort. Was als kleiner Ausbruch aus dem Alltagsleben moderner Großstädter gedacht war, mündet urplötzlich in einen existenziellen Kampf gegen Hunger und Kälte. Nicht weniger aufreibend ist das psychologische Drama, das sich zwischen den Partnern entspinnt. Wer trägt die Schuld an der Misere? Wer behält die Nerven und trifft die richtigen Entscheidungen? Und was wird aus der Liebe, wenn es ums nackte Überleben geht? Herz auf Eis ist ein Psychothriller der Emotionen – und die einsame Insel ein Sinnbild für alle großen Herausforderungen, denen sich die Liebe zuweilen stellen muss.

Gegliedert ist der Roman in zwei Teile, wobei der erste „Dort“ und der zweite „Hier“ heißen. Auch schriftstellerische Nuancen gibt es zwischen den Abschnitten, was vermutlich beabsichtigt war.

Ich bin froh und schockiert zugleich, diesen Roman, der sich wie ein Psychothriller lesen lässt, in meine Favoritenliste eintragen zu können!

Buchinfos

Autorin: Isabelle Autissier
Titel: Herz auf Eis
Verlag: mare
erschienen: 7.3.2017
ISBN: 978-3-86648-256-2
Seitenanzahl: 224
Genre: Roman | Psychothriller | Überlebensdrama