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Rezensionen Kinderbuch

Rezension Kinderbuch | Der Yoga-Bär

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Da ich selbst gerne Yoga praktiziere, kam dieses Buch wie gerufen, denn zur Zeit (es ist grad Mitte August) sind die Kinder in den Sommerferien zuhause und wir unternehmen gemeinsame Dinge. Unter anderem auch Yoga. Vor allem mein jüngster Sohn, der fünfeinhalb Jahre alt ist, mag es sehr, die Übungen im Buch durchzumachen. Sogar ganz selbstständig und alleine. Während ich also ein Fitnessvideo absolvierte, schnappte er sich eine Yogamatte und blätterte die einzelnen Seiten des Buches von Christiane Kerr durch und folgte den Illustrationen von Julia Green, da er selbst noch nicht lesen kann. Bis auf ganz wenige Korrekturen von meiner Seite konnte er alle Übungen super alleine ausführen. Heute habe ich meinen Sohn noch gebeten, dass er seine Lieblingsposition nochmal am Teppich machen soll – für dieses Foto:

Das ist auch eine meiner Lieblingspositionen 😉 Insgesamt gibt es im Buch 13 Übungen, die sowohl den Rücken und die Atmung beanspruchen – als Ausgleich dazu aber auch Entspannungspositionen, die dann etwa Ruhig bleiben wie der Maulwurf oder Schlafen wie der Bär heißen. Alle Übungen, die im Fließtext vorkommen, sind ganz hinten im Buch (S. 30/31) noch einmal kurz mit Bild und Übersicht erklärt, sodass die Yogapraktizierenden schnell einen Überblick bekommen und gezielt nach ihren Bedürfnissen Ideen finden.

Insgesamt finde ich das Yoga-Buch sehr gelungen, vor allem, da Kinder dieses selbstständig zur Hand nehmen können. Aber auch für gemeinsame Yoga-Sessions absolut zu empfehlen.

Buchinfos
Autorin: Christiane Kerr
Illustratorin: Julia Green
Titel: Der Yoga-Bär
Untertitel: Entspann dich wie die Tiere im Wald.
Verlag: Ullmann
ISBN: 978-3-7415-2580-3
Seitenanzahl: 32
Aufmachung: Hardcover mit farbigen Illustrationen
Genre: Mitmachbuch | Kinderbuch | Gesundheit
Preis: € 9,95 
empfohlenes (Lese)Alter: ab 4 Jahren
[vielen dank an literaturtest und den ullmann-verlag für dieses 
rezensionsexemplar | werbung, da nennung, verlinkung und rezension]

 

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Kolumne

[Kolumne] Yoga-Nettiquette oder wie man den Stress des Alltags rausschwitzt

„Im Hotroom kann es schon mal eng werden. Seid nett zu einander, mit einem Lächeln auf den Lippen yogelt es sich viel leichter“ liest man auf den Damentoiletten des Yogastudios, das ich seit einigen Wochen wieder stärker frequentiere. Jedes Mal vor Beginn einer Klasse lese ich mir die Infos für die bevorstehenden schweißtreibendsten 90 Minuten des Tages durch und besonders die letzte sticht mir dabei ins Auge. Ich möchte von mir behaupten, eine nette, liebenswürdige Person zu sein. Außerdem bin ich recht höflich und teilweise etwas schüchtern. Vor allem Fremden begegne ich mit einer freundlichen Distanziertheit. Die Yoga-lächel-Regel kommt mir da besonders entgegen, denn so kann ich das auch von anderen erwarten.

Vor einer Woche allerdings musste ich mich fragen, wie zum Guru man es schafft, nett zu bleiben, wenn andere es einfach gar nicht sind. Es kann tatsächlich oftmals (!) sehr sehr eng sein in einem beliebten Yogastudio. Von außen betrachtet, schaut das aus, als yogierten im Hotroom Sardinis. Alle so nah beieinander, dass der eine den Schweiß des anderen nicht nur einatmet sondern auch wieder ausspuckt.